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Souverän im Vorstellungsgespräch

Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch ist die erste Hürde zu einer neuen Aufgabe genommen. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um sich mit folgenden Tipps von ihrer besten Seite zu zeigen und relevante Informationen über Ihren potentiellen neuen Arbeitgeber zu erfahren ...

Souverän im Vorstellungsgespräch

Beim Vorstellungsgespräch kommt es nicht nur darauf an, von seinen eigenen Qualitäten zu überzeugen. Auch über den potentiellen Arbeitgeber beziehungsweise Vorgesetzten sollte so viel wie möglich in Erfahrung gebracht werden, um anschließend eine gute Entscheidung für die berufliche Zukunft treffen zu können. Wenn Sie sich die nachfolgenden Tipps zu Herzen nehmen, können Sie Ihrem Bewerbungsgespräch ganz gelassen entgegen sehen:

 

Die richtige Vorbereitung

Informieren Sie sich im Detail über das Unternehmen, über die Gesprächspartner und über die offene Stelle. Nutzen Sie die Internetseite der Firma und machen Sie sich mit Geschichte, Produkten und Dienstleistungen, aktuellen Themen und mit den Menschen im Unternehmen vertraut. Notieren Sie sich beim Recherchieren Fragen, die Sie stellen wollen.

 

Mit überzeugendem  Selbstbild punkten

 

1. Ihre Stärken: Wenn Sie nach Ihren Stärken gefragt werden, vermeiden Sie Superlative und Aussagen wie: "Ich kann hervorragend organisieren." Beschreiben Sie stattdessen mit konkreten Beispielen, wie Sie erfolgreich bestimmte Situationen gemeistert haben.

 

2. Ihre Schwächen: Seien Sie sich auch Ihrer Schwächen bewusst und formulieren Sie diese positiv. Zum Beispiel können Sie sagen: "Mit PowerPoint habe ich bisher nur wenig gearbeitet. Ich kenne aber die Grundlagen und kann mir alles Wichtige bestimmt schnell aneignen."

 

3. Ihr Auftreten: Ein gepflegtes Äußeres ist ein Muss! Passen Sie Ihr Outfit an das Unternehmen und die Branche an. Im Zweifel ist ein konservativer Stil besser, als zu leger zu erscheinen. Zuviel des Guten sind in den meisten Branchen: Übermäßiges Make-Up, tiefes Dekolletee, sehr kurzer Rock und übertrieben designte Fingernägel. Sie sollten außerdem sicherstellen, dass Sie Ihrem Bewerbungsfoto möglichst ähnlich sehen - also bestenfalls immer ein aktuelles und professionelles Foto verwenden.

 

4. Aussprache: Auch Ihre Sprache ist wichtig: vermeiden Sie, Dialekt zu sprechen. Denn einerseits

kann dies zu Verständigungsschwierigkeiten führen, andererseits wirkt dies in einem professionellen Umfeld häufig deplatziert und unqualifiziert.

 

Angemessene Balance zwischen reden und zuhören finden

Reden Sie genug aber plaudern Sie nicht zu viel. Stellen Sie zwischendurch gerne Fragen, wenn Sie etwas nicht verstehen oder wenn Sie mehr wissen wollen. Sie werden viel erfahren und können so Ihr Bild von Ihrem vielleicht zukünftigen Arbeitsumfeld vervollständigen. Nutzen Sie Ihre Chance und werben Sie für sich, indem Sie das Gespräch aktiv mitgestalten. Damit geben Sie auch Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, Ihnen sein Unternehmen als attraktivenArbeitgeber zu präsentieren.

 

Souveränität bewahren

Seien Sie sich bewusst, dass Sie während eines Vorstellungsgesprächs unter Beobachtung stehen. Alles, was Sie sagen und tun (oder nicht sagen und nicht tun), wird registriert. Manchmal werden Ihnen Fragen gestellt, die Sie aus der Fassung bringen. Dem Fragenden geht es hier in der Regel darum, Ihre Reaktion zu sehen, weniger um die richtige Antwort. Daraus kann zum Beispiel abgeleitet werden, wie Sie mit Stress umgehen. Politisch korrekt zu bleiben ist hier besonders wichtig.

 

 

Tipp: Seien Sie so natürlich und spontan wie möglich und reagieren Sie in keinem Fall aggressiv oder pampig. Souverän wirkt es, wenn Sie zum Beispiel sagen: "Ich kann die Relevanz dieser Frage nicht nachvollziehen."

 

 

Fragen und Erwartungen formulieren

Zeigen Sie Kompetenz, indem Sie gut vorbereitete Fragen stellen und so Ihr Interesse am Unternehmen und an einer Zusammenarbeit deutlich signalisieren. Reiten Sie nicht zu sehr auf Themen herum, die den Interviewer an Ihren Prioritäten zweifeln lassen (wie zum Beispiel Überstunden, Gehalt oder sehr persönliche Forderungen). Geben Sie Ihrem Gesprächspartner das Gefühl, dass Ihnen gute Lösungen für beide Seiten wichtig sind.

 

Übung macht den Meister

Für Bewerberinnen ist es meist sehr hilfreich während des Bewerbungsprozesses konkrete Unterstützung zu haben. In der Regel weiß ein Personalberater sehr gut über das Unternehmen und die Anforderungen an Bewerberinnen Bescheid. Je mehr Informationen der Berater von einer Kandidatin bekommt, desto besser kann er entscheiden, ob sie zum Unternehmen und zum möglichen Vorgesetzten passt. Diskretion ist hierbei natürlich Ehrensache.

 

Ein guter Personalberater bereitet seine Kandidatinnen individuell auf das Bewerbungsgespräch vor und coacht sie wenn nötig mit Hilfe von Übungen oder klaren Tipps. Wenn gewünscht, werden zum Beispiel die Englischkenntnisse im Vorfeld getestet, um das Sprachniveau korrekt einzuschätzen.

 

Nach Interviews geben Auftraggeber dem Personalberater häufig detailliertes Feedback, das dieser der Bewerberin in geeigneter Form weitergeben kann. Besonders wenn es zu einer Absage kommt, kann sie so die Gründe besser nachvollziehen und gegebenenfalls beim nächsten Gespräch darauf achten.

 

 

 

Über die Autorin:

Verena Schiffer, Personalberaterin aus München, sucht und findet für Unternehmen aller Branchen erstklassig qualifizierte Assistentinnen der Geschäftsführung, Management-Assistentinnen oder Chefsekretärinnen. Mehr Infos unter www.vsconsulting.de.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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