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Volkswirtschaft als Versuchsküche

Wenn Regierungen Milliarden in Konjunkturpakete stecken, hoffen sie darauf, dass die Wirtschaft nach bestimmten Grundprinzipien funktioniert und entsprechend reagiert. Welche Rezepte zum Einsatz kommen und was sie bewirken sollen.

"Die Geldbeträge, um die es seit Ausbruch der Finanzkrise geht, machen staunen", schrieb die Internet-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, FAZ.net, zum Ausklang des Jahres 2008.

 

 

 

Rettungsschirme in zwölfstelliger Höhe

"Die Mittelstandsbank IKB verliert mehrere Milliarden Euro, zur Rettung der Citigroup müssen Staat und Notenbank mehr als 300 Milliarden bereitstellen, die Bundesregierung schnürt zur Stützung der deutschen Banken ein Paket über 500 Milliarden Euro." Astronomisch hohe Geldbeträge, und inzwischen sind noch ein paar hundert Milliarden teure Sorgenkinder dazugekommen. Für einzelne Finanzinstitute werden "Rettungsschirme" in zwölfstelliger Höhe gespannt.

 

Konjunkturpakete haben Tradition

Dagegen wirken die Ausgaben zur Rettung der gesamten deutschen Volkswirtschaft durch Konjunkturpaket I und II mit ihren rund 30 und 50 Milliarden Euro wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Betrachtet man die zehn oder 20 Euro, die diese Summen pro verdienendem Bürger monatlich bringen sollen, zweifeln selbst einige Experten an der rechten Verhältnismäßigkeit. Als würden in der Realwirtschaft, in der wir uns mit Brot und Butter versorgen, andere mathematische Gleichungen gelten als in der Finanzwelt. Tatsächlich wird unterschieden zwischen Banken- und Konjunkturpaketen. Letzere haben Tradition. Sobald sich Anzeichen für das Ende eines Aufschwungs mehren, werden Rufe nach staatlichen Konjunkturprogrammen laut.

 

Der Staat soll es richten

Die Angst vor den Folgen einer Rezession erzeugte in der Vergangenheit rege Betriebsamkeit in der Politik. Das Handeln des Staats habe durchaus Einfluss auf das Auf und Ab der Konjunktur, meinen Wirtschaftsexperten, im Sinne von "Ankurbeln" oder "Abbremsen". Denn die Wirtschaft folge bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Doch welche das sind, darüber herrscht Uneinigkeit, es gibt die unterschiedlichsten Konjunkturtheorien.

 

Das Ziel: Nachfrage stärken

Am häufigsten legen Regierungen Hand an drei Hebel, um die Nachfrage zu pushen: Steuersenkungsprogramme, Förderung von privaten Investoren, direkte staatliche Investitionen. So auch dieses Mal. Das Grundkonzept zur Bekämpfung einer Wirtschaftskrise ist also nicht neu, auch wenn es "das größte Konjunkturpaket der deutschen Nachkriegsgeschichte" (FAZ.net) ist, mit dem die Bundesregierung "die Wirtschaft vor dem Totalabsturz retten" will (manager magazin).

 

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Wie diese drei Hebel funktionieren sollen und welche Chancen und Risiken Wirtschaftsexperten sehen, erfahren Sie in der April-Ausgabe von working@office

 

 

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