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So führt die Seminarteilnahme zum Erfolg

Manchen Mitarbeitern gruselt es, wenn sie wissen, dass sie wieder zu einer Weiterbildungsmaßnahme "dürfen". Andere "saugen" die Inhalte auf wie ein trockener Schwamm das Wasser. Klar, es gibt gute und schlechte Trainer als auch passende und weniger passende Inhalte, die letztlich eine Weiterbildungsmaßnahme erheblich beeinflussen.

So führt die Seminarteilnahme zum Erfolg

Aber auch Sie als Teilnehmer haben eine hohe Mitverantwortung dafür, dass das Seminar schlussendlich dazu beiträgt, dass Sie Ihre Ziele besser erreichen. Oliver Schumacher, Experte und Trainer für Verkaufserfolge, gibt Tipps, wie Sie stärker von Weiterbildungen profitieren:


1. Die Zeit danach

Sobald Sie wissen, wann ein Seminar stattfindet, reservieren Sie für die Folgetage bewusst Zeit für den Lerntransfer. Es darf Ihnen nicht passieren, dass Sie sich sofort wieder in Ihren Alltagstrott hineinstürzen. Um Inhalte aus dem Seminar in Ihren Praxisalltag zu integrieren, müssen Sie Ihr Handeln und Tun verstärkt und regelmäßig reflektieren. Deswegen reservieren Sie bitte Zeit für die Planung und Reflektion ein. Blocken Sie beispielsweise für die darauffolgenden zwei Wochen jeweils 30 Minuten für ein gezieltes Denken. Es darf Ihnen nicht passieren, dass Sie vor lauter Arbeit nicht mehr zum Denken kommen. Darum sollten Sie am besten mindestens eine Stunde Zeit pro Woche für solche Aufgaben einkalkulieren - ob mit oder ohne Seminar.


2. Zielsetzung

Machen Sie sich bereits vor dem Seminar darüber Gedanken, was Sie inhaltlich mitnehmen wollen. Dies wird Ihre Wahrnehmung gezielt auf das richten, was Ihnen wichtig ist. Gewöhnen Sie sich am besten an, Dinge aufzuschreiben, die Ihnen noch Probleme im Alltag bereiten. Wenn Sie sich mit Ihren alltäglichen Herausforderungen nicht ausreichend beschäftigen, werden Sie sich schwer weiterentwickeln. Fragen Sie sich regelmäßig, wer oder was Ihnen Antworten auf Ihre Alltagsprobleme geben kann.


3. Umsetzung im Arbeitsalltag

Berücksichtigen Sie, dass meist nicht alles, was vermittelt wird, 1:1 umgesetzt werden kann. Jeder hat eine eigene Persönlichkeit und Art und Weise, Dinge zu tun. Damit Sie authentisch bleiben, sollten Sie sich immer schriftlich darüber Gedanken machen, wie Sie konkret kommunizieren und handeln werden.


4. Lösungen finden

Auch wenn es schwer ist: Sollte sich bei Ihnen der Gedanke "Das geht bei mir/uns nicht!" bilden, dann fragen Sie sich lieber "Wie könnte das bei mir/uns funktionieren?". Es gibt immer Lösungen. Lehnen Sie sich nicht mit den Ausreden "Das geht bei mir nicht!" oder "Das war schon immer so!" zurück. Vergessen Sie nicht: Sie sind für das verantwortlich, was Sie tun - aber auch für das, was Sie nicht tun.


5. Austausch

Suchen Sie sich andere Seminarteilnehmer aus, zu denen Sie den Kontakt mittelfristig aufrecht erhalten wollen. Diese Kontakte zu Gleichgesinnten können Sie zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch nutzen. Inspirieren Sie sich gegenseitig. Diskutieren Sie die Seminarinhalte und spielen Sie auf längeren Fahrten im Auto über die Freisprechanlage verschiedene Szenarien durch.


6. Lernerfolg festigen

Lernen ist wie Sport. Umso öfter Sie etwas machen, desto leichter fällt es Ihnen. Planen Sie regelmäßig Zeit für das Lernen ein. Wenn nicht mit Seminaren, dann mit (Hör-)Büchern oder Gesprächen unter Gleichgesinnten. Auch wenn viele Bücher zum Thema oft Überschneidungsbereiche haben, so heißt Wissen noch lange noch nicht Tun. Manche Dinge muss man tatsächlich zehn Mal gehört haben, bevor man überhaupt darüber nachdenkt, ob man es nicht vielleicht mal tun sollte …


7. Nicht alles auf einmal

Überfordern Sie sich nicht. Wenn Sie beispielsweise fünf Erkenntnisse gewonnen haben, dann erwarten Sie nicht, dass Sie diese automatisch am nächsten Tag umsetzen werden. Nehmen Sie sich einen Punkt heraus und fügen Sie diesen in Ihren Alltag ein. Sobald Sie ihn automatisch und authentisch umsetzen, fangen Sie mit dem nächsten Umsetzungspunkt an. Daher ist es sehr hilfreich, auf einem Blatt während des Seminars die wichtigsten Umsetzungspunkte sofort aufzuschreiben, da zum Seminarende sonst viele Dinge vergessen worden sind.


Fazit

Egal wie stark Sie die Inhalte fasziniert haben: Es kommt nicht darauf an, dass Sie diese wissen, Sie müssen diese auch umsetzen. Dazu reicht es nicht aus, wenn Sie nur zuhören und eifrig mitschreiben. Sie müssen sich auch die Zeit zur Reflektion und Umsetzung  einplanen, damit die Inhalte wirklich in Ihren Alltag integriert werden. Haken Sie Wissensimpulse nicht einfach ab, sondern beschäftigen sich kontinuierlich mit diesen. Sollte es Widerstände bei der Umsetzung geben, bleiben Sie dennoch am Ball. Trainieren Sie regelmäßig.


Oliver Schumacher

Oliver Schumacher ist Verkaufstrainer, Fachbuchautor und Berater für bessere Verkaufsresultate. Erfahren Sie mehr unter: www.verkaufsresultate.de

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