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Streit mit Kollegen?

Fremdsprachen: Konflikt im Büro

Wo Menschen miteinander arbeiten, bleiben Missverständnisse, Unstimmigkeiten, manchmal auch Streit nicht aus. Hier einige Tipps und Kernbegriffe.


Am Arbeitsplatz treffen Menschen zusammen, die unterschiedliche Gefühle, Gedanken, Bedürfnisse, Werte, Prägungen, Vorstellungen, Erwartungen, Interessen, Ansichten und Ziele haben. Spannungen und Unstimmigkeiten sind daher meist vorprogrammiert.






Hoher Kostenfaktor

Ungelöste Konflikte weiter köcheln zu lassen, kostet Unternehmen viel Geld. Da versucht Mitarbeiter A, der mit Kollegin B Fragen zum Großauftrag besprechen sollte, eben diese Kollegin wegen eines älteren Konflikts zu umgehen. Das Ergebnis: Wegen nicht erfolgter Abstimmung wird der Liefertermin nicht eingehalten. Der Kunde ist unzufrieden und kauft die Ware künftig anderweitig ein.

Wird der Konflikt nicht grundsätzlich aufgelöst, gärt die Unstimmigkeit zwischen den Kollegen A und B weiter und behindert die Betriebsabläufe, meist überträgt sich die Missstimmung auf weitere Teammitglieder, die für A oder B Partei ergreifen.


Kleine Ursache - große Wirkung

Die meisten Menschen setzen alles daran, Konflikte zu vermeiden, und schlucken so manches herunter. Das ist ein Fehler! Denn die Problemsituation ist nicht nur ein Störfaktor im Betrieb. Sie kann hohe Einnahme- und Imageverluste zur Folge haben. Ein Versagen spricht sich schnell herum. Damit es nicht zum großen Knall kommt, ist es ratsam zu erkennen, dass eine Konfliktsituation vorliegt, nach den Ursachen zu suchen und einen Lösungsweg aktiv anzugehen.


1001 Gründe

Konfliktgründe gibt es viele: Unstimmigkeiten wegen Sachfragen oder Rollen, um Kompetenzen oder Ansichten, persönliche Zankereien, Neid … Doch ganz gleich, worum es geht - der Streit darf nicht eskalieren. Wenn sich die anfängliche Mücke erst einmal in einen riesigen Elefanten verwandelt hat, wird es schwierig werden, die Wogen zu glätten. Zunächst gilt es, den wahren Grund für den Konflikt zu erkennen und zu analysieren. Dabei gilt es, die persönliche Ebene und die Sachebene zu unterscheiden lernen. Auch  ein souveräner Umgang mit den eigenen Emotionen ist wichtig.


Kommunikation

Am Anfang der Konfliktlösung steht ein Gespräch, an dem alle Personen, die direkt involviert sind, teilnehmen, und das im Idealfall von einem qualifizierten neutralen Moderator geleitet wird. Ist es „nur“ ein Vier-Augen-Gespräch, sollte man sich im Vorfeld auf gemeinsame „Spielregeln“ einigen, die Sie z.B. auf ein Flipchart notieren - das schafft die nötige Distanz zu den Emotionen.


Lösung konstruktiv anstreben

Schaffen Sie einen geeigneten Rahmen für das Gespräch: Führen Sie es immer ungestört auf "neutralem" Boden. Seien Sie präzise und möglichst sachlich in Ihren Ausführungen. Erklären Sie, was Ihnen auf der Seele liegt, und hören Sie Ihrem Gegenüber zu. Geben Sie ihm stets die Möglichkeit, seine Sichtweise darzulegen.


Redet Ihr Gesprächspartner, sind Einwürfe wie "Unsinn!" oder "Ach, du bist immer destruktiv" absolut tabu. Bleiben Sie bei der Sache und versuchen Sie, die Konfliktsituation wie ein „Projekt“ anzugehen - auch wenn es Ihnen (beiden) schwer fällt. Nur so können Sie ein Gespräch führen, das den Kern des Problems trifft, ohne dass sich Ihr Gesprächspartner persönlich angegriffen fühlt. Halten Sie Lösungsansätze schriftlich fest und geben Sie sich am Ende des Gesprächs die Hand.


Do's and don'ts

Konstruktive Konfliktlösung
 
 Destruktive Konfliktlösung
Gespräch auf AugenhöheKeine Schuldzuweisungen oder Beleidigungen
Neutraler Boden, ungestörte Umgebung Keine endlosen Diskussionen
Ursache des Konflikts deutlich benennen: Damit werden neue Missverständnisse vermiedenKeine Killerphrasen wie zum Beispiel "Ach, Sie sind ja sowieso immer dagegen…" oder "Das ist Unsinn!"
Rückfragen sind meist die angemessenste ReaktionsweiseKeine verbalen Angriffe
Souveräner Umgang mit den eigenen Gefühlen Keine ungezügelten Emotionen (zur Not sagen Sie, dass Sie eine Pause brauchen, und verlassen Sie den Raum.)
Eskalation vermeidenKonfliktlösung per E-Mail und Telefon sind tabu
Gesprächspartner ausreden lassen 
Blickkontakt suchen 



Autor(en): Giselle Chaumien-Wetterauer

Quelle: working@office Ausgabe Nr.: 09/2015


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