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Welche Anforderungen Frauen an Unternehmen stellen

Trotz freiwilliger Selbstverpflichtung und politischen Forderungen nach einer Frauenquote, ist die Führungsebene deutscher Unternehmen vorwiegend männlich besetzt. Warum bisherige Maßnahmen, wie gezielte Frauen- und Familienförderprogramme, bisher keinen Wandel brachten.

Welche Anforderungen Frauen an Unternehmen stellen

Trotz freiwilliger Selbstverpflichtung und politischen Forderungen nach einer Frauenquote, ist die Führungsebene deutscher Unternehmen vorwiegend männlich besetzt. Warum bisherige Maßnahmen, wie gezielte Frauen- und Familienförderprogramme, bisher keinen Wandel brachten.


Um die Gründe für die geringe Anzahl weiblicher Führungskräfte herauszufinden, hat Melanie Vogel, Veranstalterin des Messe-Kongresses women&work, eine Studie initiiert. Gefragt wurde nach den Wünschen und Bedürfnissen junger Akademikerinnen an ihre potenziellen Arbeitgeber.


Ergebnisse der Studie

Frauen wünschen sich in erster Linie ein gutes Betriebsklima im Unternehmen – weit vor den Aspekten Familien- oder Frauenförderung. Platz zwei geht an die kollegiale Zusammenarbeit, dicht gefolgt von Weiterbildungsangeboten auf Platz drei.


Das ist das Ergebnis einer Studie von Professor Alfred Quenzler von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Ingolstadt, bei der 182 junge Akademikerinnen zu ihren Wünschen und Bedürfnissen an ihre potenziellen Arbeitgeber befragt wurden.


Attraktivität von Unternehmen

Ziel der Studie war es, die Wünsche und Anforderungen angehender Akademikerinnen an potenzielle Arbeitgeber herauszufinden, aber auch zu fragen, welche Empfindungen sie in Bezug auf Karrierewünsche und Gleichstellung haben. Dafür wurden insgesamt 51 Kriterien definiert, die die Attraktivität von Unternehmen gegenüber jungen Hochschulabsolventinnen steigern könnten.


Dazu zählten "Unternehmensrelevante Fakten" wie beispielsweise Krisensicherheit oder Internationalität, "Arbeitszeitmodelle", aber auch "Unternehmenskultur und Umgangsformen im Unternehmen", "Familienfreundlichkeit" sowie "Karriereorientierte Unterstützung und Beratung für Frauen". "Für Unternehmen gibt es nicht nur gute Gründe, sondern auch die ökonomische Notwendigkeit, auf die Kompetenzen von Männern und Frauen zu setzen: Die aktuelle demografische Entwicklung, ein zunehmender Fachkräftemangel und vor allem das unternehmerische Eigeninteresse: Divers aufgestellte Unternehmen sind einfach erfolgreicher", sagt Melanie Vogel.


Ein Wandel ist notwendig

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass viele karrierefördernde Programme, die von den Unternehmen bereits angeboten werden, von den Frauen kaum angenommen werden, weil sie befürchten, dadurch negativ aufzufallen. Melanie Vogel meint dazu: "Das Fazit unserer Studie zeigt, dass Unternehmen zukünftig gut beraten wären, einen Perspektiven-Wechsel zu vollziehen: Nämlich das Thema Frauenförderung auszulagern, um den Frauen mehr Anonymität zu gewähren, wenn es um individuelle Weiterbildung – gerade in Bezug auf Frauen in Führungspositionen – geht." Und fügt hinzu: "Unsere Empfehlung lautet, dass Unternehmen noch vor der Implementierung von Familien- und Frauenförderprogrammen in ein gutes Betriebsklima investieren müssen, in dem Frauen und Männer gleichberechtigte Chancen des Aufstiegs, der familiären Auszeit und der Weiterbildung haben."


Weitere Informationen unter www.perspektiven-wechsel.net.

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