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Immer einen Plan B haben!

Die richtige Mischung aus privater und staatlicher Vorsorge ist ein wesentlicher Schritt der Altersvorsorge. Wie Sie es schaffen, auf alles vorbereitet zu sein, verrät Constanze Hintze.

Immer einen Plan B haben!

Vor kurzem war ich wieder einmal als Dozentin beim "Bund der Steuerzahler" tätig. Ein Teilnehmer erzählte, er habe eine "5-Säulen-Strategie". Ich verstand nicht recht. Denn wenn es um die Altersvorsorge geht, geht es üblicherweise um die Kombination von Renten, Vermögensanlage und Immobilien.




Fünf Säulen

Der Teilnehmer fuhr fort und erläuterte, dass man an den aktuellen Ereignissen ja sehen könne, dass Säulen auch mal ganz unerwartet ins Kippen kommen. Der Beitrag sorgte erst für einige Heiterkeit, da wohl die meisten Teilnehmer an die Bilder griechischer Tempeldachten, mit denen zurzeit gern die Wirtschaftnachrichten bebildert werden. Doch was zuerst wie Sarkasmus aussah, ist eine kluge Vorgehensweise.


Absichern durch Streuung und Flexibilität

Der Diskussionsteilnehmer wollte deutlich machen, wie wichtig es ist, Krisen und Ausfälle einzukalkulieren. Damit traf er bei mir ins Schwarze. Streuung und Flexibilität sind Grundpfeiler unserer Finanzberatung. So hat man in jeder Situation mindestens einen Plan B.


Richtig vorsorgen

Das beginnt bei der klassischen Altersvorsorge mit einer Mischung von mehreren Rentenmodellen – privat und staatlich gefördert. Die steuerlichen Be- und Entlastungen sollte man über die Lebensphasen verteilen – wer sich beispielsweise darauf konzentriert, JETZT alle Steuervorteile mitzunehmen, wird später hart von der Steuerkeule getroffen.



Gut verteilt

Wichtig ist es auch, dass die Verträge flexibel sind. Mit Zuzahlungsoptionen in der Aufbau- und Sparphase lässt sich freies Geld unkompliziert in zusätzliche Rentenansprüche ummünzen. Auch die Auszahlung der Verträge sollte man staffeln. Vielleicht wollen Sie ja langsam aus dem Arbeitsleben ausscheiden – wer etwas weniger arbeitet, freut sich, wenn der erste Rentenvertrag schon fällig ist und es erlaubt, den gewohnten Lebensstandard beizubehalten.


Flexibel reagieren

Die gleichen Prinzipien sollte man bei allen übrigen Anlagen einhalten. Bei der Vermögensanlage wähle ich deshalb Strategien, die sich flexibel und rasch an veränderte Marktverhältnisse anpassen. Denn auch ein Aktienfonds sollte immer einen Plan B haben: Ist die Entwicklung positiv, soll er investieren. Doch sobald die Risiken überwiegen, sollte sich die Aktienquote frühzeitig reduzieren lassen. So können Verlustphasen weitgehend vermieden oder zumindest deutlich eingeschränkt werden. Und natürlich geht es auch hier wieder um Streuung: über verschiedene Länder, Branchen, Unternehmen und anderes.


Wichtig ist: Es geht nicht darum, einem Sammelsurium von Produkten einfach ab und zu etwas Neues hinzuzufügen. Ein solches Anlagekonzept muss man planvoll aufbauen. Und auch regelmäßig prüfen und neu ausrichten.


Den Überblick behalten

Im Prinzip ist das wie mit einem neu gebauten Haus: Frisch gestrichen und solide steht es da. Wer sich damit zufrieden gibt, dem fallen allerdings sicher irgendwann die ersten Ziegel vom Dach. Wer dagegen ab und zu durch die Räume geht und mal hier und mal da etwas in Ordnung bringt, der lebt auf Dauer zufrieden in einer Wohnung, die seinen Bedürfnissen entspricht. 



Über die Autorin

Constanze Hintze ist Geschäftsführerin bei Svea Kuschel und Kolleginnen- Finanzdienstleistungen für Frauen. Das Unternehmen mit Hauptsitz München existiert seit über 20 Jahren, weitere Niederlassungen befinden sich in Hamburg und im Rhein-Main-Gebiet. 

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