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Depressionen

Nie war die Zahl der Fehltage aufgrund dieser Erkrankung so hoch.Die Chefärzte der vier Dr. Ebel Fachkliniken für Psychosomatik und Psychotherapie erklären, warum.

Depressionen

Psychische Erkrankungen verursachen immer mehr Fehltage bei Arbeitnehmern. Vor allem die Zahl der Fehltage durch Depressionen war im vergangenen Jahr so hoch wie nie. Zu diesem Ergebnis kam die Krankenkasse DAK in ihrer aktuellen Analyse des DAK-Gesundheitsreports.


Laut Fehltage-Statistik entfielen 2014 knapp 17 Prozent aller Ausfalltage auf Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden, wie die Kasse in Hamburg mitteilte. Das ist ein Anstieg um knapp zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit rangieren diese Diagnosen erstmals auf Platz zwei der Fehltage-Statistik, lediglich Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie beispielsweise Rückenschmerzen sorgten 2014 für noch mehr Ausfalltage. Der Anstieg sei laut DAK rasant. In den letzten zehn Jahren hätte sich die Zahl der Fehltage mehr als verdoppelt.


Tim Wagemann, Chefarzt der Vogelsbergklinik für Psychotherapie und Psychosomatik erklärt, warum: "Nicht die Depressionen haben zugenommen, sondern die Diagnose wird häufiger vergeben. Das zeigt uns, dass Ärzte sensibilisierter und Patienten aufgeklärter sind als in der Vergangenheit. Psychische Leiden erleben ein steigendes Bewusstsein in der Gesellschaft."


Breitere öffentliche Wahrnehmung

Zudem gebe es bei den Betroffenen eine höhere Bereitschaft, sich zu outen und sich zur Erkrankung zu bekennen. Dadurch erlebe die Depression eine breitere öffentliche  Wahrnehmung und auch eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz, weiß Martin Lotze, Chefarzt der Heinrich-Heine-Klinik, Fachzentrum für Psychosomatik und Psychotherapie in Potsdam.

"Die zunehmende Individualisierung, die technologische Entwicklung, mit der man kaum Schritt halten kann, und zudem die veränderte Arbeitswelt, all das sind Risikofaktoren, die zu einer  depressiven Erkrankung führen können", so Lotze.


Millionen erkranken jährlich

Sechs Millionen Menschen erkranken jedes Jahr an Depressionen. Als häufige Ursache nennen Fachärzte die chronische Überbelastung im Arbeitsumfeld, die für ungesunden Stress sorgt, der seit Jahren größer wird. Chefärzte der Dr. Ebel Fachkliniken erleben immer häufiger erkrankte Arbeitnehmer, die über ihre Situation am Arbeitsplatz klagen. "Steigende Anforderungen, wie jederzeit erreichbar zu sein und in kürzerer Zeit immer mehr leisten zu müssen, multimedia- und multitaskingfähig zu sein – all das erzeugt Druck und eine Überforderung, die auf Dauer zu psychischen Problemen führen", meint auch Beate Görzel, Chefärztin der Dr. Ebel Fachklinik "Bergfried" in Saalfeld.


In der Thüringer Fachklinik sind über 77 Prozent der Patienten infolge der Diagnose Depression in Behandlung. Auch bestimmte soziodemographische Merkmale können eine erhöhte Gefährdung darstellen. So steige beispielsweise bei alleinstehenden Menschen die Wahrscheinlichkeit an Depressionen zu erkranken. "Einsamkeit und fehlender sozialer Rückhalt sind definitiv Risikofaktoren, die eine psychische Erkrankung begünstigen", sagt Tim Wagemann.  


Depression gut behandelbar

"Symptome wie traurige Stimmung, Antriebs- und Freudlosigkeit, aber auch Schlafstörungen oder Schmerzen, insbesondere im Rücken, können auf eine Depression hinweisen", sagt Arnd Ehlerding, Chefarzt der Klinik am Park in Bad Steben. Der Facharzt erklärt weiter: "Steht die Diagnose fest, kommt es je nach Ausprägung auf die richtige Therapie an. In den meisten Fällen ist die Depression gut behandelbar."


Behandlungsmöglichkeiten

Bei einer leichten Erkrankung können Medikamente oder eine ambulante Psychotherapie ausreichend sein. Die Kombination aus medikamentöser Behandlung und Psychotherapie ist insgesamt betrachtet die wirksamste Behandlungsform. In schweren Fällen ist eine stationäre Behandlung in einer Klinik oder Reha-Einrichtung sinnvoll. In einer stationären Therapie erhalten Patienten die nötige Auszeit und den Abstand, den sie brauchen, um sich vom überlasteten Alltag zu erholen und stressresistenter zu werden.


Hier greifen Behandlungskonzepte mit psychotherapeutischen Gesprächen, Entspannungsverfahren, Bewegungs- und Kreativtherapien, die ihnen Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Die Patienten werden dabei an die entscheidende Frage herangeführt, welche notwendigen Änderungsprozesse sie in ihrem Leben einleiten und durchführen sollten, damit es ihnen wieder besser geht.


Über diese Prozesse können die Patienten Stück für Stück ihre Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit wiedererlangen. Nach durchschnittlich fünf Wochen Aufenthalt in einer fachlich spezialisierten Klinik gehen die Patienten wieder in ihre Welt, oft gestärkt und mit der Aufgabe im Gepäck, ihren begonnenen Weg zu Hause fortzusetzen. Dass bei einem Großteil der therapierten Patienten der Klinikaufenthalt auch nach einem Jahr noch ein voller Erfolg ist, darüber sind sich die vier Chefärzte einig.


Weitere Informationen der Dr. Ebel Fachkliniken für Psychosomatik & Psychotherapie finden Sie unter den jeweiligen Kliniken: Heinrich-Heine-Klinik, Klinik Bergfried, Reha-Klinik am Park, Vogelsbergklinik und Ebel-Kliniken.

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