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Lohnlücke schließen - Wettbewerbsfähigkeit stärken

Gleichberechtigung und faire Löhne bringen Vorteile für Frauen, Männer und Wirtschaft. Doch noch immer fehlen Frauen in bestimmten Berufen, Branchen und auf den höheren Stufen der Karriereleiter und noch immer ist es in Deutschland schwierig, Familie und Beruf zu vereinbaren.

Deshalb begrüßt der Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. das geplante Gesetz für mehr Lohngleichheit als ersten Schritt in die richtige Richtung. Das geplante Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit, welches in der KW 40 auf der Agenda des Koalitionsausschusses stand, ist ein wichtiger Schritt, das Tabu, über Geld zu sprechen, endlich aufzubrechen. 

Bald können Arbeitnehmende in Unternehmen ab 200 Mitarbeitenden ihren Auskunftsanspruch wahrnehmen. Auch werden Unternehmen aufgefordert, ihre Lohnstrukturen auf mögliche Ungleichbehandlung zu überprüfen. 

Signalwirkung

Faire Arbeitsbedingungen – darunter faire Bezahlung – werden ausschlaggebendes Kriterium für die Wahl der Arbeitgeber sein. „Das geplante Gesetz hat Signalwirkung, geht aber noch nicht weit genug. Zum einen sind gerade in Betrieben mit weniger als 200 Mitarbeitenden viele Frauen beschäftigt, für die der individuelle Auskunftsanspruch nicht gilt. Doch gerade hier ist die Entgeltlücke besonders groß. Auch dass es für Betriebe mit mehr als 500 Beschäftigten keine Verpflichtung, sondern nur die Aufforderung zur Lohntransparenz gibt, nimmt dem Gesetz an Durchschlagskraft. Lohngleichheit dient allen, Frauen, Männern, Wirtschaft und Gesellschaft!“ erklärt Uta Zech, Präsidentin des BPW Germany. 

Der richtige Ansatz

Henrike von Platen, FairPay-Expertin und Past-Präsidentin des BPW Germany, ergänzt: „Das neue Gesetz ist genau der richtige Ansatz: Transparenz ist der erste Schritt auf dem Weg zur Lohngerechtigkeit – Fairplay ist FairPay! Jetzt geht es an die Umsetzung. Erst wenn jeder und jede an jedem Tag im Jahr sagt: „Ich werde fair bezahlt!“, haben wir unser Ziel erreicht. Am besten fangen wir heute damit an!“ 

BPW Germany

BPW Germany ist Mitglied in der International Federation of Business and Professional Women. 2008 zeichnete das Netzwerk für die Einführung des Equal Pay Day, des internationalen Aktionstages für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, in Deutschland verantwortlich. Mit rund 40 Clubs und rund 1.800 Mitgliedern ist der Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbständige Frauen in Deutschland. Der in den 30er Jahren entstandene und nach der Auflösung unter den Nationalsozialisten 1951 neu gegründete gemeinnützige Verband unterstützt berufstätige Frauen auf vielfältige Weise: Neben persönlichem Austausch, Vorträgen, Tagungen und Mentoring leistet das Netzwerk politisch-gesellschaftliche Lobbyarbeit auf nationaler und internationaler Ebene und engagiert sich für humanitäre Zwecke. Der BPW Germany kooperiert mit Wirtschaft, Medien, Politik und unterstützt seine Partner in Fragen der Unternehmensverantwortung und Chancengleichheit im Beruf. 

Equal Pay Day 

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage, die Frauen zum Jahresanfang umsonst arbeiten müssen: 21 Prozent von 365 Tagen = 77 Tage. Der nächste Equal Pay Day ist am 18. März 2017. Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. erstmals in Deutschland durchgeführt. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women schufen 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf, sodass die roten Taschen bundesweit zum Symbol des Equal Pay Day wurden. 

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