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Mitarbeitermotivation

Burn-Out-Syndrom, Schlafstörungen, chronische Schmerzen - Arbeitnehmer klagen immer häufiger über stressbedingte Probleme. Die Motivation lässt durch zu viel Stress nach, Arbeiten werden weniger schnell erledigt, obwohl der Angestellte die Annahme hat, dass er immer schneller fällige Sachen erledigt, aber dennoch die Stapel der unbearbeiteten Aufträge immer größer werden und nie schrumpfen - ein Teufelskreis. Wie Sie mit gezielten Schritten das Arbeitsklima verbessern und die Mitarbeitermotivation deutlich erhöhen können.

Burn-Out-Syndrom heißt, dass der Angestellte ausgebrannt ist und sich erst vollständig regenerieren muss, ehe er sich wieder voller Tatendrang in die Arbeit stürzen kann. Aber auch Schlafstörungen oder chronische Schmerzen sorgen für eine verminderte Leistung des Mitarbeiters, teilweise führt das Unwohlsein zu Krankmeldungen. Diese kosten den Arbeitgeber Geld - zwischen 400 und 750 Euro am Tag pro fehlendem Angestellten, wie die Infografik von incentimo.de zeigt. Es gilt daher, den Stress zu reduzieren und die Motivation wieder zu erhöhen. Wer motiviert arbeitet und Freude an seiner Tätigkeit hat, nimmt Stress weniger negativ wahr als Menschen, die ihre Arbeit nicht gerne verrichten. Für die Unternehmen ist es daher vorteilhaft, wenn sie für attraktive Arbeitsbedingungen sorgen und damit den wahrgenommenen Druck seitens der Angestellten reduzieren.


1. Attraktive Rahmenbedingungen schaffen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Arbeitsplatz und das gesamte Arbeitsklima für den Angestellten zu verbessern. Es liegt an der jeweiligen Firma, welche Maßnahmen ergriffen werden - alle sind bei weitem nicht nötig, wenn sie den Arbeitsablauf zu sehr stören oder aus Kostengründen nicht einzusetzen sind. Für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen sollten die Unternehmen aber zumindest versuchen, ein oder zwei der hier vorgestellten Punkte aufzugreifen


1.2  Klare Aufgabenverteilung

1.3  Zusagen einhalten - im kleinen wie im großen Bereich

1.4  Anerkennung und Lob

1.5  Flexible Arbeitszeiten


1.1 Transparente Entscheidungswege

Wenn eine Entscheidung nicht nachzuvollziehen ist, demotiviert dies in den meisten Fällen. Es erinnert einen wieder an die frühe Kindheit, wenn Eltern einem einfach etwas verboten haben, ohne dies genau zu begründen. Die Angestellten sind aber keine Kinder mehr. Sie wollen die Hintergründe einer Entscheidung verstehen und auch die Argumentationskette, die dahin geführt hat, nachvollziehen, sofern dies für ihren Arbeitsbereich wichtig ist. Es ist notwendig, dass die Vorgesetzten transparente Entscheidungswege vorleben und die Mitarbeiter umfassend informieren - dieses Verhalten wird sich auf die Angestellten übertragen, sodass sie auch untereinander darüber kommunizieren und die Transparenz in jeder Ebene gegeben ist.



Die  Entscheidungswege sollten transparent kommuniziert werden, damit die Mitarbeiter diese nachvollziehen können.


 



1.2 Klare Aufgabenverteilung

Wenn Aufgaben nicht klar verteilt werden, ist die Chance groß, dass sie keiner erledigt - oder sogar mehrere Mitarbeiter zur gleichen Zeit, sodass einige umsonst gearbeitet haben. Dies motiviert nicht, da so andere Aufgaben liegen bleiben, die den Stress erhöhen. Es ist wichtig, dass das Team klar kommuniziert, wer für welche Arbeiten zuständig ist - wenn das unter den Angestellten selbst nicht gut klappt, ist der Vorgesetzte dafür verantwortlich, beschreibt  zeitblueten.com. Unsicherheiten und doppelte Arbeit sowie daraus resultierende Demotivation treten nicht auf, sofern die Kompetenzen klar verteilt sind.



 Klare Aufgabenverteilung ist wichtig, damit jeder weiß, für was er zuständig ist.



