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Gegenseitiges Lernen: Frag doch einfach Generation Y

Reverse Mentoring: Die klassische Regel, dass Jung von Alt lernt, gilt so einseitig schon lange nicht mehr. In puncto Innovation ist es oft umgekehrt. Das nutzen Unternehmen mittlerweile für ihre eigenen Wissensstrukturen: Mit Mentoring-Programmen, die ganz besondere Tandems zusammenbringen.

Reverse Mentoring

Coaching von jung nach älter – das bezeichnet man als Reverse Mentoring.

Daimler tut es, IBM auch. Beide Unternehmen setzen auf Coaching von jung nach älter – das bezeichnet man als Reverse Mentoring. Dabei geht es vor allem um Themen wie Digitalisierung und neue Arbeitstools.

Kathrin Schnurr, zuständig für Human Resources and External Affairs Communications bei Daimler, präzisiert: „Thematische Schwerpunkte beim Reverse Mentoring sind beispielsweise der konkrete Umgang mit Apps, zeiteffiziente Kollaborationstools, Blockchain und Artificial Intelligence. Aber auch Themen wie mobiles Arbeiten und Life Balance werden in den Tandems diskutiert.“

Über Gespräche sollen Denkanstöße gegeben werden, sodass Mentor und Mentee neue Wege finden und ihre Arbeit immer besser machen können. Denn die Millennials, also die zwischen 1981 und 1998 geborenen jungen Mitarbeiter, gehen generell anders, nämlich offener und meist auch deutlich gekonnter mit neuen Kanälen um. Digital Natives verstehen digitale Geschäftsmodelle von morgen intuitiver, was Unternehmen sinnvoll nutzen sollten.

„Durch die Umkehrung der klassischen Mentoring-Beziehung erhalten die Mentees aus dem Management neue Perspektiven und Ideen, während die Mentorinnen und Mentoren, meist junge Nachwuchs-Talente, als Sprachrohr für ihre Generation fungieren und so frische Impulse zu denjenigen bringen, die über Veränderungen im Unternehmen und dessen zukünftige Ausrichtung entscheiden“, erklärt Uta Menges, IBM Diversity & Inclusion Leader für die Region BeNeLux + DACH.

„Vornehmliches Ziel des Reverse Mentorings ist es, die digitale Fitness im Unternehmen insgesamt zu erhöhen, Prozesse und Strukturen zu verjüngen, gewohnte Kommunikations- und Arbeitsweisen an die Erfordernisse der Zukunft anzupassen sowie ältere Kollegen, Führungskräfte und das Top-Management mit der Lebenswelt der Millennials vertraut zu machen“, fasst es Anne M. Schüller, Business Coach und Buchautorin zusammen.

Junge Talente sichtbar machen

Kathrin Schnurr von Daimler, erklärt: „Reverse Mentoring ist ein fester Bestandteil unserer Qualifizierungsangebote und findet bei uns beispielsweise im Kontext der Digitalisierung Anwendung. Mit dem Ziel, Know-how generationenübergreifend zu vermitteln, nutzen wir mit diesem Format die unterschiedlichen Stärken unserer jungen und unserer erfahreneren Kollegen.“ Uta Menges von IBM fügt hinzu: „Neben dem Austausch von unterschiedlichen Sichtweisen und neuen Ideen fördern Reverse Mentoring Programme gezielt den Nachwuchs im Unternehmen und machen junge Talente mit ihren Skills und Kompetenzen für das Management sichtbar.“ Es gibt also jede Menge Gründe, Reverse Mentoring einmal auszuprobieren.

Drei Erfolgsfaktoren für Reverse Mentoring
  1. Das Matching: Das Mentoring-Tandem sollte abteilungs- und hierarchieübergreifend zusammengesetzt sein. Dazu können zum Beispiel Speed Datings durchgeführt werden. Wie bei der Partnersuche gilt es dabei herauszufinden, wer mit wem am besten zusammenpasst. Die Teilnehmer lernen sich in einem etwa fünfminütigen Gespräch kennen. Danach wechseln sie Tisch für Tisch zum jeweils nächsten potenziellen Partner. Am Ende ziehen alle Bilanz und entscheiden, mit wem sie das Reverse Mentoring durchführen möchten.
  2. Die Themen: Die Tandems setzen ihre Schwerpunkte selbst und bestimmen Umfang und Frequenz der Treffen. Neben dem konkreten Umgang mit vernetzter Software, mit Apps, mit sozialen Netzwerken, dem Web und neuen Technologien kann es auch um die Einstellung und Haltung der jungen Generation im Allgemeinen gehen. Ferner können Arbeitswelt und Lebensweise der Millennials sowie Zeitgeist und angesagte Trends zur Sprache kommen.
  3. Professionalität: Der Mentor braucht nicht nur eine hochgradige fachliche Expertise, sondern auch Verständnis, Einfühlungsvermögen, Kommunikationstalent und diplomatisches Geschick. Er muss zwar gut erklären können, seinen Mentee-Partner vor allem aber selbst machen lassen, wenn es um digitale Anwendungen geht. Da der Mentor in aller Regel jung ist, ist ein Vorabtraining in Sachen Mentoring-Methodik überaus sinnvoll.

Quelle: Fit für die Next Economy, von Anne M. Schüller u. Alex T. Steffen

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