Menu

Können Frauen führen? Teil II

Nach wie vor sind Frauen in Führungspositionen nicht nur in der Minderheit; sie müssen auch um die ihnen entgegengebrachte Akzeptanz als Führungskraft in einem von Männern dominierten Umfeld kämpfen. Liegt ein Grund dafür in ihrer sozialeren Körpersprache?

Frauen benötigen weniger Raum

Weibliche Körpersprache ist rücksichtsvoller und bescheidener als männliche. Sie enthält weichere, fließendere Bewegungen, hat einen geringeren Platzbedarf und nimmt Rücksicht auf den Raum anderer. So nehmen Frauen beispielsweise im Stand weniger Raum ein, weil ihre Füße näher beieinander stehen, während dieser Abstand bei Männern größer ist und – je nach Situation - bis zur „Revolverheld-“ oder „Türsteher-Position“ reicht.  

 

Weiche Bewegungen

Verkündet eine Frau im beruflichen Kontext eine Entscheidung bzw. will diese durchsetzen, wird sie im Normalfall dabei nicht von ihrer persönlichen Kommunikationsform abweichen – warum auch? Ganz selbstverständlich geht sie davon aus, dass man ihre Kompetenz und ihren Status akzeptiert. Ein Beispiel: Während ein Mann sagt: „Erledigen sie das bis morgen!“, fragt eine Frau: „Könnten Sie das bitte bis morgen erledigen?“ Dabei unterstützt sie ihre Aussage vielleicht mit einer nach oben geöffneten Handfläche und weicheren – nicht harten, kantigen – Bewegungen.

 

Vorschlag oder Order...

Da kann beim männlichen Gegenüber, der einen – männlichen - Hinweis mit dem Zeigefinger auf die bis morgen zu erledigende Arbeit als klare Order verstanden hätte, durchaus schon mal das Gefühl entstehen, man habe ihm soeben einen Vorschlag unterbreitet, dem man ja mal nachgehen könnte – oder eben auch nicht. 

 

Anderes Kommunikationsverhalten

Klare Anweisungen müssen in jeder Weise klar kommuniziert werden; nicht nur verbal sondern auch körpersprachlich. Anderenfalls kann es leicht passieren, dass nicht nur die Anweisung, sondern mit der Zeit auch die dahinter stehende Person in Frage gestellt wird. Gerade im Hinblick auf ein modernes Frauenbild ist das politisch zwar höchst unkorrekt; doch nach wie vor noch immer nicht selten. Menschen in Macht- und Führungspositionen entwickeln im Lauf der Jahre ein anderes Kommunikationsverhalten: Sprache wird deutlicher, der Blick intensiver,  Gesten werden knapper und der beanspruchte Raum wird größer. 

 

Als Führungskraft akzeptiert

Neben fachlichen Kompetenzen sind sowohl Ehrgeiz, Wille als auch die Fähigkeit zur Führung notwendige Charaktereigenschaften, die man von vornherein mitbringen oder sich erarbeiten muss. Zwangsläufig entwickelt sich dabei eine Körpersprache, die diesbezüglich deutliche Signale sendet. Und bei allem Verständnis für soziale Harmonie: Wer darauf zuviel Rücksicht nimmt, wird zwar von Vielen gemocht – doch nur von wenigen als Führungskraft akzeptiert. Dies gilt für Männer wie für Frauen. Wobei sich letztere aufgrund mangelnder Einsichtsbereitschaft der Männer vermutlich mehr anstrengen müssen. Sei es nun politisch korrekt oder nicht. 

 

Der Autor

Jan Sentürk ist Autor, Speaker und Trainer für Körpersprache und Kommunikation. Für TV-Produktionen analysiert er Politiker und Prominente. Auf der career@office erklärt er in seinem Vortrag und seinen Workshops die Unterschiede zwischen weiblicher und männlicher Körpersprache und erklärt, wie Sie professionell auftreten.

 

Teil I: Können Frauen Führen?

Weitere Artikel aus der Kategorie "Karriere"


career@office

Die Messe mit Kongress für Sekretärinnen und Assistentinnen.

Ihre career@office 2018

04.04.2018: Hamburg, Handelskammer

18.04.2018: Frankfurt, Kap Europa

21.06.2018: München, MTC

10.10.2018: Köln, Congress-Centrum Nord

Weiterbildung

Seminare für Office-Professionals

Starten Sie durch in Richtung Erfolg! Seminare, Kongresse und Fernlehrgänge von A wie Ablage bis Z wie Zeitmanagement.

OFFICE SEMINARE hat garantiert das richtige Weiterbildungskonzept für Ihre Bedürfnisse. www.office-seminare.de