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Guter Stil, Teil 2

Business casual, semi-formal evening dress oder rugged attire - was genau bedeutet das? Trainerin Eva Ruppert erklärt die internationalen Dresscodes und deren einzelne Garderobenbestandteile. Diesmal: Zu welchem Outfit Sie greifen sollten, wenn in der Einladung steht: "formal morning dress".

Guter Stil, Teil 2

"Formal wear" ist die Bündelung aller Regeln, die die Garderobe zu hohen gesellschaftlichen Anlässen steuern. Der formelle Stilanspruch an die jeweilige Kleidung leitet sich aus der Herrengarderobe ab.


  • Full-formal
    In deutscher Übersetzung bedeutet "full formal" Staatskleid, Galauniform, Hoftracht, großer Gesellschaftsanzug.

    Morning Dress 

    Herren:
    Der Stresemann, bzw. der Cutaway hat einen weniger offiziellen Charakter als der Frack und wird zu Anlässen bis 18:00 Uhr getragen. Diese Garderobe setzt sich aus schwarz-grau gestreifter Hose, schwarzem oder anthrazitfarbenem Jackett, meist einreihig geknöpft, und einer hellgrauen Weste zusammen. Dazu trägt der Herr ein weißes Hemd mit silbergrauer Krawatte und schwarze (Lack-)Schuhen. Das Hemd hat französische Manschetten und wird mit Manschettenknöpfen getragen. Bei hochrangigen Trauerfeiern trägt der Gentleman die schwarze Weste inklusive schwarzer Krawatte.

    Damen:
    Der Kleidervermerk bestimmt zwar stets die Garderobe des Herren, lässt aber auch Rückschlüsse auf die gewünschte Damengarderobe zu. Für Feste mit dem Kleidervermerk "formal morning dress" gilt ein "little black dress", also das "kleine Schwarze", heute als das Paradebeispiel zeitloser Eleganz. Tragen Sie dazu offenes, feminines, graziles Schuhwerk ohne Nylons.

    Evening Dress

    Herren:
    Der Frack, ist der festlichste Herrenanzug, der nur bei Abendgesellschaften getragen wird. Er ist tiefschwarz, wird mit blütenweißem Frackhemd mit gestärkter Brustpartie, weißer Weste und einer weißen Schleife aus Baumwoll-Pique, im englischen "White Tie" getragen. Dazu kombiniert der Herr schwarze Seidenstrümpfe und schwarze Lackschuhe mit Ledersohle. Die Variante Frack plus schwarze Fliege ist dem Kellner vorbehalten und ein Kummerbund anstatt der Weste lässt auf den Berufsmusiker schließen.

    Damen:
    "White Tie" verlangt das bodenlange Kleid oder neuerdings den elegant-femininen Damen-Frack. Die Dame trägt zum Abendkleid Ballhandschuhe, die während des Abends nicht abgelegt werden.

  • Semi-formal
    Aus dem Begriff semi-formal wird ersichtlich, dass dieser Garderobenanspruch gestalterisch zwischen "formal" und "informal" liegt.

    Herren:
    Der Smoking ist ein besonders eleganter Abendanzug und besteht aus einem wahlweise einreihigen oder zweireihigen Sakko ohne Rückenschlitz. Dazu trägt der Herr die schwarze Schleife, englisch "Black Tie", eine Hose ohne Aufschlag, dafür aber mit seidenen Streifen, die die Hosennaht an der Beinaußenseite verdecken. Das Hemd ist weiß und traditionell mit einem Stehkragen ausgeführt. Die Schuhe zum Smoking sind hochglänzend schwarz mit Ledersohle.

    Damen: "Black Tie" bedeutet für die Dame Cocktailkleid, dies darf gern auch in Farben schwelgen. Als stilvoll gilt auch das feminin gearbeitete Kostüm oder der hochelegante Hosenanzug in weich fließenden, edlen Stoffen und klassisch-eleganten Farben.

  • In-formal
    In-formal bietet mehr Raum für individuellen Ausdruck als "semi-formal", ist aber nicht gleichzusetzen mit "casual", auch nicht mit "smart oder business casual". Die Bezeichnung "informal" steht im internationalen Geschäftsalltag für die Standardgarderobe, allerdings ist diese in den letzten Jahrzehnten im Wandel begriffen.

    Herren:
    Der Herr trägt heute bevorzugt einreihige Anzüge. Sie sind farblich nuancierter als ihre Vorgänger, aber nach wie vor in gedeckten bis dunkleren Farben, die Grau- und Dunkelblau-Palette wird mit dunklen Brauntönen erweitert. Der Schnitt fällt oft auch modischer aus. Dazu trägt der Herr weiße bis eisfarbene Langarmhemden in bester Qualität, in manchen Branchen mit Manschettenknöpfen und stets abgerundet mit einer wertvollen Uhr. Der passende Schuh heißt "Plain Derby" und ist ein glattlederner schwarzer Schnürschuh.

    Damen:
    Während in den 1970ern noch das Kostüm und die schlichte Bluse im Rock getragen wurde, gestehen heute selbst konservative Arbeitgeber modischere Kleidung zu, solange diese die Formalität nicht verletzt, beispielsweise Hosenanzug oder Kombination. Die Schuhe sind halbhohe Pumps in der Farbe der Oberbekleidung. Tabus: Rocklänge weit oberhalb des Knies endend, Ausschnitt so tief, dass der Brustansatz sichtbar wird, durchscheinende Blusenstoffe oder eng anliegende Oberbekleidung.

 

Business casual, smart casual, leisure attire oder active attire

Wie guter Stil bei diesen Garderobenvorgaben aussieht, lesen Sie in Kürze in Teil 3.

 

Teil 1: Internationale Dresscodes

 

 

Über die Autorin

Eva Ruppert, Inhaberin von SolVentureCom zeigt in ihrem neuen Buch "Ihr starker Auftritt" die Interpretation eines neuen Knigge: Regeln beherrschen ohne beherrscht zu werden. Ein unverzichtbare Lektüre für alle, die modern und ungezwungen ihren persönlichen Auftritt perfektionieren wollen. 

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