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"Das verrate ich jetzt aber nur Ihnen ..."

Als enge Mitarbeiterin des Managements haben Sie in der Firma eine besondere Bedeutung: Sie wissen mehr als andere, und Sie haben einen direkten Draht zu den Entscheidern. Was diese Position für den Umgang mit Gerüchten und Geheimnissen bedeutet.

"Das verrate ich jetzt aber nur Ihnen ..."

Das verlässlichste Kommunikationsmedium für Dinge, die niemand wissen sollte, ist der Flurfunk. Oberste Verhaltensregel für Assistenzkräfte in der Brandung alltäglicher Vertraulichkeiten heißt natürlich: Stillschweigen.

 

Brisante Botschaften

Doch es empfiehlt sich zu überlegen, warum ausgerechnet Sie ins Vertrauen gezogen werden und was damit bezweckt wird. Noch dazu, wenn das Geheimnis Sie in persönliche Bedrängnis bringt. Kollege Müller will die Firma wechseln, die neue Mitarbeiterin ist schwanger, beim Betriebsausflug hat der Personalreferent zu tief ins Glas geschaut, der Abteilungsleiter soll ersetzt werden. Das Spektrum der brisanten Botschaften bewegt sich von firmenpolitisch bis intim, der Informationswert schwankt.

 

Ein Zeichen von Macht

"Der wichtigste Grund, warum vertrauliche Informationen weitergegeben werden: Die meisten Menschen wollen reden." Das schreibt Jürgen Lürssen in seinem Buch "Die heimlichen Spielregeln der Karriere". Ein Kapitel darin widmet der Karriereberater und Professor für Marketing an der Universität Lüneburg dem Umgang mit vertraulichen Informationen. "Zu zeigen, dass man diese besitzt, ist ein Zeichen von Macht."

 

Es macht die Runde

Aber nicht nur bloße Machtdemonstration und Geltungsbedürfnis, sondern auch Spaß am Tratsch, an Intrigen oder der Wunsch nach Austausch von Gefälligkeiten stecken laut Lürssen hinter Mitteilungen mit dem Siegel der Verschwiegenheit. "Man kann davon ausgehen, dass im Durchschnitt jeder, der von einer vertraulichen Sache erfährt, diese mindestens einer Person weitererzählt. Und so ist es in den meisten Fällen nur eine Frage der Zeit, bis ein Geheimnis in einer Firma die Runde gemacht hat."

 

Eine Frage des Führungsstils

Für Michaela Joppe (Name von der Redaktion geändert), seit sechs Jahren Sekretärin in der IT-Abteilung eines Softwareherstellers, ist die Redseligkeit von Mitarbeitern eine Frage des Führungsstils. Wenn der Chef dicht hält, tun das auch die Angestellten, meint die Sekretärin: "Als in unserem Unternehmen ein Top-Manager ausgetauscht werden sollte, kursierten in anderen Abteilungen viel schneller verschiedene Namen. Bei uns wurde da nicht groß philosophiert."

 

Weiter lesen

Aus welchen Motiven eine Sekretärin ins Vertrauen gezogen wird, wie Sie diesen Motiven auf den Grund gehen und was Sie vor Loyalitätskonflikten schützt, beschreibt Journalistin Barbara Link in der aktuellen Ausgabe von working@office.

 

 

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