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Mobbing am Arbeitsplatz

Erfolgreiche Teams bestehen aus starken, unterschiedlichen Charakteren. Doch gerade diese Stärke bringt oft Zwist mit sich und die Gruppendynamik zeigt ihre hässliche Seite: Einer wird ausgegrenzt.

Mobbing am Arbeitsplatz

Susanne Martens (Name von der Redaktion geändert) blüht auf, wenn Genauigkeit gefragt ist, sie sich strukturiert einen Plan zurecht legen kann und freut sich im Stillen, wenn dieser funktioniert. Als Sekretärin eines Abteilungsleiters bei einem großen Softwarehersteller war sie bei ihrer Arbeit bisher ganz in ihrem Element. Doch mit einer Beförderung kam sie plötzlich in Verlegenheit, wenn schnellere Entscheidungen gefordert waren, als die Mittdreißigerin sie gewohnt war zu treffen.


"Kollegen in ähnlichen Positionen schauten auf mich herab und tratschen über mich hinter meinem Rücken", berichtet die Bürokauffrau. Das bemerkten nicht nur sie, sondern ebenso ihr Chef. Sie hatte Angst, nicht für voll genommen zu werden. Mehrfach überlegte sie sich zu kündigen. Jedoch reagierte ihr Chef rechtzeitig mit klärenden Gesprächen und vor allem mit einer passenden Weiterbildung für Frau Martens: "Es gibt recht simple Methoden, damit so hirnlastige und introvertierte Menschen wie ich nicht in Panik oder Starre verfallen müssen, wenn es um schnelle Entscheidungen und verantwortungsvolle Situationen geht", sagt Martens. Mittlerweile machen diese ihr sogar Freude, denn so ist sie ein wichtiger Teil der Gruppe. Die Erfahrung, Aufmerksamkeit und auch Anerkennung zu bekommen, ist angenehm. Beispielsweise habe sie gelernt, erst einmal tief zu atmen. Und falls das nicht hilft, den Kollegen die Fragen zu stellen, die sie für sich selbst beantworten muss, um sicher genug für die Entscheidung zu sein. Nur eben nicht mehr im Stillen für sich, sondern gemeinsam mit den anderen.


Rollenverteilung in der Gruppe

"Man braucht immer einen dominanten Typus in der Gruppe, der bringt die Ergebnisse. Der Menschenorientierte sorgt für den Zusammenhalt und die gute Stimmung, der Stetige für das Durchhaltevermögen und der Gewissenhafte überprüft die Ideen auf Schwachstellen", sagt Personalexperte und Bestsellerautor Jörg Knoblauch.


Fachliche Kompetenz

Doch nicht nur entscheidungsstarke Persönlichkeiten eignen sich für verantwortungsvolle Positionen. Gerade bei Assistenten und im mittleren Management zählt vor allem das Fachliche. Zu oft sind die Inhalte aus einem zweitägigen Seminar für bessere Entscheidungsfähigkeiten in der Stresssituation vergessen. Deshalb nützen Menschen wie Frau Martens direkt vor einer Konferenz, in der sie den Chef vertritt, passende E-Learning-Instrumente wie prägnante Kurskapitel mit Checklisten und ein entsprechendes zwei- bis fünfminütiges Kurzvideo, um sich sicherer zu fühlen.

Durch die Instrumente wiederholt sie kurz, welche Schritte sie durchgehen will und bekommt ein motivierendes Beispiel, wie sie am besten zum Punkt kommt und die Entscheidung herbeiführt.


Persönlichkeitstraining mit E-Learning

"Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung sind stark nachgefragt", sagt Stefan Janssen, Europa-Chef des E-Learning-Anbieters Skillsoft. Mehr als 40 Themengebiete zu in Summe je einer Stunde umfasse deshalb das Trainingsspektrum "Leadership Advantage". Hier lernen Führungskräfte, Stellvertreter und Assistenten, wie sie Erwartungen und die Spielregeln für das Team kommunizieren oder Zielvereinbarungen und Meetings so gestalten, dass sie für das Klären aller Konflikte sorgen und so den "Flurfunk" ablösen.


Führungsverantwortung

Je unterschiedlicher die Teammitglieder einer Belegschaft, desto größer ist der Output. Schwieriger wird hier jedoch die Kommunikation, weil man sich mehr aufeinander einstellen muss. "In unserem Betrieb fruchteten Anweisungen bei einem Mitarbeiter nicht", erzählt der Geschäftsführer eine Elektrotechnik-Firma in Bayern. Selbst wenn der Meister dem Mann die Aufgabe drei, vier Mal erklärte, wurden die Ergebnisse nicht besser.


Mitarbeiterkommunikation

"Irgendwann bekamen wir durch Regressforderungen der Kunden echte finanzielle Probleme", sagt der Firmeninhaber, der anonym bleiben will. Beim Teamcoaching kam heraus, dass der Chef seine Kommunikation umstellen musste. Er hatte seinen Mitarbeiter sprachlich überfordert. Heute achtet er darauf, in eindeutigen Beispielen zu erläutern und Anweisungen mit konkreten Handlungsaufforderungen zu untermauern.


Der 50-Jährige will frühzeitig auf Mobbing reagieren und Konflikte vermeiden. Deshalb bildet er sich sukzessiv weiter: Beinahe täglich um fünf Uhr geht er kurze, animierte Kurse mit Tests zum Thema "Konflikte bewältigen" oder "Konfliktlösungsstrategien" am PC durch.


Und um seine Leute im Betrieb zu halten, hat der Chef gelernt, jedem noch mehr auf Augenhöhe zu begegnen: "Ich frage mein Gegenüber erst, ob er jetzt meine Meinung hören will", gibt der Bayer ein Beispiel. Das stetige Lernen und veränderte Verhalten zahle sich aus. Die Arbeitsatmosphäre habe sich deutlich gebessert.


Erfahren Sie mehr zu den E-Learning-Programmen unter www.skillsoft.de.

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