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Speed-Dating fürs Business

Längst wird Speed-Dating nicht mehr nur bei der Partnersuche eingesetzt - auch bei der Jobsuche kommt es zum Einsatz. Das Ziel bleibt das Gleiche: innerhalb einer relativ kurzen und festgelegten Zeit möglichst viele Gesprächspartner etwas näher kennenzulernen. Mit diesen Regeln gelingt Ihnen eine erfolgreiche Kommunikation.

Speed-Dating fürs Business

Beim Speed-Dating wird schnell deutlich, dass jede Beziehung Kommunikation ist und jede Kommunikation Beziehung. Vom Lockerbleiben bei der Kontaktaufnahme, der Präsenz und dem w(r)ichtigen Gesprächseinstieg, der raffinierten Wortwahl bis zur Erkenntnis, dass ich nur wenig Zeit habe, einen kreativen Eindruck zu hinterlassen. Hier sechs Speed-Dating-Regeln als Basis jeder spannenden, kreativen und wertvollen Alltags-Kommunikation:    


1. Locker bleiben

Die erste Speed-Dating-Regel besagt, dass wir "ganz locker" sein sollen. Der Riegel im Kopf "den Job muss ich haben" ist mehr Blockade denn motivierende Zielgröße. Konzentrieren Sie sich auf das, was gerade jetzt geschieht! Es geht ja nicht um schwierige Verhandlungen, dort ist strategisches Vorgehen sinnvoll, es geht um den Alltag.


Vertrauen wir ruhig darauf, dass "es" schon richtig funktioniert. Aber nur, wenn auch die innere Haltung stimmt. Denken wir Schlechtes über eine Situation oder ein Gegenüber, kommt es auch so rüber. Umso wichtiger ist es, an der eigenen Haltung zu arbeiten. Die Dinge positiv-konstruktiv sehen, um sie dann eben auch mal ganz locker angehen zu können.  


2. Präsent sein

Alltägliches läuft Gefahr, "einfach so nebenbei" erledigt zu werden. Das Gespräch kurz mit dem Chef, der Kollegin, dem Kunden, der Mitarbeiterin wird im besten Fall inhaltsfokussiert geführt. Kurz, knapp, klar - so haben wir es gelernt. Doch die Präsenz gestaltet die Intensität unserer Alltags-Kommunikation. Unabhängig davon, ob die Worte richtig oder falsch gewählt sind, ankommen tun diese nur, wenn sie in möglichst höchster Präsenz ausgesprochen werden.


Genau so sollten wir auch in Dialog(e) gehen: keine automatisierten Sätze, sondern ein Bekenntnis zur Präsenz. Geht schneller, braucht weniger Vorbereitung, verlangt aber im Endeffekt mehr Vertrauen zu sich selbst. Dieses  prägt unsere Auftritte auch im Kleinen. Dabei hat "Selbstvertrauen" nichts mit Überheblichkeit zu tun. Es ist das Vertrauen in sich, zu wissen, dass ich mit Talenten und Fähigkeiten so gut ausgestattet bin, dass ich das Richtige zur richtigen Zeit sage und tue.


3. Offen bleiben

Dass Vorurteile einschränken ist hinlänglich bekannt. Darum gilt es, diese zu überwinden, und von oftmals irreführenden Eigen-Interpretationen abzusehen: Wenn Sie etwas über Ihr Gegenüber wissen möchten, dann stellen Sie eine Frage. Wenn Sie etwas sagen möchten, dann sagen Sie es.


Dabei gilt: Entweder interessiert es Sie wirklich, oder Sie deklarieren es ausdrücklich als Interpretation: "Ich habe die Vermutung, dass privat etwas nicht stimmt, liege ich da richtig oder falsch?" So erlangen Sie im Verlauf des Gesprächs einen fairen und ehrlichen Eindruck von Ihrem Gesprächspartner.  


4. Interessiere dich für den anderen

So banal wie einfach und doppelt schwer: Zuhören ist eine Königsdisziplin in der Kommunikation - gerade und erst recht im Alltag! Denn wenn zwei reden, heißt das noch lange nicht, dass es auch ein Dialog ist. Sehr häufig sind es sogenannte Doppelmonologe - beide erzählen abwechselnd ihre Geschichte.  


5. Lächle und sei freundlich

"Setzen Sie Ihr freundliches Gesicht auf, zeigen Sie Ihre Freude, jemanden zu treffen und denken Sie ans Positive jetzt und im Leben. Sie gewinnen als authentisch positive Person mehr." So steht es im Leitfaden zum Daten. Stellen wir uns vor, das Gespräch am Dating-Tisch beginnt mit den Worten "Hallo, ich bin Peter. Ich hatte eine schwere Jugend, im Moment habe ich kein Geld und mein Chef macht mich kaputt. Abgesehen davon finde ich die politischen Verhältnisse in unserem Land furchtbar".


Ehrlichkeit in allen Ehren ... aber Blumen gewinnen wir so keine! Das ist keine Aufforderung zum gequälten "Think-positive", sondern die klare Botschaft: Ohne innere, positive Haltung sind wir weder im Date noch im Alltag wirklich erfolgreich. Deshalb ist es wichtig, das Positive zu suchen. "Ich bin gerne bis um 16:00 Uhr persönlich für Sie da" ist inhaltlich gleich, aber eben doch ganz anders als "ich bin dann ab 16:00 Uhr weg".


Übrigens: Positive Verhaltensweisen einer "freundlichen" Person werden durch Lob und Zuwendung verstärkt. Ehrliches Lob und Zuwendung freuen im Grund jeden Menschen, sodass es ihm wiederum auch leichter fällt, freundlich und vertrauensvoll zu sein.  


6. Beginnen Sie mit einem netten Wort

Trotz aller Lockerheit und Authentizität - wichtig ist es, bei Gesprächsbeginn charmant, nett und  unverfänglich zu sein, um Missverständnisse zu vermeiden. Es kann durchaus sein, dass sich im Verlauf des Gesprächs zeigt, dass unser Gegenüber unseren Sinn für Humor teilt, aber diesen Sinn sollten wir zuerst kennen!


Erfahrene Speed-Dater empfehlen: "Beginne mit einem Lob." Beispielsweise: "Eine schöne Tasche haben Sie!" oder "Danke, dass Sie mir den Platz überlassen haben." Locker, positiv, nett, freundlich, offen, interessiert - und das mit dem Mehraufwand von ein paar wenigen, vor allem aber anderen Worten.


Mehr Infos unter www.atelier-ct.ch und www.stefanhaeseli.ch.

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