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Selbst ist die Firma

Bessere Qualität, geringere Personalkosten: Noch haben wir alle die vermeintlichen Benefits des Outsourcings im Ohr. Jetzt werden die Argumente wieder laut - aber für die Kehrtwende. Jeder fünfte Betrieb holt Arbeit zurück.

Selbst ist die Firma

Bessere Qualität, geringere Personalkosten: Noch haben wir alle die vermeintlichen Benefits des Outsourcings im Ohr. Jetzt werden die Argumente wieder laut - aber für die Kehrtwende. Jeder fünfte Betrieb holt Arbeit zurück.

 

Jahrelang schwammen auf ihr kleinere To-dos und sogar ganze Unternehmensbereiche wie Ballast davon. Mit der Outsourcing-Welle strömten die Aufgaben von den eigenen Mitarbeitern fort und spülten bei externen Dienstleistern an.

 

 

Eine Chefassistentin erinnert sich

"Peu à peu wurde immer mehr rausgegeben, Schreibarbeiten aus dem Sekretariat etwa, der Farbdrucker im Rahmen eines Betreibermodells, dann die IT, der Reinigungsdienst, die Hausverwaltung“, erinnert sich Petra Gronen, ehemalige Chefassistentin einer Computerzeitschrift in München, die sich inzwischen mit einem eigenen Büro selbstständig machen will, weil der Verlag, wie so viele andere Betriebe, Funktionen ver- und ausgelagert und damit etliche Stellen eingespart hat. Die Aufträge der kleinen und großen Firmen landeten vor Ort, vor allem aber Fließrichtung Billiglohnländer.

 

Krabben pulen in Marokko

Die Buchhaltung amerikanischer Großkonzerne etwa erledigen Arbeitskräfte im indischen Bangalore. Dort lassen laut Nachrichtenmagazin Focus auch Krankenhäuser Röntgenaufnahmen über Nacht von Radiologen begutachten. Call Center für deutsche Versandhändler sitzen in Irland, Designer-Label werden in China gestichelt, Nordseekrabben in Marokko gepult. "Und längst schon stammen die Einzelteile deutscher Nobelkarossen aus Zulieferbetrieben in Südkorea, Polen oder Taiwan, montiert werden sie in Ungarn", schrieb Focus noch vor einem Jahr. "Waren und Dienstleistungen werden dort produziert und erbracht, wo es am preiswertesten ist."

 

Katerstimmung

"Basar-Ökonomie" nennt Hans-Werner Sinn, Chef des Münchener Ifo-Instituts, die Waren- und Jobwanderungen im Zeichen der Globalisierung. Aber ist die Produktion im Ausland tatsächlich billiger? "Oft stimmt das nur auf den ersten Blick", griff das manager magazin die sich mehrenden Anzeichen einer Kehrtwende auf. "Viele Unternehmen, die Betriebe auslagern, halsen sich hohe Kosten auf - und manche kehren reumütig zurück." "Auf den Korkenknaller folgte der Kater", hakte das Wirtschaftsmagazin Capital Anfang des Jahres den Outsourcing-Boom vorerst ab. Es werden offenbar immer mehr, die umdrehen: der Spielzeughersteller Kreft etwa, der Antennenbauer Kathrein, die Aufzugsfirma Otis oder der Maschinenbauer Vietz, listete Capital auf. Ihre Erfahrungen im Ausland seien so ernüchternd, dass das Argument der deutlich niedrigeren Löhne und Produktionskosten nicht mehr ziehe.

 

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