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Private Altersvorsorge

Die Vorsorge für das Alter beschränkt sich heute nicht mehr nur auf die Zahlung der gesetzlich verordneten Beiträge zur Renten- und Pflegeversicherung. Um den Lebesstandard auch im Alter zu halten, setzen viele auf private Altersvorsorge wie beispielsweise die Riester Rente. Die wichtigsten Regeln zur Riester Rente ...

Private Altersvorsorge

Die Idee: Der Gesetzgeber fördert die private Vorsorge, danach unterstützt der Staat diejenigen, die für das Alter etwas zur Seite legen mit Zulagen. Das Verfahren ist jedoch nicht ganz unkompliziert – alleine bei Vertragsabschluss sind neun Unterschriften vom Sparer fällig. ARAG Experten haben zusammengefasst, was noch wichtig ist, damit es keine unliebsamen Überraschungen gibt.


Riester Rente: Zulagen

Zulagen bekommt wer mindestens vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens inkl. Zulagen – maximal jedoch 2.100 Euro – in ein Altersvorsorge-Produkt einzahlt. Liegt der Betrag darunter, wird die Zulage dementsprechend gekürzt. Die Grundzulage beträgt dabei 154,- Euro pro Jahr; zusätzlich kann eine Zahlung von 185,- Euro pro Kind (300,- für jedes Kind das nach 2008 geboren wurde) gezahlt werden. Die Zulage für Kinder bekommt der Elternteil, der auch das Kindergeld bezieht. Kein Kindergeld bedeutet also auch keine Riester-Zulage für das entsprechende Kind.


Zuständigkeiten

Der Antrag wird über den Produktanbieter gestellt, der diesen an die Zentrale Zulagestelle für Altersvermögen (ZfA) vermittelt. Die Behörde überweist den errechneten Betrag direkt an den Produktanbieter. Seit 2005 gibt es auch so genannte Dauerzulagenanträge. Mit ihnen müssen die Versicherten nicht jedes Jahr wieder erneut ihr Einkommen angeben, sondern die Informationen werden von dem Rentenversicherungsträger angefordert. Für Beamte wird die Besoldung von der Besoldungsstelle übermittelt.


Prüfverfahren

Die Kontrolle, ob die Förderung zu recht gewährt wurde, kann frühestens zwei Jahre nach Ablauf des Beitragsjahres erfolgen. So lange haben Riester-Sparer die Möglichkeit, Zulagen auch rückwirkend zu beantragen. Wichtig zu wissen: Ergibt das Kontrollverfahren Fehler, fordert die ZfA die Zulagen ganz oder teilweise zurück. Grund für eine Rückforderung sind beispielsweise: die Angabe eines zu geringen Einkommens und damit die Leistung eines zu geringen Eigenanteils; zu lange gewährte Kinderzulagen, nach dem Wegfall des Kindergeldes; der Verlust der Anspruchberechtigung, z. B. wenn man sich selbstständig macht oder die vorzeitige Beendigung des Riester-Vertrags, in diesem Fall verliert der Sparer sogar rückwirkend alle schon geleisteten Zulagen und Steuervorteile. Auch ein Kind kann ein Grund für eine Rückforderung erbrachter Zulagen sein. Denn nicht rentenversicherungspflichtige Frauen erhalten die Zulagen, ohne selbst einen Beitrag zu leisten. Kommt ein Baby, wechseln sie automatisch in die gesetzliche Rentenversicherung und müssen einen Mindestbeitrag leisten.


Tipp der ARAG Experten

Die Experten der ARAG weisen ausdrücklich darauf hin, dass allein der Versicherte dafür zuständig ist, die Änderungen seiner Lebensumstände seinem Produktanbieter mitzuteilen. Dieser informiert dann die ZfA. Meist verschicken die Anbieter einmal im Jahr ein Formular mit dem Hinweis, Änderungen anzugeben. Dies sollten Riester-Sparer im eigenen Interesse dringend beherzigen.


Weitere Informationen rund um die Themen Versicherung und Rechtsschutz finden Sie unter www.arag.de.

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