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Die Strategie der Stehauf-Männchen

Im Verlauf unseres Lebens müssen wir alle den ein oder anderen Tiefschlag einstecken. Mit der Strategie der Stehauf-Männchen lernen Sie, Ihre kleinen und großen Krisen zu managen ...

Die Strategie der Stehauf-Männchen

In eine Krise geraten wir  dann, wenn wir eine Situation als bedrohlich erleben und die eigenen Möglichkeiten, sie zu beeinflussen, als gering einschätzen. Verstärkt wird diese Einschätzung, wenn erste Bewältigungsversuche fehlgeschlagen sind.

 

Krisen zielen auf Weiterentwicklung

Mit Krisen umzugehen lernt man nur, wenn man in Krisen steckt. Nun gibt es Menschen, die selbst widrigste Situationen unbeschadet überstehen. Die stecken Rückschläge weg und gehen sogar gestärkt aus Misserfolgen hervor. Die legen mit einer "Jetzt-erst-recht-Haltung" los, statt aufzugeben. Diese Menschen gehören zur Gruppe der "Stehauf-Männchen". Sie verfügen über "Resilienz". In der Psychologie heißt das so viel wie "seelische und psychische Widerstandsfähigkeit".  Die gute Nachricht ist: Resilienz ist keine angeborene Fähigkeit. Die meisten Faktoren, die die eigene Widerstandskraft begünstigen, kann man lernen und fördern.

 

Was tun Stehaufmännchen?

Sie beginnen damit, dass sie die Krisendynamik unterbrechen und den Krisenstress reduzieren. Gerade dieser Stress führt durch seine Blockaden im Hirn zu Konzentrationsschwächen, Fehleinschätzungen und Leistungseinbußen. Bewältigungsversuche misslingen, stattdessen werden Ohnmacht und Angst größer. In einem ersten Schritt akzeptieren Stehauf-Männchen die Krise als einen vorübergehenden Zustand und nehmen ihr damit "das Katastrophale".  

 

Übung: Die "Katastrophe" relativieren 

Stellen Sie sich eine berufliche oder private Situation vor, die wirklich furchtbar für Sie wäre. Dann beantworten Sie folgende 5 Fragen:

 

 

 




  • Angenommen, diese Situation würde wirklich eintreffen. Was wären die schlimmsten Folgen, die daraus für Sie entstehen könnten?

  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Situation tatsächlich eintrifft?



  • Und wenn sie doch einträfe: Würden Sie diese Situation - im wahrsten Sinne des Wortes - überleben? 



  • Was wären die ersten ein, zwei Maßnahmen, die Sie ergreifen würden, um da wieder rauszukommen?

  • Nun beamen Sie sich gedanklich 20 Jahre in die Zukunft. Sie sitzen zu Hause in einem Sessel und lassen Ihr bisheriges Leben vor Ihrem geistigen Auge Revue passieren. Im Rückblick betrachtet: Welche Bedeutung hatte dieses Erlebnis in 2013 für Sie?

 

Hilfe suchen und annehmen

Das Stehauf-Männchen bittet um Unterstützung, wenn es welche braucht. Und zwar  bei Menschen, die verlässlich sind, zuhören, Gefühle aushalten, Hoffnung und Zuversicht vermitteln und praktische Hilfe anbieten. Stehauf-Männchen nehmen auch Hilfe durch einen externen, qualifizierten Berater in Anspruch, denn Angehörige sind mit dieser Situation häufig überfordert. Wenn sich mit Hilfe des externen Profis die Situation etwas entspannt, führt das oft auch zu einer Entlastung des persönlichen Netzwerks, das dann wieder hilfreich in den Bewältigungsprozess einsteigen kann.

 

Energie fokussieren

Durch das Akzeptieren des "Es ist, wie es ist" verschwenden Stehauf-Männchen keine unnütze Energie auf die Vergangenheit und den Versuch, Vergangenes ungeschehen zu machen. Statt im Loch zu verharren, nehmen lenken sie ihre Energie auf das, was sie ändern können. Dabei verfallen sie jedoch in keinen unkoordinierten Aktionismus. Werden Sie zum Stehauf-Männchen und bleiben Sie nicht nur bei der gedanklichen und emotionalen Verarbeitung, sondern setzen Sie Ihre Pläne und Wünsche in konkrete Taten um. Fokussieren Sie Ihre Energie auf das, was in Ihrem eigenen Einflussbereich liegt.

 

Akzeptanz und positives Denken

Gehen Sie immer davon aus, dass die Krise für irgendetwas gut ist und einen Sinn hat, einen Wert, auch wenn der in diesem Moment (noch) nicht erkennbar ist. Wenn Sie davon überzeugt sind, dass auch ein noch so belastendes Ereignis einen Sinn hat, fällt es Ihnen leichter, diesen Vorfall als positive Herausforderung zu sehen, als Chance. Betrachten Sie die Krise von verschiedenen Seiten. Es gibt außer der eigenen noch andere Perspektiven. Gerade in Krisen sollten Sie Ihre Gedanken bewusst lenken. Fragen Sie sich: Was ist das Gute an dem Schlechten? Die bewusste Fokussierung auf das Positive wird unterstützt durch eine realistisch-optimistische Zukunftsperspektive: die Zuversicht, dass das hier nur ein vorübergehender Zustand ist, dass das irgendwann vorbei sein wird. Alles wird gut!    

    

 

Über den Autor:

Der Buchautor und Experte für nachhaltige Spitzenleistungen war nicht immer erfolgreich: Ralph Goldschmidt kennt Depression, psychosomatische Beschwerden, Schuldgefühle, Scheidung und Insolvenz.  Vor allem aber kennt er den Ausweg! Heute gehört er zu den gefragtesten Rednern und berät die Führungskräfte internationaler Konzerne.  

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