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An einem Tag zum Speaker

Wer möchte nicht als brilliante Rednerin/ als brillianter Redner glänzen! Das Credo "Übung macht den Meister" wird zu diesem Zweck früher oder später kleine Erfolge mit sich bringen, doch dafür fehlt den meisten von uns die Zeit. Mit diesen Tipps schaffen Sie es an einem Tag zum Speaker ...

An einem Tag zum Speaker

Wenn wir vor Menschen sprechen, wollen wir diese begeistern, ob für ein Projekt oder eine Idee. Doch bei dem Versuch, die Sprechweise zu professionalisieren, heißt es oftmals wenig Fortschritt für viel Zeit. Der Sprechtrainer Gottfried Hoffmann zeigt, wie Sie es an einem Tag zum Speaker schaffen.

 

Wo ist mein eigener Weg?

Da sich im Außen nur das zeigt, was im Innern des Menschen lebt, wird in aktuellen Trainings - neben dem traditionellen Stimm- und Artikulationstraining - auch die innere Einstellung des Menschen betrachtet. Denn: Je besser der Mensch sich selbst kennt und eine innere Ordnung gefunden hat, um so freier und engagierter wird er sprechen.  

 

Persönlichkeit entfalten

Parallel zur Entwicklung der sprecherischen Fähigkeiten wird sich in gegenseitiger Wechselbeziehung die Persönlichkeit entfalten. Eines geht ohne das andere nicht. Eine sprecherisch und rhetorisch perfekte Person, die nichts zu sagen hat, ist ebenso wirkungslos wie ein engagierter Mensch mit den höchsten Idealen, dem die sprecherischen Möglichkeiten fehlen.

 

Nonverbale Kommunikation unterschätzt

Hinzu kommt, dass der nonverbale Anteil in der Kommunikation häufig unterschätzt wird. Untersuchungen zeigen, dass der sachliche beziehungsweise fachliche Anteil nur circa 20 bis 30 Prozent ausmacht, während das gesamte Nonverbale, also Stimmklang, Blickkontakt, Gestik, Mimik und Körpersprache 70 bis 80 Prozent ausmacht. Umso wichtiger ist es also, das im Auge zu haben, was direkt und ohne bewusste Kontrolle unseren Körper beeinflusst: die innere Einstellung.  

 

Wenn wir vor anderen sprechen, spielen drei Faktoren eine Rolle:

 

1. ob wir ohne Lampenfieber in uns ruhen,

2. ob wir vorbereitet sind und unsere Kompetenz sichtbar werden kann,

3. und schließlich, ob wir wissen, was  wir wollen, ob wir ein klares Ziel haben.  

 

Wenn diese drei Faktoren geklärt sind, werden wir mit unserem Anliegen überzeugen, werden authentisch sein und die Menschen erreichen. Und es ist nicht so kompliziert und langwierig, diese drei Punkte vorzubereiten.

 

Die innere Einstellung entscheidet alles

Beginnen wir beim letzten Punkt. Wenn wir wissen, warum wir die Rede halten, wenn wir für unsere Vision glühen, werden unser Engagement und unsere Zielstrebigkeit sichtbar werden. Beim zweiten Punkt geht es um die fachliche Seite des Vortrags. Das ist der Bereich, den wir üblicherweise mit 99 Prozent unserer Zeit vorbereiten. Ergänzend kann man noch die zu erwartenden kritischen Fragen samt Antworten notieren, dann ist der fachliche Bereich nahezu perfekt.

 

Lampenfieber überwinden

Am schwierigsten ist der erste Punkt. Lampenfieber und Nervosität lähmen uns häufig so sehr. Wenn wir mit einzelnen Menschen sprechen, beruflich oder privat, gibt es das Problem nicht. Warum sind wir dann so neben uns, wenn wir öffentlich reden? Probieren Sie es beim nächsten Vortrag aus.

 

Nehmen Sie die Menschen einzeln wahr. Was geht von ihnen aus, welche Ausstrahlung haben sie? Denn vermutlich ist die Nervosität Ausdruck unseres Gefühls der Einsamkeit vor der Gruppe. Und das können wir verändern indem wir konkret Kontakt aufnehmen und das wahrnehmen, was von den Menschen ausgeht. Wir fühlen uns dann schon viel ruhiger, sicherer. Die Augen tun das, wofür sie uns u.a. gegeben sind, sie schaffen Kontakt. Und das beruhigt.

 

Gute Vorbereitung schafft innere Ruhe

Schaffen Sie sich einen Ablauf. Hören Sie auf Ihre Schritte, während Sie nach vorne schreiten, richten Sie in Ruhe das Rednerpult oder den Tisch her. Dann bauen Sie Kontakt auf und genießen die Ausstrahlung der verschiedenen Persönlichkeiten, die Ihnen gleich zuhören werden. Wenn Sie dann Ihre Rede beginnen, halten Sie den Blickkontakt mit den Menschen.  

 

Immer noch nervös? Sie kneten ihre Hände? Dann lassen Sie auch diese etwas tun, was sie können. Nehmen Sie einen Stift, ein Papier oder einen Präsenter in die Hand. Sie werden eine Beruhigung Ihres ganzen Körpers beobachten. Ihre Sinne, Augen und Tastsinn, sind beschäftigt und strahlen keine Nervosität mehr aus. Sie können voll und ganz bei Ihrer Vision und den Inhalten der Rede sein. 

 

Drei Übungen, die Ihr Sprechen verändern

Im Grunde können Sie reden, wir alle können es. Denken Sie nur an die Situationen im Freundeskreis, wenn Sie begeistert von Ihrem aktuellen Hobby, dem neuen Haus oder ... berichten. Da klappt’s doch prima. Das ist doch auch im beruflichen Umfeld möglich, oder? Machen Sie sich mit den zuvor dargestellten Übungen fit für die nächste Rede. Und dann bringen Sie noch Ihre Artikulation in Schwung, indem Sie den Anfang der Rede mit einem Korken zwischen den Zähnen sprechen.

 

Üben Sie drei wichtige Aspekte wie Blickkontakt beim Sprechen, etwas in den Händen halten und mit Korken zwischen den Zähne sprechen vor Freunden oder Verwandten. Die werden viel Spaß haben! Schaffen Sie diese Übungsschritte an einem Tag? Selbstverständlich, oder? - Und dann viel Spaß mit Ihrem Publikum!    

 

 

 

 

Über den Autor

Reden kann jeder, sagt Gottfried Hoffmann, Sprechtrainer aus Hof in Bayern. Er ist Experte für Sprechen und Kommunikation und vermittelt den Zusammenhang zwischen Entwicklung der Persönlichkeit und Verbesserung der Stimme und des Sprechens.   

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