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Schatz, lass uns über Geld reden!

Eigentlich ist es einfach und schön: Sie liebt ihn und er liebt sie. Nun geht es um den nächsten Schritt - die gemeinsame Lebensplanung: Hochzeit? Kinder? Karriere? Geld? Steuerklassen? Wie unromantisch, sagen Sie? Ja, aber notwendig.

Schatz, lass uns über Geld reden!

Eigentlich ist es einfach und schön: Sie liebt ihn und er liebt sie. Nun geht es um den nächsten Schritt - die gemeinsame Lebensplanung: Hochzeit? Kinder? Karriere? Geld? Steuerklassen? Wie unromantisch, sagen Sie? Ja, aber notwendig.


Über die wesentlichen Ziele im gemeinsamen Leben sind sich Paare meistens einig. Und das "Versorgermodell" ist längst überholt – meint man.


Kinder ja - Beruf auch

In Umfragen sprechen sich Männer und Frauen jedenfalls mit deutlicher Mehrheit dafür aus, dass beide Partner Geld verdienen sollen. Kinder ja - aber den Beruf wollen die Frauen nicht aufgeben. Alles klar? Nein. Wie das Leben finanziell geregelt werden soll, wird nämlich oft völlig ausgeklammert.


Lieber mal unromantisch

Man denkt nicht dran, hofft, das werde sich schon von selbst ergeben oder scheut bewusst die Auseinandersetzung. Genau das führt aber später häufig zu Problemen. Zu Problemen, die sich sehr gut vermeiden lassen, wenn man diese Fragen frühzeitig klärt.


Ungünstige Steuerklassen

Auch wenn Frauen ihr eigenes Geld verdienen, beruflich vorankommen, unabhängig und selbstbewusst durchs Leben gehen, stecken sie in Partnerschaft und Familie oft zurück. Auch in Geldfragen. So wählen viele Ehepaare immer noch die Steuerklassenkombination III und V. Beim schlechter Verdienenden fallen hohe Abzüge an, während der besser Verdienende noch mehr netto aufs Konto bekommt. Da sich aber Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen- oder Elterngeld nach dem Nettoeinkommen richten, sind mit der Steuerklasse ganz konkrete Nachteile verbunden.


Darauf müssen Sie achten 

Finanzexpertin Constanze Hintze nennt die größten Fallen, in die Frauen in Partnerschaften tappen:


  • Sie teilen ein Konto. Sie sind sparsam, Ihr Partner aber gibt das Geld mit leichter Hand aus. Vorsicht! Gemeinsames Konto heißt: Beide Kontoinhaber haften gegenüber der Bank für Schulden. Egal, wer das Geld ausgegeben hat. Sie ersparen sich solchen Ärger und Streit mit ihrem Partner, wenn Sie getrennte Konten haben – auch wenn das ein paar Euro an Kontoführungsgebühren mehr kostet.

  • Sie haben das kleinere Einkommen – und der Splitting-Vorteil verschwindet einfach im Familien-Budget. Tipp: Ändern Sie die Steuerklasse auf IV/IV, oder verlangen Sie, dass der Netto-Überschuss für Ihren Vermögensaufbau angelegt wird.

  • Sie haben Kinder und arbeiten nun Teilzeit. Das ist löblich, weil Sie so den Anschluss an Ihren Job nicht verlieren. Bedenken Sie aber: Die Rentenansprüche, die Sie in dieser Zeit erwerben, sind sehr gering. Drei Jahre Babypause werden gerade einmal mit rund 75 Euro Rente später honoriert. Ihr Mann stärkt währenddessen ganz ungestört sein Polster fürs Alter: Neben der gesetzlichen Rente wächst es oft auch über betriebliche Vorsorgemodelle oder private Policen. Tipp: Kinder sind eine gemeinsame Entscheidung – und damit auch die Altersvorsorge. So muss es selbstverständlich sein, dass für die Frau in eine eigene zusätzliche private Absicherung eingezahlt wird.

Holen Sie sich Unterstützung

Schön, wenn Mann und Frau gleicher Meinung sind und die Finanz- mit der Lebensplanung harmoniert. Doch leider ist das nicht immer so. Damit sich aus ein paar Meinungsverschiedenheiten kein handfester Streit entwickelt, sollten Sie klaren Kopf bewahren. Und wenn Sie das nicht zu zweit lösen können oder möchten, ist eine Begleitung durch einen Dritten ratsam.


Schauen Sie genau hin

Nimmt der Berater eine neutrale Rolle ein? Es ist leichter, wenn ein Außenstehender Themen wie das Scheidungsrecht aufgreift. Er sollte auch jeweils deutlich machen: Was spricht für die Geldanlage aus Ihrer Sicht? Und was aus der Sicht Ihres Partners? Sollte sich der Berater – wie es in Gelddingen immer noch geschieht – vor allem an den Mann wenden, suchen Sie sich einen anderen! Verlässliche Dritte können sein: Fachanwälte, Notare, erfahrene Mediatoren - und natürlich auch Finanzberater/-innen.


Bleiben Sie unabhängig 

Jeder von Ihnen hat seine eigenen Interessen. Jeder sollte deshalb auch seine eigene Finanzplanung haben und verantwortlich entscheiden. Constanze Hintze plädiert daher für getrennte Konten und getrenntes Sparen. Solche Überlegungen sind vielleicht nicht besonders romantisch. Aber notwendig, um eine gute Basis für Ihre (gemeinsame) Zukunft zu legen. Sie vermeiden so, dass aus einem verdeckt schwelenden irgendwann ein wirklich schwerer Konflikt wird, der Ihre Beziehung gefährdet. Sie bleiben unabhängig, und Sie stürzen im (leider häufigen) Fall einer Trennung nicht in eine existenzielle Krise.


Über die Autorin

Constanze Hintze ist Geschäftsführerin bei Svea Kuschel und Kolleginnen - Finanzdienstleistungen für Frauen. Das Unternehmen mit Hauptsitz München existiert seit über 20 Jahren, weitere Niederlassungen befinden sich in Hamburg und im Rhein-Main-Gebiet.

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