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Was tun gegen „innere Kündigung“?

Motivierte und engagierte Beschäftigte sind für Unternehmen unverzichtbar. Eine neue Studie zeigt: Mit Betrieblicher Gesundheitsförderung und guter Führung können Unternehmen und Organisationen das Engagement ihrer Beschäftigten erhöhen. Unterstützung erhalten sie von der Initiative Neue Qualität der Arbeit.

Was tun gegen „innere Kündigung“?

Für das Forschungsprojekt „Engagement und Gesundheit fördern – innere Kündigung vermeiden“ befragten die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) und das EO Institut Personalverantwortliche. Die vollständigen Ergebnisse erscheinen voraussichtlich im Sommer dieses Jahres.

Klar ist bereits jetzt: Geringes Engagement am Arbeitsplatz wirkt sich negativ auf Belegschaft und Arbeitgeber aus: Haben Beschäftigte „innerlich gekündigt“, können sich neben Gesundheit und Betriebsklima auch Arbeitsqualität, Produktivität und Kundenzufriedenheit verschlechtern. Die Befragung zeigt, dass Faktoren wie schlechtes Führungsverhalten, mangelnde Wertschätzung und Unterstützung sowie ungelöste Konflikte als häufige Gründe für innere Kündigungen angesehen werden.

Was können Unternehmen tun?
Entgegensteuern können Unternehmen laut den Befragten unter anderem mit strukturierten Mitarbeitergesprächen und wirksamen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Entscheidend ist aber auch die Führungskultur, denn Vorgesetzte leben die Unternehmenswerte vor und prägen durch ihr Verhalten die Arbeitsumgebung der Beschäftigten. Im Bereich der Gesundheitsförderung rückt in Zeiten von Arbeitsverdichtung und Digitalisierung immer stärker die psychische Gesundheit in den Fokus.
Unterstützung in diesem Bereich bietet das Projekt Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA), das im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) vom BMAS gefördert wird. Wie Unternehmen im Bereich psychischer Gesundheit konkret aktiv werden können, zeigen die Checkliste für Führungskräfte und Tipps für eine gesundheitsgerechte Unternehmenskultur.

Weitere umfassende Informationen, praxisnahe Handlungshilfen und inspirierende Beispiele aus Unternehmen und Organisationen finden Sie auf der Website des Projekts psyGA unter www.psyga.info.

5 Tipps für eine gesundheitsgerechte Unternehmenskultur


1. Teamorientierter Führungsstil
Ein Führungsstil, der auf Autorität, Zwang und Kontrolle beruht, ist wenig empfehlenswert beim Führen heterogener Teams. Fördern Sie die Selbstorganisation des Teams, lassen Sie Freiräume für eigenes Handeln und eigene Entscheidungen und delegieren Sie Verantwortung.

2. Respekt
Ein wertschätzender Umgang und eine gelebte Feedback-Kultur im Team sorgen dafür, dass sich alle Beschäftigten mit ihren Fähigkeiten und Leistungen geschätzt und anerkannt fühlen. Sie als Führungskraft müssen den gegenseitigen Respekt vorleben – in Ihrer Kommunikation und mit Ihrem Führungsstil.

3. Interkulturelle Kompetenzen
Heute sind zunehmend interkulturelle Kompetenzen vonseiten der Führungskräfte gefragt wie Offenheit, Lernbereitschaft, emotionale Kompetenz und interkulturelle Sensibilität. Denn wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen miteinander arbeiten, kann es schnell zu Missverständnissen kommen, weil jeder seine eigenen unausgesprochenen Selbstverständlichkeiten mitbringt. Hier können Weiterbildungsangebote helfen.

4. Vielfalt führen
Es braucht eine besondere Sensibilität, um Teams zu führen und zu motivieren, die aus unterschiedlichen Talenten zusammengesetzt sind. Bemühen Sie sich um eine möglichst objektive Einschätzung Ihrer Beschäftigten und befreien Sie sich von möglichen Vorurteilen.

5. Intervenieren bei Bedarf
Intrigen, Ausgrenzungen und Diskriminierung können schwerwiegende Belastungen am Arbeitsplatz darstellen. Greifen Sie unbedingt ein, wenn Grenzen überschritten werden. Achten Sie darauf, dass die Regeln einer guten Zusammenarbeit eingehalten werden. Für Vorgesetzte ist es oft nicht einfach, einen realistischen Überblick über die Vorfälle zu haben. Greifen Sie im Zweifelsfall auf externe Unterstützung zurück.

Hintergrundinformationen

Das Projekt Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA) der Initiative Neue Qualität der Arbeit (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) informiert darüber, wie Mitarbeitende vor zu viel Stress geschützt werden und sowohl Personalverantwortliche als auch Beschäftigte selbst Belastungen entgegenwirken können. Unter dem Motto „Kein Stress mit dem Stress“ bietet psyGA praxisnahe Materialien zum Thema psychische Gesundheit für Unternehmen und Organisationen aller Branchen und Größen. Die Projektleitung liegt beim BKK Dachverband e.V.

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit: Zukunft sichern, Arbeit gestalten
Die Initiative Neue Qualität der Arbeit ist im Jahr 2002 als gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Sozialversicherungsträgern, Gewerkschaften, Stiftungen und Arbeitgebern gestartet. Ihr Ziel: mehr Arbeitsqualität als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft am Standort Deutschland. Dazu bietet die Initiative inspirierende Beispiele aus der betrieblichen Praxis, Austauschmöglichkeiten, Beratungs- und Informationsangebote sowie Förderprogramme.

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