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So gehen Sie mit Ärger um und verbessern die Zusammenarbeit mit Ihrem Chef

Auch wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrem Chef haben, heißt das nicht, dass Sie sich nicht hin und wieder über ihn ärgern. Muss das sein? Nein. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Ärger am besten umgehen und dadurch die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Chef verbessern können.

Mit Ärger umgehen

Lassen Sie den Ärger nicht überhandnehmen und erfahren Sie durch unsere Tipps, wie Sie besser damit umgehen.

So gehen Sie mit Ärger um und verbessern die Zusammenarbeit mit Ihrem Chef

Schlucken Sie den Ärger nicht herunter

Wie gehen Sie am besten mit Ärger um? Bloß nicht herunterschlucken und sich einreden: „Ich darf mich nicht aufregen. Er ist immerhin der Boss.“ Was passiert hier? Ein Teil von Ihnen ärgert sich, ein anderer verbietet Ihnen das. Dieser innere Konflikt ist gefährlich, weil er stressbedingte Symptome von Kopf- bis Bauchschmerzen verursacht.

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Lassen Sie Ihren Ärger heraus

Vermeiden Sie diesen unnötigen Konflikt: Erlauben Sie sich den Ärger. Negative Gefühle werden umso schlimmer, je mehr wir sie bekämpfen. Sagen Sie sich stattdessen selbst: „Ich bin jetzt sowas von wütend, zum Donnerwetter noch mal!“ Merken Sie etwas? Schon beim Lesen dieses Ausbruchs verspüren Sie Erleichterung. Das ist das erste Ziel der Ärgerbewältigung: den Dampf ablassen, bevor er das System schädigt. Auch wenn das Dampfablassen „nur“ im eigenen Kopf passiert – es wirkt.

Nehmen Sie es mit Humor

Gehen Sie über dieses erste Ziel hinaus. Denn sich aufzuregen und dann Dampf abzulassen, ist zwar gut, aber besser ist es, sich erst gar nicht aufzuregen. Geht das? Ja! Viele Mittel ebnen den Weg, zum Beispiel Humor. Beispiel: Janina sagt: „Je dicker es kommt, desto mehr nehme ich es mit Humor.“ Nicht, weil sie so viel davon hat, sondern weil sie es sich zur inneren Gewohnheit gemacht hat. Anti-Ärger-Strategien muss man aktiv auswählen und pflegen.

Akzeptieren Sie, dass Menschen nicht perfekt sind

Viele Assistentinnen machen es wie Janina: „Ich habe einfach gelernt, zu schmunzeln. Wo Menschen sind, da ‚menschelt‘ es. Ich habe gelernt, dass meine Kinder nicht so perfekt sind, wie ich mir das erträumte. Und so ist es auch mit dem Chef. Ich erinnere mich immer daran, dass er nicht perfekt sein muss, nur zuverlässig.“ 

Natürlich kommt man zu dieser Einstellung nur über ein starkes Selbstwertgefühl. Welche Anti-Ärger-Strategie haben Sie? Welche wählen Sie? Welche erlaubt es Ihnen, den Ärger mit dem Chef erst gar nicht aufkommen zu lassen? Arbeiten Sie daran!

Helfen Sie Ihrem Chef nur dann, wenn er das möchte

Die Launen des Chefs sind für Assistentinnen ungleich schwerer zu ertragen als für andere Mitarbeitende, weil sie enger mit ihm zusammenarbeiten. Muss das sein? Nein, denn was die Laune des Chefs so quälend macht, ist nicht die Laune an sich, sondern das, was manche Assistentin dabei denkt.

Viele fühlen sich schlecht,

  • weil sie die Laune auf sich beziehen („Habe ich etwas falsch gemacht? Ist er sauer auf mich?“) oder 
  • weil sie sich verantwortlich fühlen („Wie muntere ich ihn denn jetzt bloß wieder etwas auf?“).