1.3 Zusagen einhalten - im kleinen wie im großen Bereich

Ein Vorgesetzter, der seine Zusagen nicht einhält, verliert an Autorität und demotiviert seine Mitarbeiter. Wenn beispielsweise ein Angestellter Urlaub beantragt und sein Chef ihm sagt, dass er die Zu- oder Absage bis zum nächsten Tag um 12 Uhr mittags hat, dann muss sie zu der Zeit da sein. Auch ein Gespräch wegen einer Beförderung oder Gehaltserhöhung sollte nicht ohne Grund verschoben werden oder gar ausfallen. Es gilt, die Mitarbeiter durch das Einhalten von Terminen oder festen Zusagen zu motivieren - so fühlen sie sich wichtig genommen und nicht einfach ersetzbar.


1.4 Anerkennung und Lob

Wer nie ein Lob für seine Arbeit hört, dafür aber ständig negative Kritik, wird sich bald keine Mühe mehr geben. Fehlende Anerkennung der eigenen Arbeitsleistung demotiviert. Besonders ausgeprägt ist dies, wenn die anderen Kollegen zeitweise ein Lob erhalten. Der Vorgesetzte muss darauf achten, dass Anerkennung und Lob gleichmäßig verteilt wird - zwar nicht auf Ergebnisse, die kein Lob verdienen, aber jeder Mitarbeiter erledigt Aufgaben zur Zufriedenheit seines Vorgesetzten; dies ist zu kommunizieren, damit die Motivation erhalten bleibt.



 Ein Handschlag, um Anerkennung oder Lob auszudrücken, hilft bei der Erhaltung der Motivation der Mitarbeiter.



1.5 Flexible Arbeitszeiten

Entspannte Mitarbeiter sind motivierter. Die Entspannung hängt zu einem großen Teil mit dem persönlichen Biorhythmus und Lebensablauf zusammen; einige sind Frühaufsteher, andere sind vor 9 Uhr oder 10 Uhr nicht leistungsfähig - daran ändern auch frühe Arbeitszeiten nichts. Flexibilität ist hier die Maßnahme, die die Mitarbeitermotivation erhöhen kann. Jeder hat zwar eine bestimmte Wochenstundenanzahl vorgeschrieben, aber es ist nirgends festgelegt, dass diese von 8 Uhr bis 17 Uhr sein muss. Bei flexiblem Arbeitsbeginn ist es aber wichtig, eine Kernzeit festzulegen, beispielsweise dass alle Mitarbeiter mindestens von 10 bis 15 Uhr am Platz sein sollen, wie lange sie davor oder danach arbeiten, ist aber generell nicht wichtig ist.



 Wer morgens nur schwer in aller Früh aus dem Bett kommt, wird flexible Arbeitszeiten zu schätzen wissen.
 



2. Den Stress am Arbeitsplatz reduzieren

Wenn die attraktiven Rahmenbedingungen bestehen, gilt es, den Stress zu reduzieren. Dieser verschwindet immerhin nicht, nur weil die Mitarbeiter motivierter sind. Es gibt einige Maßnahmen, die Vorgesetzte ergreifen können, damit die Mitarbeiter etwas entspannter ihre Arbeit erledigen können. Je nach Möglichkeiten sollten diese eingesetzt werden, um die Angestellten nicht zu überfordern und damit sie ihre Arbeit sorgfältig und gewissenhaft erledigen.  


2.1  Deadlines nicht zu kurzfristig setzen

2.2  Den Mitarbeitern genug Spielraum für eigenes Zeitmanagement lassen

2.3  Pausen zum Krafttanken nutzen




 
Zu eng gesetzte Deadlines sorgen für hohen zeitlichen Druck und damit für schlechtere Arbeitsergebnisse.



2.1 Deadlines nicht zu kurzfristig setzen

Besonders unter Zeitdruck entstehen die häufigsten Fehler. Der vielgerühmte Spruch „Unter Druck entstehen Diamanten“ stimmt nicht immer - vor allem nicht, wenn der Druck auf der Zeit begründet liegt und nicht auf den Ansprüchen des Kunden oder Vorgesetzten. Vorgesetzte sollten die Deadlines nicht zu kurzfristig angeben; wenn die Zeit zu knapp ist, um gute Ergebnisse zu liefern, setzt die Demotivation ein: Warum sollten sich Angestellte beeilen, wenn ihre Arbeit doch nicht wirklich gut ist? Mit ein bisschen lockerer gesetzten Fristen ist daher eine erhöhte Arbeitsbereitschaft der Mitarbeiter festzustellen.


