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Vertrauen Sie auf Ihre Fähigkeiten

Jeder Mensch geht unterschiedlich mit neuen Herausforderungen um. Einige stellen sich selbstbewusst unbekannten Aufgaben, andere stecken voller Selbstzweifel. Wie selbstbewusst Menschen neue Aufgaben angehen, hat dabei wenig mit ihren realen Fähigkeiten zu tun. Joachim Simon zeigt, woraus sich unsere Selbstwirksamkeit entwickelt.

Laut Untersuchungen des kanadische Psychologen und Lerntheoretikers Albert Bandura speist sich Selbstwirksamkeit vor allem aus folgenden vier Quellen: eigene Erfahrungen im Meistern von schwierigen Situationen; Lernen an Modellen und von Vorbildern; soziale und emotionale Unterstützung und physiologische sowie emotionale Zustände und Reaktionen.


Eigene Erfahrungen im Meistern von schwierigen Situationen 

Erfahrungen sind für den Ausbau der Selbstwirksamkeit sehr wichtig. Denn wer schon wiederholt die Erfahrung gesammelt hat, schwierige Aufgaben lösen zu können, traut sich dies auch künftig zu. Von besonderer Bedeutung sind sogenannte "mastery experiences". Sie entstehen, wenn eine Person eine Situation oder Aufgabe meistert, von der sie zunächst nicht wusste: Wie soll und kann ich sie lösen?


Lernen an Modellen und von Vorbildern

Beobachtet eine Person eine andere beim Lösen einer schwierigen Aufgabe, dann kann dies ebenfalls ihr Selbstvertrauen stärken – getreu der Maxime: "Wenn der oder die das kann, dann kann ich das auch!" Eine Voraussetzung hierfür ist: Zwischen den beiden Personen muss eine gewisse Ähnlichkeit bestehen. Sie müssen zum Beispiel eine ähnliche Biografie oder Persönlichkeitsstruktur haben.


Soziale und emotionale Unterstützung

Auch durch ermutigenden Zuspruch gewinnen Menschen Vertrauen in ihre Fähigkeiten – jedoch nur, wenn sie der Person, die sie anspornt, die erforderliche Kompetenz zum Beurteilen ihres Könnens zuschreiben. Ebenfalls positiv auf die Selbstwirksamkeit wirkt sich das Wissen aus: "Wenn es eng wird, kann ich auf Unterstützer zurückgreifen" – fachliche oder emotionale.


Physiologische sowie emotionale Zustände und Reaktionen

Menschen schließen aus ihren Emotionen und körperlichen Reaktionen auf ihre Fähigkeiten. Verspüren sie zum Beispiel Herzrasen, wenn sie vor einer Aufgabe stehen, dann denken sie meist unmittelbar "Ich kann das nicht" – häufig bevor sie die Machbarkeit analysiert haben. Deshalb ist es wichtig, die Ursachen der eigenen Emotionen und physiologischen Reaktionen analysieren zu können. Ist die Reaktion der Aufgabe angemessen oder handelt es sich nur um eine erste "Schreckreaktion"?


Die eigene Selbstwirksamkeit erhöhen

Die Kenntnis dieser Quellen ermöglicht es uns, Lernumgebungen zu kreieren, die die Selbstwirksamkeit fördern. Unabdingbar ist es, sich regelmäßig Herausforderungen zu stellen, bei denen man zunächst vermutet "Diese Aufgabe könnte mich überfordern". Denn an solchen Aufgaben wachsen wir.


Weiter lesen

Mehr zum Thema finden Sie im dritten Teil der Serie "Selbstentwickler werden". Im Artikel "Neue Aufgaben leichter meistern" zeigt Joachim Simon, wie Sie neue Herausforderungen annehmen und daraus lernen können.


Zum Autor

Joachim Simon ist Inhaber des Trainings- und Beratungsunternehmens simonconsult, Braunschweig, das unter anderem Seminare zum Thema "Selbstwirksamkeit erhöhen" für Führungskräfte und Projektleiter durchführt. Weitere Informationen finden Sie unter www.simonconsult.com.

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