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Mit Rhetorik überzeugen

Wenn Sie eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch erhalten, hat sich Ihre Bewerbung durchgesetzt. Natürlich ist das erst einmal ein sehr gutes Zeichen. Jetzt kommt es darauf an, dass Sie Ihr Gegenüber auch mit Ihrer Redekunst überzeugen. Tipps dazu gibt hier Bewerbungstrainerin Sibylle May.

Mit Rhetorik überzeugen

Wenn Sie eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch erhalten, hat sich Ihre Bewerbung durchgesetzt. Natürlich ist das erst einmal ein sehr gutes Zeichen. Jetzt kommt es darauf an, dass Sie Ihr Gegenüber auch mit Ihrer Redekunst überzeugen. 


Schon die alten Griechen und Römer pflegten die Rhetorik, die Kunst der guten, überzeugenden und wirkungsvollen Rede. Rhetorische Aspekte lassen sich auch einsetzen, um im Bewerbungsgespräch zu überzeugen.


Ihr Auftritt

Ihre Wirkung auf andere basiert auf drei Säulen: 


  • Sichtbare Aspekte: ca. 60 Prozent 

  • "Der Ton macht die Musik" – ca. 35 Prozent 

  • Inhalte ca. 5 Prozent

Einen nachhaltigen und guten Eindruck bei anderen zu hinterlassen ist eine Fähigkeit, die Sie benötigen, um im Beruf Erfolg zu haben. Je besser Sie die Kunst der Rede beherrschen, umso erfolgreicher werden Sie sein.


Das Redetempo

Das Redetempo ist eine Frage des Temperaments und daher eine Frage der  Persönlichkeit. Dennoch sollten Sie sich einiger Auswirkungen des Redetempos bewusst sein.


Extreme vermeiden

Zu schnelles Reden, wie es sehr häufig aus Nervosität geschieht, wird intuitiv auch als Nervosität von den Zuhörern wahrgenommen. Die gezeigte Hektik überträgt sich auf Ihre Gesprächspartner, sie fühlen sich überfordert und überfahren. Zu langsames Reden dagegen wirkt schwerfällig und unengagiert.


Abwechslung

Wechselndes Sprechtempo kann ebenfalls die Spannung erhöhen. Bremsen Sie, wenn Sie etwas unterstreichen oder betonen wollen. Danach können Sie wieder beschleunigen. Gleichbleibendes Sprechtempo schläfert dagegen ein.


Die Lautstärke

Auch hier gilt: Wechseln Sie die Lautstärke, bleiben Sie nicht eintönig. Das wirkt dynamisch und selbstsicher. Natürlich dürfen Sie nicht zu leise werden, das gefährdet die Verständlichkeit. Auch zu laut und emotional dürfen Sie nicht werden, denn das wirkt unangenehm und dominant auf die Gesprächspartner.


Machen Sie Pausen

Jeder, der spricht, braucht Pausen. Dort können und müssen Sie vor allem atmen. Kurze Pausen sind daher in Vorstellungsgesprächen nichts Ungewöhnliches. Sie brauchen sie allerdings auch, um nach bestimmten Formulierungen zu suchen, um sich zu sammeln, Spannung aufzubauen oder um Wichtiges zu betonen. Auch Ihre Zuhörer brauchen diese Pausen, um das, was Sie ihnen sagen, "verdauen" zu können.


Argumente statt Behauptungen

Wenn Sie jemanden von sich überzeugen wollen, müssen Sie in der Regel argumentieren.

Aber es genügt nicht, einfach etwas zu behaupten, um das Ziel "überzeugen“ zu erreichen.

Argumentationen sind, um es einfach zu sagen, komplexe Äußerungen, die zum einen aus Ihren Thesen bestehen und zum zweiten aus so genannten Fakten, die Ihre Thesen stützen sollen. Denn nur damit erreichen Sie die nötige Plausibilität und Überzeugungskraft für Ihre Thesen.


Gesprächsförderer

Nutzen Sie die folgenden Verhaltensweisen als Gesprächsförderer; Sie ermutigen und bestätigen Ihren Gesprächspartner damit, weiterzureden: 


  • Umschreiben/wiederholen Sie mit eigenen Worten, was der andere gesagt hat.

  • Fassen Sie zusammen.

  • Klären Sie, bringen Sie Sachverhalte auf den Punkt.

  • Fragen Sie nach.

  • Versetzen Sie sich in die Lage des anderen.

  • Lassen Sie Ihr Fachwissen durchblicken, aber nicht "raushängen".

  • Zollen Sie dem Gesprächspartner Anerkennung.

  • Erfragen Sie den Stand der Gegenseite.

  • Lassen Sie sich nicht herausfordern.

  • Hören Sie zu.

  • Zeigen Sie Gefühle.

Körpersprache

Die Sprache vermittelt Informationen, die Körpersprache aber gibt Hinweise darauf, wie man diese Informationen bewertet. Tipps für eine überzeugende Körpersprache beim Bewerbungsgespräch lesen Sie im nächsten Teil. 


Über die Autorin

Sibylle May ist seit 1991 selbständig als Trainerin und Beraterin mit eigenem Beratungsbüro. Ihre Schwerpunkte: Training & Seminare, Coaching, Personalberatung, Bewerber- und Karriereberatung. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und Artikel, u.a. aus dem Gabler-Verlag "Praxishandbuch Chefentlastung".

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