2.2 Den Mitarbeitern genug Spielraum für eigenes Zeitmanagement lassen

Wer im Arbeitsleben steht, ist nicht mehr in der Schule. Schon an der Universität werden die meisten Studenten mit ihrem Zeitmanagement alleine gelassen, sogar zu den Seminaren und Vorlesungen müssen sie nicht unbedingt gehen. Es gilt, sich selbst zu organisieren und die für sich beste Arbeitsweise zu finden - wer einmal so eigenverantwortlich gearbeitet hat, gibt dies nur schwer wieder auf. Vorgesetzte sollten daher genug Vertrauen in ihre Mitarbeiter beweisen und sie ihren eigenen Tagesplan aufstellen lassen. Die Angabe von Fristen ist möglich, aber nicht eine detaillierte Aufforderung, was wann erledigt werden soll. Bekommt der Angestellte sozusagen einen Stundenplan vorgelegt, wird seine Motivation schnell nachlassen.



 Zum eigenverantwortlichen Arbeiten gehört das Zeitmanagement - Unternehmen sollten Mitarbeitern genug Freiraum lassen, damit sie dieses selbst festlegen können.



2.3 Pausen zum Krafttanken nutzen

Eine hohe Konzentration und Kreativität eines Menschen ist nicht durchgängig vorhanden. Das sogenannte Mittagstief kennen viele Angestellte: Die Leistung fällt ab, am liebsten würde derjenige am Arbeitsplatz einschlafen. Der Gesetzgeber schreibt daher sogar eine Pause vor: Bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und mehr dürfen dreißig Minuten Pause genommen werden, bei mehr als neun Stunden gelten sogar fünfundvierzig Minuten als angebracht; weitere Informationen dazu bietet wandtattoo.de. Die Angestellten sollten diese Zeit wirklich als Pause nutzen. Schnell ein Brot am PC essen, zählt nicht.


Ein Spaziergang um den Block, das Kantinenessen mit den Kollegen oder ein entspannt getrunkener Kaffee in der Büroküche sind gute Möglichkeiten, um seine Energiereserven wieder aufzufüllen. Eine Erreichbarkeit für Arbeitsthemen sollte in dieser Zeit außerdem nicht gegeben sein: Pause bedeutet, dass der Mitarbeiter nicht am Platz ist und daher auch keine Aufgaben erledigen kann. Erst nach der Pause ist er in dieser Hinsicht wieder anzusprechen. 



 Ein entspannter Kaffee in der Mittagspause lädt die Energiereserven wieder auf.



3. Einen Ausgleich zur Arbeit schaffen

Wer den ganzen Tag nur mit seiner Arbeit zu tun hat und in der Freizeit keinen richtigen Ausgleich schafft, wird schnell keine wirklich gute Laune mehr bekommen. Es liegt aber nicht nur in der Organisation der Angestellten, dass sie in der Freizeit genug gute Laune und Motivation für die Arbeit aufbauen, sondern auch in der des Arbeitgebers. Wenn der Arbeitsplatz selbst für gute Laune sorgt, ist es in der Freizeit nicht mehr so gravierend, wenn kein richtiger Ausgleich erreicht wird. Unternehmen sollten sich daher darum kümmern, dass ihre Mitarbeiter in entspannter Atmosphäre ihrer Arbeit nachgehen können.


3.1  Feel-Good-Manager sorgt für gute Laune

3.2   Sport erhöht den Teamgeist 


3.1 Feel-Good-Manager sorgt für gute Laune

Diese Position in Unternehmen ist noch relativ neu. Es gibt erst seit einigen Jahren in Deutschland diesen Trend, der aus den USA herübergekommen ist. Feel-Good-Manager beschreibt eine Position, die dafür sorgt, dass es jedem Mitarbeiter gut geht. Vor allem in Start-Up-Unternehmen, die schnell groß geworden sind, hat sich dies bewährt. Die Geschäftsführer möchten die Kultur beibehalten, die sie auch schon mit 50 oder weniger Mitarbeitern hatten, allerdings ist es bei über 100 Angestellten schwierig, noch jeden zu kennen und auf jeden einzugehen.


Feel-Good-Manager sorgen dafür, dass niemand untergeht: Sie organisieren Firmenveranstaltungen, planen Feierabendtreffen, haben ein offenes Ohr für Kritik; so beschreibt Magdalena Bethge, Feel-Good-Managerin bei Jimdo, ihren Job gegenüber karrierefuehrer.de. Mit einem motivierten und organisierten Menschen auf dieser Position ist es Unternehmen möglich, ihre Kultur und damit das Arbeitsklima entscheidend zu verbessern. 

  


 Mit Sport wird der Teamgeist gefestigt, sodass die Zugehörigkeit zum Unternehmen und damit die Motivation steigt.





