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Das ändert sich 2015

Das Jahr 2015 bringt einige Neuerungen mit sich: höhere Beiträge, niedrigere Zinsen, neue Rechte. "Doch unter dem Strich dürfte es für die meisten teurer werden", sagt Margit Winkler, Vorsorge-Expertin vom Institut GenerationenBeratung.

Das ändert sich 2015

"Im privaten Bereich kann man die Stellschrauben noch anziehen - doch das Sozialsystem fordert die Deutschen." Winkler fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen und erklärt, was sie für jeden Einzelnen bedeuten.

 

Gesetzliche Rentenversicherung wird günstiger - Pflegeversicherung steigt: Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt zum 1. Januar 2015 von derzeit 18,9 auf 18,7 Prozent. Die gesetzliche Pflegeversicherung steigt hingegen. Im Zuge des Pflegestärkungsgesetzes wird der Beitragssatz um 0,3 Prozent auf 2,35 Prozent ab Januar angehoben.


Tipp von der Expertin

"Auf diese staatlichen Beschlüsse hat der einzelne keinen Einfluss. Doch was bei der gesetzlichen Pflegeversicherung passiert, gilt auch für die private Zusatzversicherung: Die Beiträge werden steigen, denn der Bedarf bei immer mehr Pflegefällen wird größer. Die Pflegezeit kostet nun mal verdammt viel Geld. Wer das Risiko mit einer privaten Pflege-Zusatzversicherung abdecken will, sollte jetzt zugreifen und auf eine Variante ohne Beitragsanpassung achten."

 

Krankenkassenbeiträge sinken - flexible Zusatzbeiträge kommen

Der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung sinkt ab dem 1. Januar von 15,5 auf 14,6 Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen davon jeweils die Hälfte. Der bisherige 0,9-prozentige Sonderbeitrag wird gestrichen. Jetzt dürfen die Kassen zukünftig einkommensabhängige Zusatzbeiträge verlangen, den die Versicherten allein zu zahlen haben. Sie müssen darüber jedoch mindestens vier Wochen vor dem Ende des Monats informiert werden, ab dem der höhere Beitrag gelten soll.

Wie hoch der neue Zusatzbeitrag ausfällt, entscheiden die Kassen individuell. Das Gesundheitsministerium geht in ersten Prognosen jedoch davon aus, dass er unter dem alten Sonderbeitrag von 0,9 Prozent liegen wird.

 

Tipp von der Expertin

"Für den Fall, dass eine Kasse den Zusatzbeitrag zum ersten Mal erhebt, hat der Gesetzgeber den Versicherten ein Sonderkündigungsrecht zugestanden, damit diese gegebenenfalls in eine günstigere Versicherung wechseln können", sagt Winkler.

 

Garantiezins bei Lebensversicherungen sinkt

Für Lebensversicherungen, die ab dem 1. Januar 2015 abgeschlossen werden, gilt der neue Garantiezins von 1,25 Prozent. Das sind Auswirkungen der andauernden Niedrigzinsphase, denn auch Versicherer müssen das Vermögen am Markt anlegen. Der Kunde versichert damit sein "Langlebigkeitsrisiko" durch eine lebenslang garantierte Rente. Außerdem profitiert er von der deutlich günstigeren Besteuerung dieser Anlage im Vergleich zu allen anderen Formen des Sparens und Anlegens.

 

Tipp von der Expertin

"Wer seine Altersvorsorge nicht in der 'klassischen' Variante anlegen möchte, für den gibt es die Möglichkeit, innerhalb der Lebensversicherung in Fonds zu investieren oder an einem Wertpapier-Index zu partizipieren. In beiden Fällen profitiert er dann auch vom Steuervorteil und der Garantie auf lebenslange Rente."

 

Berufsunfähigkeitszusatzversicherung wird teurer

Der neue Garantie-Zins strahlt auch auf andere Vorsorgeprodukte aus. Davon ist im Wesentlichen die Versicherung zur Berufsunfähigkeit (BU) betroffen. Verantwortliche von Versicherern schätzen, dass die Versicherung um bis zu 7 Prozent teurer werden könnte. Dies gilt für Neukunden, die ab Januar 2015 die Versicherung abschließen.

Durch die niedrigen Zinsen haben die Versicherer immer größere Probleme, ein Finanzpolster für ihre Kunden aufzubauen. Diese Finanzierungslücke dürfte mit höheren Beiträgen der Versicherten kompensiert werden.

 

Tipp von der Expertin

"Wer sich für eine BU-Versicherung entscheidet, sollte dies noch in diesem Jahr tun", sagt Winkler. "Ohnehin gilt: Je eher, desto besser."

 

Rentensteuer steigt weiter

Steigen wird auch die Rentensteuer. Wer nächstes Jahr in den Ruhestand geht, muss dann 70 Prozent seiner gesetzlichen Rente versteuern. Für Ruheständler, die bereits 2014 aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, liegt die Rentensteuer noch bei 68 Prozent. Jedes Jahr erhöht sich die zu versteuernde Rente um zwei Prozent-Punkte. Wer also erst im Jahr 2040 in Rente geht, für den sind die vollen 100 Prozent der gesetzlichen Rente steuerpflichtig. Allerdings können von dieser Bruttorente immer noch die üblichen Freibeträge und Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden.

 

Tipp von der Expertin

"Es ist beschlossene Sache, dass manche Formen der Rentenversicherung jetzt schon zu 100 Prozent versteuert werden, andere werden demnächst so belastet. Die einzigen Formen, die günstiger versteuert werden, sind die private Lebens- bzw. Rentenversicherung sowie Erträge aus Vermögen und Vermietungen. Die Altersvorsorge wird sich aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzen. Generell gilt: Keine Vorsorge zu treffen, ist die schlechteste Entscheidung. Mein Tipp: erst Varianten mit staatlicher Unterstützung nutzen, dann private hinzunehmen."

 

Erfahren Sie mehr unter: www.institut-generationenberatung.de

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