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Welche Versicherungen brauchen Rentner wirklich?

Senioren sind für Unternehmen aus allen Branchen Gold wert. Deshalb werden sie häufig als Golden Agers, also Menschen im goldenen Alter, bezeichnet. Doch gerade Rentner sollten hinterfragen, ob sie die Angebote der Firmen wirklich brauchen. So auch bei Versicherungen!

Welche Versicherungen brauchen Rentner wirklich?

"Der Versicherungsbedarf von Rentnern ist sehr viel niedriger als der von Berufstätigen oder Familien. Berufsunfähigkeitspolicen und Altersvorsorge sind mit Rentenbeginn nicht mehr nötig. Jedoch gibt es verschiedene Versicherungstarife, welche direkt auf Senioren ausgelegt sind.  Gerade bei einer Unfall- oder Haftpflichtversicherung sollten Rentner sich über diese Tarife informieren", weiß Margit Winkler vom Institut Generationenberatung IGB.


Mit diesen 8 Tipps können Senioren Versicherungen auf ihre Bedürfnisse ausrichten und zum Teil bares Geld sparen!

1. Nun heißt es: Klare Prioritäten setzen
Bei jeder Police sollte man sich fragen, welcher der größtmögliche Schaden ist, den diese abdeckt. Kann man die Schadenskosten nicht selbst aufbringen, ist die Versicherung sinnvoll.

2. Seniorentarife nicht verpassen
Günstige Tarife für Senioren gibt es bei vielen Gesellschaften ab dem Rentenbeginn, dem 60. Lebensjahr und teilweise sogar schon ab dem 50. Geburtstag. Nachfragen lohnt sich also!

 

3. Für einen geringeren Hausrat zahlt man weniger

Die Hausratversicherung bleibt wichtig. Schließlich haben sich im Laufe der Jahre viele wertvolle Dinge wie Schmuck, Antiquitäten oder Geschenke von vor 30 Jahren angesammelt. Deren Verlust wäre sicherlich schmerzhaft, aber wenigstens könnte man den finanziellen Verlust abdecken. Bei einem Umzug in eine kleinere Wohnung sollten Versicherte jedoch ihren Berater aufsuchen, damit dieser den Beitrag neu berechnet. Denn mit einem geringeren Hausrat sinkt auch die Beitragshöhe.

 

Hinweis: Für Hausbesitzer ist eine Wohngebäudeversicherung oft sinnvoll. Diese versichert Schäden durch Feuer, Blitzschlag, Explosionen, Hagel, Sturm, Frost und Leitungswasser.

 

4. Haftpflichtversicherung: Hier geht’s oft auch günstiger!

Eine private Haftpflichtpolice schützt auch im Alter vor Missgeschicken, bei denen anderen ein Schaden entsteht. Gerade bei einer geringeren Rente können hohe Schadensforderungen belastend sein. Daher lohnt sich diese Versicherung. Wer schon versichert ist, sollte sich über neuere Tarife mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis informieren. Beispielsweise können inzwischen auch die Enkel mitversichert werden, wenn diese die Großeltern besuchen.

 

Hinweis: Ehrenamtliche Tätigkeiten sind oft nicht mitversichert. Daher sollte die Organisation dies übernehmen. Aber auch hier sollte nachgefragt werden!

 

5. KFZ-Schutz: Achtung vor hohen Beiträgen!

Wer ein Auto hat, braucht eine Kfz-Versicherung. Jedoch empfiehlt sich auch hier der regelmäßige Blick auf andere Tarife. Manche Anbieter verlangen von Rentnern jedoch mehr als von Jüngeren. Hier lohnt sich also der Preisvergleich.

 

Hinweis: Bei einer hohen Schadenfreiheitsklasse sollte man beim Tarifwechsel auf Tarife mit Rabattretter oder Rabattschutz achten. Ein selbst verschuldeter Unfall kann den Beitrag nämlich schnell in die Höhe treiben. Mit dem Retter bzw. Schutz bleibt das Beitragsniveau erhalten.


6. Krankenkassen punkten mit einem offenen Ohr

Eine Krankenversicherung ist ohne Frage in jedem Alter wichtig. Senioren schätzen vor allem die persönliche Beratung in der Geschäftsstelle. Daher ist ein günstiger Beitragssatz hier nicht entscheidend, sondern wie die Mitglieder behandelt werden. Hat eine Krankenkasse kein offenes Ohr für einen Rentner, empfiehlt sich ein Wechsel. Am besten geht man direkt in die Beratungsstellen der zur Auswahl stehenden Krankenkassen und testet diese. Ein Wechsel ist meist innerhalb einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende möglich. Privat krankenversicherte Senioren können bei zu hohen Beiträgen jedoch nur in den Standardtarif derselben Gesellschaft wechseln. Dort kann nur der Höchstbeitrag der gesetzlichen Versicherung verlangt werden (Beispiel Ehepaar: 760 Euro monatlich).


7. Zusatzversicherungen: Nicht immer nötig

Eine private Zusatzversicherung lohnt sich für Senioren, die gern einen teureren Zahnersatz möchten. Beispielsweise zahlen die Kassen keine Implantate, wenn auch eine Brücke gemacht werden kann. Bei einem künstlichen Gebiss ist eine Zahnzusatzversicherung jedoch nicht mehr nötig. Wer Versicherungspakete mag, kann auch gleich eine Krankenzusatzversicherung abschließen. Darin sind Zahnersatz, Chefarztbehandlungen im Krankenhaus, Krankenhaustagegeld und weitere Leistungen enthalten.

 

Für den Fall eines Unfalls sollten auch Senioren versichert sein. Jedoch benötigt man nur eine Unfallversicherung. Diese sollte rund um die Uhr und weltweit gelten. Vertragsbestandteile wie eine Versicherungssumme von 100 000 Euro, eine 350er-Progression und eine Sofortauszahlung (nicht als Rente!) im Fall der Fälle sind ebenfalls empfehlenswert.

 

8. Pflegeversicherung bringt notwendigen Schutz

Diese Versicherung brauchen Senioren, damit sie im Fall der Pflegebedürftigkeit liquide sind und ihre Lebensqualität erhalten bleibt. Ohne diese Police geraten Pflegebedürftige gegebenenfalls in finanzielle Nöte bzw. wird das Ersparte nur für die Pflege ausgegeben. Die eigenen Interessen oder Wünsche rücken damit in den Hintergrund.

 

Zudem gilt: je eher die Pflegeversicherung abgeschlossen wird, desto niedriger sind die Beiträge. Doch auch wenn man sich erst im Alter damit auseinandersetzt, ist es noch nicht zu spät. Ein Versicherungsvergleich lohnt sich, um die möglichen Kosten - zum Beispiel bei einer Pflege im Altersheim - mit den besten Angeboten abzugleichen.

 

Margit Winkler

Die Geschäftsführerin des Instituts GenerationenBeratung ist Expertin in allen Fragen rund um Vollmachten, Verfügungen, Pflege und Testament. Sie hat einen Zertifikatskurs initiiert, mit dem sie GenerationenBerater (IHK) ausbildet. Zudem unterstützt sie Firmen der Finanzbranche mit Kunden- und Werbeunterlagen zum Thema. Mit ihrem Buch "Vorsorgen ist keine Frage des Alters" hat sie einen Leitfaden für Menschen vorgelegt, die die eigene Zukunft nicht dem Zufall überlassen wollen.

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