3.2 Sport erhöht den Teamgeist 

Ein gesunder Körper ist am besten durch Sport und gesunde Ernährung zu erhalten. Während viele Menschen mittlerweile darauf achten, was sie zu sich nehmen, kommt der Sport oft immer noch zu kurz. Die Firma kann aber dafür sorgen, dass die eigenen Angestellten sich fit halten; durch gemeinsame Lauftreffs oder eine günstigere Mitgliedschaft in einem kooperierenden Fitnesscenter. Sogar ein Personal Trainer kann für die Firmenfitness engagiert werden, wie unternehmer.de beschreibt. Neben der körperlichen Betätigung fördert Sport außerdem das Teamgefühl. Neben dem Effekt, dass ein Ausgleich zur Arbeit geschaffen wird, werden die Angestellten zudem emotional enger gebunden und identifizieren sich eher mit der Firma. Dies bedeutet wiederum eine höhere Motivation - wer sich in einem Unternehmen wiederfindet und wohlfühlt, wird seine Kreativität lieber in die Arbeit stecken als jemand, der dies nicht tut. 


4. Stärken und Schwächen der Mitarbeiter kennen

Damit jeder effektiv arbeiten kann, müssen die Vorgesetzten die Stärken und Schwächen ihrer Angestellten kennen. Es ist immerhin nicht von Vorteil, wenn jemand, der gut organisieren kann, nur Akten abheften und Termine bestätigen muss. Das Potenzial jedes einzelnen Mitarbeiters muss erkannt und genutzt werden - selbst jemand, der in einem Bereich anscheinend völlig versagt, kann sich in einem anderen zu dem besten Mitarbeiter entwickeln, auf den die Firma nicht mehr verzichten will. Die Motivation kommt in diesem Fall beinahe von allein - wer gefordert und gefördert wird und Fortschritte an sich selbst entdeckt, geht motivierter zur Arbeit mit dem Vorhaben, noch ein bisschen besser zu werden. Wer allerdings in einem Bereich eingesetzt wird, der ausschließlich seine Schwächen zutage bringt, wird jeden Tag demotivierter sein - immerhin hat er so die Annahme, dass er nichts richtig machen kann und keine Bereicherung für die Firma ist.



 
Stärken und Schwächen der Angestelltenmüssen bekannt sein, damit aus einem demotivierten ein motivierter Mitarbeiter wird



5. Fazit

Die Mitarbeitermotivation trägt entscheidend zum Firmenerfolg bei. Es sollte daher im Interesse jedes Unternehmens sein, die Angestellten gut gelaunt und zufrieden an ihrem Arbeitsplatz zu wissen. Durch die dargestellten Punkte ist dies zu erreichen - allerdings ist eine gewisse Führungsqualität seitens des Vorgesetzten trotzdem nicht zu unterschätzen. Er leitet sein Team und sorgt dafür, dass sich jeder wohl fühlt - oder auch nicht. Es gab schon Firmen, die nicht Leute aus einem schlecht arbeitenden Team entlassen haben, sondern deren Vorgesetzten. Mit einem neuen  Leiter war die Qualität der Ergebnisse und der Arbeit direkt eine viel bessere. Dies zeigt, dass nicht nur die Angestellten dafür verantwortlich sind, gute Arbeit zu leisten. Die Atmosphäre in der Firma und im Umgang mit ihren Kollegen spielt eine entscheidende Rolle. 


Quellen:

www.incentimo.de/stressfaktor-arbeit/

www.wandtattoo.de/worte/buero/weniger-stress-bei-der-arbeit.html

www.unternehmer.de/management-people-skills/165247-5-tipps-gegen-gestresste-mitarbeiter-infografik

www.fuerstenberg-institut.de/newsletter/mitarbeiterfuehrung-bei-hohem-stressaufkommen/

www.focus.de/finanzen/karriere/management/motivation/tid-5265/motivation_aid_53777.html

www.zeitblueten.com/news/mitarbeiter-motivieren/

www.karrierefuehrer.de/magazine/hochschulen/feelgood-manager.html 


Bilder:

Abbildung 1: © incentimo.de

Abbildung 2: pixabay.com © geralt CC0 1.0

Abbildung 3: © Style Media & Design - Fotolia.com

Abbildung 4: © lianna2013 - Fotolia.com

Abbildung 5: © milanmarkovic78 - Fotolia.com

Abbildung 6: pixabay.com © Basti93 CC0 1.0

Abbildung 7: © Trueffelpix - Fotolia.com

Abbildung 8: pixabay.com © jelo-hx CC0 1.0

Abbildung 9: © Christian Schwier - Fotolia.comAbbildung 10: © MH - Fotolia.com   

    

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