Voller Einsatz für den Umweltschutz
Assistentin Kristin Schulz hat ihren nachhaltigen Traumberuf gefunden – beim BUND e.V.

Voller Einsatz für den Umweltschutz

Eine Baumspende als Karrierestart: Beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e. V. kann die technikaffine Assistentin ihre Talente voll zum Einsatz bringen. Wesentlich ist für sie, dass ihre persönliche Wertehaltung hier ein wirkliches Echo findet – ein nachhaltiger Traumberuf.

Mitten in der Großstadt und trotzdem die Natur immer im Blick: Wenn Kristin Schulz aus ihrem Bürofenster schaut, blickt sie direkt auf die Spree. Ein beneidenswerter Arbeitsplatz, und das nicht nur wegen des Ausblicks. Die Assistentin im Bereich Fundraising sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kann hier Tag für Tag ihre persönlichen Werte einbringen: Nachhaltigkeit und Naturschutz zählen für die Mutter einer 23-jährigen Studentin nicht erst seit der Bewegung Fridays for Future.  

Mit Begeisterung erzählt die 60-Jährige vom Grünen Band, dem größten Projekt des BUND. Das 30-jährige Jubiläum wurde 2019 mit vielen Aktionen gefeiert. „Für mich hat dieses Projekt neben dem Umweltschutzaspekt auch eine wichtige geschichtliche und politische, weil völkerverbindende Dimension“, erklärt die gebürtige Berlinerin, die noch erlebte, wie die Stadt in Ost und West geteilt war.

Fast 40 Jahre lang war die innerdeutsche Grenze mit hohen Mauern, Stacheldraht und Wachtürmen streng bewacht, viele Menschen fanden in den Grenzschussanlagen den Tod. Doch gleichzeitig gab die Mauer der Natur eine Atempause, erläutert Kristin Schulz anschaulich: „Der Grenzstreifen wurde zum Rückzugsgebiet für mehr als 1.200 seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Sogar einige Arten, die vorher nicht mehr dort gelebt hatten, kehrten dorthin zurück.“

Um diesen einzigartigen Lebens- und Überlebensraum für Flora und Fauna zu bewahren, riefen Naturschützer in Ost und West das Grüne Band ins Leben. Damit entstand auf Initiative des BUND eines der größten und bedeutendsten Naturschutzprojekte Deutschlands und Europas. Aus 1.400 Kilometer Todesstreifen wurden ebenso viele Kilometer Grünstreifen. Abgeschlossen ist das Projekt noch lange nicht, auch Lücken gibt es noch zu schließen.

Vom Praktikum zur Assistenzstelle

Kristin Schulz begleitet die Aktion seit bald schon 20 Jahren. Sie ist längst fest verwurzelt im BUND, ähnlich wie die Bäume, die sie einst spendete – und die ihr den Einstieg beim Umweltschutzverband brachten: „Ich glaube, es waren eine Erle, eine Stieleiche und eine Eberesche.“ Das ließe sich im Übrigen jederzeit nachprüfen, die Datenbank der Aktion Zukunftswald existiert noch. Immer wieder fragen Menschen nach, wo „ihre“ Bäume stehen, Kristin Schulz gibt dann gern Auskunft. Den Kontakt zu engagierten Spenderinnen und Spendern schätzt sie sehr an ihrer Arbeit.

Damals, bei der Aktion Zukunftswald, war sie selbst eine von ihnen. Mithilfe von Baumspenden legte der BUND Streuobstwiesen an und begrünte Straßenränder sowie leerstehende Industriegrundstücke. Von der Idee angetan verschenkte Kristin Schulz zu Weihnachten gleich drei Bäume an Verwandte. Bei der ersten Pflanzaktion lernte sie die für die Einwerbung finanzieller Unterstützungen zuständige Mitarbeiterin des BUND kennen. Das war im Frühjahr 2000, in Berlin-Hohenschönhausen. Die gelernte Bekleidungstechnikerin hatte sich im Anschluss an die Elternzeit auf der Deutschen Angestellten Akademie ein Jahr lang für die Arbeit im Office fortgebildet und suchte ein passendes Praktikum: „Die Dame war nett und aufgeschlossen. Da nahm ich mir ein Herz und sprach sie spontan auf ein Praktikum an.“

Wenige Wochen später saß Kristin Schulz in der Bundesgeschäftsstelle des BUND und pflegte Daten in eine Datenbank ein. Sehr spannend war das erst einmal nicht, aber sie hatte einen Fuß in der Tür, und weil der Vertrag der Kollegin ausgelaufen war, gab es bald mehr als genug zu tun: Spenderinnen und Spender betreuen, Urkunden ausstellen, mit Gärtnereien telefonieren, die Presse zu Pflanzaktionen einladen, um die Aktion Zukunftswald am Laufen zu halten. Einer Marketingreferentin fiel die tatkräftige Praktikantin auf. Kurzerhand war sie weiter verpflichtet, schließlich bekam sie einen befristeten Vertrag als Projektassistentin im Fundraising, und dann holte sie die damalige Leiterin der Abteilung Fundraising/Marketing als Assistentin zu sich.

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