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Authentisch sein im Job: Wie viel Natürlichkeit ist heute wirklich sinnvoll?

Authentisch sein: Ein oft gehörter Rat, der mit der Social-Media-Generation noch einmal eine neue Bedeutung bekommen hat. Wie viel Natürlichkeit im Job ist heute wirklich sinnvoll – und wann ist ein Rollenspiel nicht doch der bessere Karriere-Tipp? Beststeller-Autorin Petra Balzer findet Antworten.

Authentisch im Job

Ein Ego-Trip ist Authentizität jedenfalls nicht: Im Arbeitsleben sollte sie sozialverträglich und gewinnend sein.

Authentisch sein im Job: Wie viel Natürlichkeit ist heute wirklich sinnvoll?

Schon der Begriff macht es uns nicht einfach. Bei dem Versuch, das Wort „Authentizität“ stolperfrei auszusprechen, scheitern wir manchmal, die Schreibweise ist auch nicht gerade geschmeidig. Und mit der Erklärung kommen wir regelrecht in den Wald: Der eine sagt dies, die andere das, ein dritter jenes. Genaues weiß man offenbar nicht. Womit wir vielleicht auch schon beim Kern des Themas sind: Authentisch ist das, was ich selbst dafür halte. Oder? Es geht um Identität, so viel wird dann doch klar.

„Kann ich nicht mal ich sein?“, fragt das Jugendmagazin fluter, ein ziemlich authentisches (und kostenloses) Printmagazin der Bundeszentrale für politische Bildung (Winter 2016-2017, Nr. 61). Einer, der beruflich mit Rollenspielen zu tun hat, erzählt darin zum Beispiel über die Last, unbedingt authentisch sein zu müssen. Wolfgang Engler, Leiter der Berliner Hochschule für Schauspielkunst: „Was ist der Mensch, wenn man mal alle sozialen Rollen, die er spielt, von ihm abzöge? Ist er dann überhaupt noch jemand? Meine Antwort wäre: Ja, aber das ist schwer zu fassen. Denn es stimmt ja, dass wir in all diesen Rollen nicht wirklich aufgehen. Wenn es gut geht, bin ich der Spiritus Rector meines Rollenspiels.“

Authentizität: Wie viel Ich darf sein im Beruf?

„Und führe die Regie in meinem eigenen Innern“, hätte er auch sagen können. Wie gut das in der heutigen new work möglich ist, noch dazu in einem Job, der „assistiert“, ist eine wirklich spannende Frage. Sie berührt das berufliche Selbstverständnis und damit Chancen und Risiken. Office-Karrieren sind heute nicht mehr vergleichbar mit früheren Sekretariats-Biografien. Sie gewähren vor allem deutlich mehr Spielraum für Engagement, Verantwortungsbereitschaft, Ziele. Das klingt nach Entfaltung und Selbstverwirklichung, womit wir wieder bei dem Begriff der „Authentizität“ sind – Persönlichkeit ist gefragt, Entscheidungsmut, Selbstverantwortung.

Wie sich dieses womöglich wesentliche Überlebensprinzip in der „neuen“ (Assistenz-)Arbeitswelt stimmig für alle umsetzen lässt und wie viel „Ich“ dabei sein darf – oder sein sollte? – haben wir Petra Balzer gefragt, vielen besser bekannt als w@o-Kolumnistin Katharina Münk.

Als Katharina Münk schreibt Petra Balzer Sachbücher, Romane und Kolumnen, regelmäßig zum Beispiel in working@office. Einige ihrer Buchtitel wurden verfilmt oder kamen auf die Bühne. Petra Balzer war 25 Jahre Assistentin auf Geschäftsführungs- und Vorstandsebene und ist heute als Personal Coach für Fach- und Führungskräfte tätig. In ihrem aktuellen Buch greift sie das Thema Authentizität auf höchst ehrliche und humorvolle Weise immer wieder auf – und zwar nicht nur die eigene ... („Mal eben kurz den Chef retten“, Campus Verlag, 2017).

„Ehrlichkeit und Mut sind die letzte harte Währung“

w@o: Als regelmäßige Kolumnistin in working@office ist Authentizität für Sie geradezu ein Auftrag. Was bedeutet dieser Begriff für Sie genau?

Petra Balzer: (Lacht) Verlangen Sie jetzt bitte keine Wikipedia- taugliche Definition von Authentizität von mir! Was mich angeht, so ist der Versuch, die zu werden, die ich eigentlich bin, wohl grundsätzlich eine echte Lebensaufgabe ... Die „Zutaten“ der Authentizität, nämlich Selbsterkenntnis, Klarheit, Selbstdistanz, Empathie für die anderen und ein bisschen Mut, die kann man in einer Kolumne, in der man nicht nur Fakten, sondern auch Gefühle und zugespitzte Thesen wagen darf und sollte, wohl am ehesten umsetzen. Genau diese Ingredienzen heben den Text aus der Masse der Vergleichbarkeit und pochen bestenfalls wie persönlicher Pulsschlag zwischen den Zeilen. Katharina Münk ist zu 100 Prozent Petra Balzer und umgekehrt.

Dies ist ein Auszug aus einem umfangreicheren Artikel aus working@office. Hier geht es zum Gratis-Test ...

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