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Sie stecken beruflich in der Sackgasse oder sind von einem Jobverlust bedroht? Dann sollten Sie eventuell einen Karriereberater kontaktieren, um eine neue berufliche Perspektive zu entwickeln. Worauf Sie bei der Beraterwahl achten sollten ...

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Sie stecken beruflich in der Sackgasse oder sind von einem Jobverlust bedroht? In der Situation ist es unter Umständen sinnvoll, einen Karriereberater zu kontaktieren, um eine neue berufliche Perspektive zu entwickeln. Worauf Sie bei der Beraterwahl achten sollten ...


Gerade wenn es gilt sich beruflich neue zu orientieren ist professionelle Unterstützung sinnvoll. Wir haben einige Fragen für Sie zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen können einen guten Berater zu finden.




Welche Biografie hat der Berater?

Um einen Profi-Berater von "Möchte-Gern-Beratern" unterscheiden zu können empfiehlt es sich einen Blick auf die Biografie des Coachs zu werfen. Denn in den zurückliegenden Jahren machten sich viele Männer und Frauen als Karriereberater selbstständig, die sich zuvor jahrelang erfolglos mit ihrer eigenen Karriere beschäftigt hatten. Prüfen Sie also, wie erfolgreich Ihr potenzieller Berater seine eigene berufliche Biografie gestaltet hat, bevor Sie ihm Ihre künftige Karriere anvertrauen.


Womöglich gehört der Berater zur Gruppe "ehemalige Führungskräfte". Manch Führungskraft, die in der Krise ihren Job verlor, kam nach dem Genuss einer Outplacement- oder Karriereberatung auf die Idee: "Das kann ich auch". Diese Berater erkennen Sie daran, dass sie nicht mit ihrer Beratererfahrung und -qualifikation für sich werben, sondern mit ihren früheren Erfolgen als Manager. Aber eine erfolgreiche Führungskraft ist noch lange kein guter Karriereberater.


Wo liegt sein Arbeitsschwerpunkt?

Generell lassen sich drei Gruppen von Karriereberatern unterscheiden. Da ist zunächst das Heer der "Freelancer", die auf eigene Rechnung und projektbezogen für größere Beratungsgesellschaften arbeiten. Von diesen freien Beratern sind viele durchaus kompetent. Sie verfügen aber oft nicht über die nötige personelle und informationstechnische Infrastruktur, um solche Leistungen wie "Job-Search" und "Aktive Vermittlung" qualifiziert anzubieten. Auch ein Beraterwechsel zu einem Kollegen mit anderer Spezialisierung ist bei einem "Einzelkämpfer" bei Bedarf nicht möglich – beispielsweise zum Klären einer Existenz-Gründungsidee.


Die zweite Kategorie bilden die Großen der Branche, die bundesweit oder sogar international Büros haben. Diese Unternehmen sind zum Teil gewerkschafts- oder arbeitgebernahe Beratungskonzerne oder Töchter großer Zeitarbeitsfirmen. Sie sind zumeist darauf spezialisiert, Gruppenoutplacements durchzuführen – selbst wenn sie diese in ihren Angeboten als individuelle Beratung bezeichnen. Für diese benutzen sie häufig standardisierte Beratungskonzepte, die von Freelancern abgearbeitet werden.


Die dritte Gruppe bilden regional verwurzelte mittelständische Beratungsgesellschaften, die häufig inhabergeführt sind. Diese führen zum Teil auch Outplacements durch. Sie kümmern sich aber zudem intensiv um Spezialisten und Führungskräfte aus der Region, die eigeninitiativ eine neue Stelle suchen. In der Regel verfügen diese Unternehmen aufgrund ihrer jahrelangen regionalen Präsenz über ein fein gesponnenes Beziehungsnetzwerk für das aktive Vermitteln. Außerdem bieten sie solche Leistungen wie Coaching, Eignungsdiagnostik und Gründungsberatung an.


Welches Netzwerk hat der Berater?

Ein Berater der bereits länger in seinem Beruf arbeitet kann in der Regel auf ein breites Beziehungsnetzwerk zurückgreifen. Hinterfragen Sie dieses Netzwerk, wenn Sie Wert auf ein aktives Vermitteln legen. Denn der Arbeitsmarkt gleicht einem Eisberg: Die meisten Stellen sind unter der Wasseroberfläche verborgen.


Vergleichen Sie ...

Wie so oft gibt es auch bei der Karriereberatung eine Korrelation zwischen Preis und Qualität. Etablierte Anbieter berechnen pro Beratungsstunde 140 Euro aufwärts; für Coaching zwischen 160 und 250 Euro pro Stunde. Selbstzahler können diese Kosten zwar als Werbungskosten von der Steuer absetzen, trotzdem ist diese Investition nicht gering. Schauen Sie sich deshalb, bevor Sie sich für einen Berater entscheiden, mehrere an. Checken Sie insbesondere deren Ausbildung, Netzwerk, Referenzen und berufliche Biografie. Und lassen Sie Ihren Bauch mitentscheiden. Denn eine konstruktive Zusammenarbeit setzt auch Sympathie und Vertrauen voraus.


Zum Autor

Frank Adensam ist geschäftsführender Gesellschafter der ADENSAM Die Personalberater GmbH, Ludwigshafen am Rhein.

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