Menu

Selbstmarketing: Hier-komm-ich geht auch ohne Hoppla

Die „Marke Ich“: Klappern gehört zum Handwerk. Das gilt auch für Assistenzkräfte und ihre Projekterfolge. Doch die gute Arbeit läuft oft im Hintergrund ab und rückt sich nicht von allein in den Fokus. Dafür braucht man eine gute Strategie, erklären zwei Expertinnen.

Self Branding

Klappern allein reicht nicht mehr. Self Branding heißt inzwischen die Devise, d. h. sich mit einem klaren Profil sichtbar zu machen.

Auch wenn das Stellenprofil von Büro zu Büro variiert: Die Menge an Projektarbeit von Assistenzen sorgt für einen abwechslungsreichen Wirkungsbereich, oft mit verantwortungsvollen Aufgaben. Aber wer bekommt das überhaupt mit? Selten werden ihre Ergebnisse namentlich in großer Runde vorgestellt. Und so wissen oft nicht mal enge Kollegen, geschweige denn die Chef-Chefs, welche Perlen in den eigenen Reihen sitzen. Wenn es beispielsweise um interessante neue Posten geht, werden sie dann schlicht übersehen.

Gestiegene Notwendigkeit

„Beruflicher Erfolg ist nun mal zu 30 Prozent eine Frage des Selbstmarketings“, schreibt etwa die Karrierebibel. Klappern allein, das reicht allerdings nicht mehr. Self Branding heißt für Experten inzwischen die Devise. „Digitalisierung und Globalisierung der Wirtschaft haben dazu geführt, dass die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt größer wird“, erklärt Dr. Petra Wüst, Expertin für Self Branding und Coach aus Basel. „Damit steigen auch das Bedürfnis und die Notwendigkeit, mit einem klaren Profil sichtbar zu werden und sich abzuheben.“

Dazu komme noch die Geschwindigkeit der Transformation: „Konstanter Wandel und häufig wechselnde Stakeholder erfordern, dass ich meine Person, meinen Beitrag und meine Motivation schnell und klar positioniere. Damit mein Umfeld weiß, wer ich bin und wofür ich stehe.“

Eine Marketingstrategie in eigener Sache also. Aber wie lässt sich die Herausforderung, die eigene Leistung auch über das Büro des Vorgesetzten hinaus sichtbar zu machen, ganz praktisch meistern? Im Tagesgeschäft finden sich auf jeden Fall mehr Gelegenheiten, als den meisten vermutlich bewusst ist. „Selbstmarketing geschieht nicht nur in Präsentationen in der großen Runde“, so Dr. Wüst, „sondern in ganz alltäglichen Situationen: an der Kaffeemaschine, im Fahrstuhl, auf dem Weg ins Personalrestaurant, bei der Bürofeier.“

Immer, wenn wir die Frage „Wir geht es dir?“ hören, haben wir die Chance, etwas Positives über unsere Arbeit zu sagen und auf einen Erfolg hinzuweisen. Das hat nichts mit Eigenlob zu tun. „Wenn ich ganz natürlich über meine Arbeit und meinen Beitrag spreche und dabei Positives hervorhebe, statt immer nur auf den Schwierigkeiten herumzureiten, habe ich bereits sehr viel getan für meine Sichtbarkeit. Ich werde dann von meinem Umfeld als Gewinnerin gesehen und nicht als die, die immer Probleme hat. Selbstmarketing ist keine Hexerei.“

Wichtig ist jedoch die Strategie. Und da hapert es oft schon an der Vorbereitung. Den Experten zufolge wird die Grundlagenarbeit meist vergessen, gerade für die Marke „Ich“. Um im Bild zu bleiben: Die Markenidentität etwa spiegelt unsere Stärken und Werte wider, bringt zum Ausdruck, woran wir glauben, wofür wir stehen, was uns antreibt. Sie zählt zu Self Branding genauso dazu wie das Markenleitbild für den planerischen Blick und die Markenkommunikation mit den Maßnahmen (siehe Kasten).

Selbstmarketing braucht immer ein Ziel, skizziert auch Brigitte Herrmann, Potenzialberaterin und Autorin, einen der wichtigsten Eckpfeiler. Konkret bedeutet das: Warum möchte oder sollte ich Selbstmarketing betreiben? Wo möchte ich in den nächsten zwei bis vier Jahren hin? Was soll dann anders sein? Wie komme ich da hin, was brauche ich dazu? Dazu gehört auch: Welche Wünsche habe ich, welche Interessen? Warum will ich da hin? Was ist danach besser als heute? Wichtig sei das, so Herrmann, „weil mir dadurch klarer und verständlicher wird, warum es mir so wichtig ist. Erhoffe ich mir mehr Anerkennung, Geld, Renommee, Sinn, Verantwortung, Macht? Da gibt es ganz viele Facetten“.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in working@office 10.2019. Hier geht es zum Gratis-Test.

Self Branding: Die Kernelemente der „Marke Ich“

Aus drei Hauptelementen setzt sich zusammen, wie wir uns im Job in Szene setzen können. Self-Branding-Expertin Dr. Petra Wüst erklärt die Komponenten der Strategie:

Markenidentität: Sie spiegelt unsere Stärken, Werte und Leidenschaften wider und bringt zum Ausdruck, woran wir glauben, wofür wir stehen und was uns antreibt. Hier steht die Frage im Vordergrund: Wer bin ich?

Markenleitbild: Es beinhaltet den planerischen Blick nach vorne. Was möchten wir mit welchen Hilfsmitteln und mit wem erreichen, und an welche Grundsätze halten wir uns?

Markenkommunikation: Sie ist die Kommunikation und der Auftritt unserer Marke. Mit ihr werden die Maßnahmen definiert, die unsere Marke sichtbar machen und ins Rampenlicht rücken. Hier geht es um die Frage: Wie spreche ich selbstbewusst über Erfolge und wie mache ich sie bekannt?

Quelle: Dr. Petra Wüst

Weitere Artikel aus der Kategorie "Karriere"

career@office

Die Messe mit Kongress für Sekretärinnen und Assistentinnen

 

 

Ihre career@office 2019

05.09.2019: Köln, Congress-Centrum Nord

Weiterbildung

Seminare für Office-Professionals

Starten Sie durch in Richtung Erfolg! Seminare, Kongresse und Fernlehrgänge von A wie Ablage bis Z wie Zeitmanagement.

OFFICE SEMINARE hat garantiert das richtige Weiterbildungskonzept für Ihre Bedürfnisse. www.office-seminare.de