Beide Gedanken sind menschlich und sehr ehrenhaft – aber zutiefst schädlich. Für Sie und für den Chef. Denn wenn Sie sich derart von seiner Laune anstecken lassen, können Sie ihm nicht mehr helfen. Um zu helfen, brauchen Sie die professionelle Distanz.

Oft genügt es schon, sich diesen Gedanken in einer kritischen Situation bewusst zu machen. Nur wenn Sie einen kühlen Kopf bewahren, helfen Sie ihm. Nur dann finden Sie konstruktive Lösungen.

Bedenken Sie, dass Chefs sehr unterschiedlich sein können. Im Prinzip gibt es zwei Arten von Chefs: 

  • die, die sich in ihre Höhle zurückziehen, wenn sie schlecht gelaunt sind, und 
  • die, die getröstet werden wollen.

Wenn Sie beide nicht angemessen behandeln, weil Sie die Chefarten durcheinanderbringen, wird es für Sie und ihn peinlich. Beide reagieren dann unter Umständen äußerst gereizt.

Also achten Sie auf entsprechende Signale: Wenn er wortlos in sein Büro stürmt und die Verbindungstür zuknallt, ist das Signal eindeutig. Wenn er bei Ihnen herumhängt und mit einer Hamlet-Miene düstere Andeutungen macht, dann nehmen Sie ihn in den Arm – bildlich gesprochen.

Fühlen Sie sich nicht persönlich angegriffen

Und noch eines: Wenn er in seiner Laune aggressiv und beleidigend wird, sitzen Sie nicht da und kämpfen mit Wut, Frust und Tränen. Je aggressiver er wird, desto deutlicher sagen Sie zu sich: „Nicht ich bin gemeint. Er hat Ärger mit dem Aufsichtsrat und jetzt braucht er ein Ventil.“

Setzen Sie Grenzen

Wenn es zu arg wird oder wenn er gar persönlich wird – ziehen Sie die Notbremse. Grenzen Sie sich ab. Wie? Mit einer klaren, höflichen, aber so direkten Sprache, dass dem Chef kein Interpretationsspielraum („Sie meint es sicher nicht so ...“) bleibt.

Formulieren Sie zum Beispiel so: „Herr Meier, Sie haben gerade gesagt, dass ... (jetzt bitte wörtlich, keine Verzerrung, die ihn zu weiteren Attacken veranlassen könnte). Ich fühle mich dadurch persönlich angegriffen, vor allem weil ich mir keines eigenen Fehlers bewusst bin. Ich verstehe Ihren Ärger. Umso schöner wäre es, wenn wir gemeinsam darüber reden könnten und Sie ihn nicht an mir ausließen.“

Diese Taktiken erfordern Mut

Wirksames Feedback funktioniert mit Vorwurfsfreiheit, Ich-Botschaften, Wertschätzung, eindeutigem Wunsch und konstruktivem Angebot. Natürlich: Für so ein überlegtes und sehr direktes Feedback braucht man viel Mut. Jedenfalls sehr viel mehr Mut, als stumm dazusitzen und zu leiden. Aber mit dem entsprechenden Selbstwertgefühl ist das kein Problem. Starke Assistentinnen sind mutig.

Sie kommunizieren immer – auch ohne Sprache

Wenn Ihr Chef manchmal launisch ist: Verkneifen Sie es sich unbedingt, seine Launen abzuwerten – ein häufig zu beobachtender Fehler. „Heute schmollt er wieder. Echt kindisch. Ein erwachsener Mann!“ Das ist verständlich, aber schädlich.

Denn es gilt die alte Weisheit: Man kann nicht nicht kommunizieren. Die unbewusste Einstellung zeigt sich automatisch immer in der Körpersprache – auch wenn Sie dem Chef gegenüber kein Wort verlieren. Ablehnung kommuniziert sich immer. Versuchen Sie es lieber mit Verständnis und Respekt. Sie können nicht ändern, was Sie ablehnen.

Wenn wir einen Menschen zu Veränderung anregen möchten, müssen wir sie oder ihn zuerst akzeptieren, verstehen und respektieren – gerade in dem Punkt, in dem wir möchten, dass er oder sie sich ändert.


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