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Können Frauen die Welt retten? (Teil 2)

"Ja!", sagt Sabine Asgodom, denn Frauen sind sperriger und stellen unangenehme Fragen wie: "Warum müssen wir für viele Milliarden den Mars erobern? Was will der Mensch, äh, der Mann da? Haben wir nicht genügend Herausforderungen auf der Erde?"

Können Frauen die Welt retten? (Teil 2)

Im ersten Teil der Sieben Thesen erklärt Sabine Asgodom, dass angesichts der globalen Wirtschaftskrise das männliche Prinzip an die Wand gefahren und warum das risikoscheue und nachhaltige Agieren von Frauen jetzt angesagt ist. Allerdings ist ein Umdenken nötig ...

 

6. Frauen kennen Selbstzweifel

Und sie kämpfen mit Selbstzweifeln. Sind daher bemühter, fleißiger und einsatzfreudiger. Sie wollen Dinge verstehen und ordentlich tun und machen dafür Überstunden. Sie versprechen nicht zu viel und tun alles, um Versprochenes zu halten. Die Chance, dass sie selbstgefällig werden, ist gering. Männer halten sich für überlegen und unangreifbar. Ich habe immer wieder beobachtet: Bei Fehlern sprechen Frauen von "Ich", Männer von "Wir", bei Erfolgen ist es genau andersherum: Frauen sagen "...haben wir...", Männer sagen "...ist es mir gelungen..." Frauen setzen auf Teamleistung und sagen es auch. Ein international arbeitender Unternehmensberater hat neulich in der Zeitschrift "Wirtschaft und Weiterbildung" berichtet, dass Top-Banker, die er befragt hat, nicht wussten, was Derivate sind. Ihre eigenen Banken haben Milliardenumsätze und dann -verluste damit gemacht. Und sie selbst konnten ihre Produkte nicht erklären.

 

7. Frauen sind sperriger

Frauen sind kritischer und nicht so leicht zu überzeugen. Frauen trauen sich, Fragen zu stellen, wenn sie etwas nicht verstehen. Sie fahren weniger auf das Bullshit-Bingo ab, bei dem Worthülsen durch den Raum geschossen werden. Ich behaupte: Frauen können nicht so gut dienen. Männer nehmen das Gesabbel hin und machen sich anschließend darüber lustig. Eine Frau gibt sich die Blöße und fragt: "Was meinen Sie mit Kollateralschaden?" Sie fragen auch nach dem Sinn von technischem Streben. Beispielsweise: Warum müssen wir für viele Milliarden den Mars erobern? Was will der Mensch, äh, der Mann da? Was steckt dahinter? Haben wir nicht genügend Herausforderungen auf der Erde? Zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser! Ist das nicht Herausforderung genug?

 

Und jetzt noch drei Provokationen dazu:



1. 
 Frauen können nur die Welt retten, wenn sie sich dazu zur Verfügung stellen. Wenn sie nicht tatenlos oder hämisch den Männern beim Versagen zuschauen. Oder sogar von männlichen Verhalten vergnügt profitieren.
2. Frauen können nur die Welt retten, wenn sie sich für die Weltgemeinschaft interessieren, nicht nur für die eigene Sippe. Think global, act local bekommt da eine ganz neue Bedeutung.
3. Frauen können nur die Welt retten, wenn sie ins Risiko gehen, mit ihrer Meinung, mit ihrer Überzeugung, mit ihrer Klugheit, mit ihrer Unsicherheit, mit ihrer Unangepasstheit, mit ihren vermeintlichen Defiziten, die sich als ein Geschenk entpuppen werden. Also wenn sie sich trauen, sich einzumischen.
    Über die Autorin
    Sabine Asgodom ist Management-Trainerin, Coach, Buchautorin und tritt als Toprednerin auf Kongressen und Veranstaltungen auf. Im Blog unter www.frauen-retten-die-welt.de will sie eine öffentliche Diskussion anstoßen. Vom 8. bis 9. Oktober moderiert sie den diesjährigen Office Kongress zum Thema "Effizienz" von Sekretariat Seminare.
     
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