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Gehaltsverhandlung: 7 Strategien, wie Sie Ihren Marktwert bestimmen

Wir alle möchten für unsere Arbeit geschätzt werden. Mindestens genauso wichtig ist es, dafür auch angemessen entlohnt zu werden. Doch wie bestimmt man den eigenen Marktwert, von welchen Fakten ist er abhängig, wie kann man ihn testen – und vor allem: Wie lässt er sich steigern? Die sieben wichtigsten Strategien.

Falsche Bescheidenheit ist bei Gehaltsverhandlungen ebenso unangebracht wie eine überzogene Forderung. Sieben Strategien, wie Sie Ihren eigenen Marktwert ermitteln und steigern ...

1. Informieren Sie sich

Halten Sie sich auf dem Laufenden, welche Gehälter in Ihrer Branche üblich sind und wie viel andere Arbeitnehmer mit vergleichbaren Qualifikationen verdienen. Für solche Recherchen gibt es im Internet entsprechende Portale. Dort können Sie anhand Ihrer Branche, Ihrer Position sowie Ihrer Region oder Stadt Ihr Gehalt mit dem dort ermittelten Durchschnittswert vergleichen.

Diese Portale können allerdings nur eine Richtlinie geben, da sie größtenteils von den Meldungen der User leben und damit nur ungefähre Zahlen liefern. „Oft ist unklar, wie alt oder neu die Vergleichszahlen sind. Offizielle Gehaltsstatistiken liegen meistens höher als der Markt, da die Zahlen aus Personalabteilungen kommen“, weiß die Karriereberaterin Svenja Hofert. „Zusammengefasst können Statistiken nur einen groben Hinweis darauf geben, wo Sie mit Ihrem Gehalt im Vergleich zu anderen stehen, zum Beispiel müssen zusätzliche Faktoren wie die Unternehmensgröße mit einbezogen werden.“

Recherchieren Sie deshalb zusätzlich, welche Studien und Statistiken es für Ihre Branche gibt, zum Beispiel von Berufsverbänden. Wenn Sie im öffentlichen Dienst arbeiten, ist ein Gehaltscheck relativ einfach über die tariflichen Entgelttabellen möglich.

Was verdienen die anderen?

Auf diesen Portalen können Sie recherchieren:

2. Tauschen Sie sich aus

Svenja Hofert
Svenja Hofert ist Management- und Karriereberaterin sowie Autorin von mehr als 30 Sach- und Fachbüchern.

Der Satz „Über Geld spricht man nicht“ ist kein guter Ratgeber, wenn es darum geht, sich über Ihr Gehalt zu informieren. Tauschen Sie sich darüber aus, was die derzeit üblichen Gehälter sind. Gerade in Gesprächen mit Freunden oder Kollegen, die in einer ähnlichen Position arbeiten, können Sie gute Informationen darüber bekommen, wo Sie mit Ihrem Gehalt stehen.

Vergleichen Sie sich außerdem mit den Qualifikationen oder Kompetenzen Ihrer Kollegen. Wenn Sie besser dastehen und trotzdem weniger verdienen, sollten Sie an Ihren Verhandlungskompetenzen arbeiten. Svenja Hofert rät dazu, im Austausch mit anderen kritisch zu bleiben. „Wenn Sie sich über Ihr Gehalt informieren möchten, sollten Sie sich nicht auf eine oder zwei Aussagen verlassen. Denn einerseits sind Gehälter sehr individuell und von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Andererseits wird bei Gehaltsangaben auch manchmal gelogen. Das fällt mir vor allem im Internet auf, wo in einschlägigen Foren Angaben zum Beispiel zu Einstiegsgehältern gemacht werden, die so einfach nicht stimmen können.“

Verschaffen Sie sich also einen breitgefächerten Eindruck und holen Sie so viele Informationen wie möglich ein. Je vielfältiger Ihre Quellen sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie ein realistisches Bild bekommen.

Die Expertin

Svenja Hofert ist Management- und Karriereberaterin sowie Autorin von mehr als 30 Sach- und Fachbüchern („Was sind meine Stärken? Entdecke, was in dir steckt“ erschienen bei Gabal, 2016). Gemeinsam mit Thorsten Visbal ist sie Geschäftsführerin des Weiterbildungsinstituts Teamworks GTQ GmbH in Hamburg.

Unterstützt von Maja Skubella leitet sie die Karriereberatung „Karriere & Entwicklung“. Sie bloggt auf dieser Seite und im Teamworks-Blog. Seit 2003 schreibt sie für Spiegel Online und hat dort seit 2010 eine eigene Kolumne. Seit 2016 bloggt sie auch bei der Huffington Post.

3. Seien Sie realistisch und selbstbewusst

Apropos realistisch: Wussten Sie, dass beim Gender-Gap zwischen Männern und Frauen nicht nur äußere Faktoren, sondern auch die Selbsteinschätzung von Frauen eine Rolle spielt? Eine Studie der Internationalen Hochschule Bad Honnef, Bonn (IUBH) hat herausgefunden, dass Frauen ihre Leistungen deutlich kritischer einschätzen als ihre männlichen Kollegen. Die Differenz zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung ist bei ihnen um rund ein Drittel höher als bei Männern: Sie bewerten ihre Stärken selbst niedriger als ihr direktes Umfeld diese einschätzt.

Nehmen Sie sich diesen Befund zu Herzen und machen Sie sich ein realistisches Bild Ihrer Position. Gehen Sie Ihre Qualifikationen, Kompetenzen und Erfolge im Einzelnen durch. Versuchen Sie, sich Ihren Lebenslauf und die Dinge, die Sie beruflich erreicht haben, von außen anzuschauen. Sie werden überrascht sein, wie positiv plötzlich vieles erscheint, wenn Sie die Perspektive wechseln und sich auf Ihre Stärken konzentrieren. Denn eines ist sicher: Sie werden nur überzeugend für sich auftreten können, wenn Sie an Ihre eigenen Stärken und Kompetenzen glauben.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der working@office-Ausgabe 02 | 2018. Hier geht es zum Gratis-Test ...

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