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(K)eine Frage des Alters

SPÄTE KARRIERE War es das jetzt – oder kommt da noch was? Irgendwann stellt sich diese Frage im Berufsleben. Optionen ausloten, Rollen hinterfragen, neue Wege beschreiten: Das lohnt sich in jeder Lebensphase, raten drei Frauen, die etwas gewagt haben – mit Gewinn. Motivationsschub garantiert!

Späte Karriere

Nie aufhören, sich neue Ziele zu stecken: Das setzt immer wieder Energien frei und erweitert das Selbstbild positiv.

Wann die eigene Lebensmitte erreicht ist, weiß zum Glück niemand. Wann jedoch der Zeitpunkt ist, einmal Bilanz zu ziehen, das spüren die meisten doch, meint Yvonne Günther, Diplom-Betriebswirtin mit Coaching-Ausbildung.

Oft sei ein Umbruch Anlass für ein Innehalten, „und das erwischt die einen schon so um die Vierzig, andere erst mit 50“. Die individuelle Biografie habe natürlich einen großen Einfluss. Wer Kinder großgezogen hat, entlässt sie irgendwann in ihr eigenes Leben, wenn Beziehungen in die Jahre kommen, sind Krisen bis hin zur Trennung nicht selten, im Beruf sind Veränderungen fast schon an der Tagesordnung, eine Krankheit kann die ganze Lebens- und Berufsplanung auf den Kopf stellen.

Doch auch ohne Krisen ist irgendwann einmal die Erkenntnis da, dass die Zukunftsperspektive sich verkürzt – und das macht nachdenklich. „Reflexion gehört bei den meisten Frauen ohnehin immer dazu“, sagt die in Bonn lebende 55-Jährige. Befragt nach ihrem Verhältnis zu ihrem Alter kommt sie ein wenig ins Grübeln: „Ja, die Zahl irritiert mich schon manchmal, innen fühlt man sich ganz anders! Aber ich erlebe immer wieder Frauen meines Alters oder auch älter, die eine tolle Ausstrahlung haben, das fasziniert mich. Ausstrahlung ist für mich altersfrei.“

Auf Entdeckungstour ins eigene Ich

Für Yvonne Günther entscheidet nicht vorrangig das Lebensalter über die Aussichten auf einen erfolgreichen Richtungswechsel im Berufsleben. Sie forscht mit ihren Klientinnen lieber gemeinsam nach Potenzialen, die im Laufe der Zeit vielleicht verschüttgegangen sind: „Wenn jemand unsicher sind, wo sind eigentlich meine Stärken, was kann ich besonders gut, was wollte ich schon immer – dann unterstütze ich dabei, dieses Wissen, das Gefühl dafür wieder auszugraben, ans Tageslicht zu holen.“

Den Lebenslauf noch mal anders anschauen, rote Fäden aufspüren, die in all den Jahren immer wieder auftauchen – „das ist ein bisschen wie in der Archäologie“, sagt Yvonne Günther. In dem Interview erklärt sie, wie man die eigenen Potenziale freilegt und mit Bauchgefühl und guter Vorbereitung zugleich Veränderungen anpackt.

„Unzufriedenheit ist ein riesiger Energiefresser“

w@o: Was sind klassische Themen der Frauen, die zu Ihnen kommen?

Yvonne Günther: Es geht tatsächlich oft um den Wunsch nach beruflicher Veränderung. Die Gründe können massive Unzufriedenheit oder konkrete Konfliktsituationen sein, was dann vor die Frage stellt ‚kriege ich das hin – oder muss ich gehen.‘ Es kann aber auch ein Veränderungsdruck da sein, weil nach einer Trennung die wirtschaftliche Situation eine andere ist und nun mehr Geld verdient werden muss, oder weil sich beim Arbeitgeber die Verhältnisse ändern. Es gibt auch Frauen, die nach der Familienarbeit oder nach einer Trennung wieder mehr Freiraum haben und den gern für ihre berufliche Entwicklung nutzen wollen.

w@o: Man kann quer wechseln zu einem neuen Arbeitgeber, oder man strebt eine Selbstständigkeit an. Wie findet man heraus, ob eine Idee überhaupt tragfähig ist?

Yvonne Günther: Man sollte jedenfalls nicht allein auf Idee und Herzblut setzen. Ich empfehle, sich über eine Erstberatung zur Gründung, angeboten zum Beispiel von den Kommunen oder Industrie- und Handelskammern, Rat und Einschätzung zu holen. Es geht darum, mit einer Beraterin an der Seite mit einer gewissen Nüchternheit gedanklich durchzuspielen, ob die Selbstständigkeit klappen kann oder nicht – und vielleicht auch zu dem Schluss kommen ‚ich glaube, ich lasse es lieber‘, bevor man ganz viel Geld in die Hand nimmt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in working@office 07.2019. Hier geht es zum Gratis-Test.

Die Expertin

Yvonne Günther, 55, ist seit mehr als 15 Jahren Coach-Diplom-Betriebswirtin (FH) mit Schwerpunkt Personalführung. Nach vielen Berufsjahren in leitenden Funktionen im Personal-, Verwaltungs- und Finanzmanagement und in Non-Profit-Bereichen schloss sie eine Coaching-Ausbildung und Fortbildungen zu Team-, Gruppen- und Rollencoaching sowie Mediation an. Mit Management- und Kommunikationstraining sowie Körpertherapien und Yoga hat sie ihr Profil als Business-Coach und Consultant vervollständigt. Mehr Infos unter www.coaching-bonn.de.

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