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Hätten Sie es gewusst?

Vorstellungskosten werden immer erstattet? Einer Kündigung müssen drei Abmahnungen vorausgehen? Wer sich auskennt, ist besser geschützt: Rechtsanwältin Dr. Stephanie Kaufmann greift häufige Irrtümer beim Arbeitsrecht auf und erklärt, wie der Gesetzgeber es tatsächlich geregelt hat.

Hätten Sie es gewusst?

Wer sich auskennt, ist besser geschützt: Rechtsanwältin Dr. Stephanie Kaufmann greift häufige Irrtümer über das Arbeitsrecht auf und erklärt, wie der Gesetzgeber es tatsächlich geregelt hat.

 

Haben Sie auch schon mal gehört, dass man jemanden, der krank ist, nicht kündigen darf? Oder kennen Sie das Gerücht, dass es mindestens drei Abmahnungen geben muss, bevor gekündigt werden kann? Welche Regelungen das Arbeitsrecht vorsieht und welche Rechte Sie im Job haben - verständlich dargestellt.

 

Vorstellungskosten werden immer erstattet

Wenn man Sie zu einem Gespräch einlädt und Ihnen nichts Gegenteiliges mitteilt, muss man Ihnen die notwendigen Kosten wie Fahrtkosten, Übernachtungskosten usw. erstatten. Der potenzielle Arbeitgeber kann aber schon im Vorfeld darauf hinweisen, dass er keine Vorstellungskosten übernimmt und Sie sozusagen "auf eigenes Risiko" anreisen. Sollten Sie sich dann für ein Gespräch entscheiden, haben Sie keinen Anspruch auf Erstattung der Kosten.

 

Was im Arbeitsvertrag steht, ist Verhandlungssache

Sie können zwar Ihre Arbeitsbedingungen frei verhandeln. Doch der Arbeitgeber ist nach dem Nachweisgesetz (NachwG) verpflichtet, zumindest die wesentlichen Arbeitsbedingungen schriftlich festzuhalten: Urlaub, Beginn des Arbeitsverhältnisses, Arbeitsort, Tätigkeitsbeschreibung, Vergütung, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Hinweis auf Tarifverträge. Sind diese Punkte nicht geregelt, sind auch die Voraussetzungen an das NachwG nicht erfüllt.

 

Nur schriftliche Arbeitsverträge sind wirksam

Einen Arbeitsvertrag kann man auch per Handschlag abschließen. In solchen Fällen ist der Ärger aber in der Regel vorprogrammiert. Wer 30 Tage Urlaub verhandelt, dies aber schriftlich nicht festgehalten wurde, gerät in Beweisnot, wenn man ihm nur 28 Tage Urlaub gewähren will. An der Wirksamkeit des Vertrags ändert das aber nichts. In puncto Anzahl der Urlaubstage wird man das zugrunde legen, was in der Branche üblich ist.

 

Urlaubsansprüche kann man sich auszahlen lassen

Nein. Urlaubsansprüche müssen grundsätzlich in Form von freier Zeit gewährt werden. Hier sollten sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch auf nichts anderes einigen, da diese Auszahlungen z. B. bei den Betriebsprüfungen der Krankenkassen gerne aufgedeckt werden. Kauft der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Urlaub ab, gilt der Urlaubsanspruch als nicht erfüllt. Der Arbeitnehmer kann in diesem Fall verlangen, dass man ihm den Urlaub "noch mal" gewährt. Es gibt nur einen Fall, in dem der Urlaub abgegolten werden muss: Wenn das Arbeitsverhältnis beendet wird und es deshalb keine Möglichkeit mehr gibt, den Urlaub in Anspruch zu nehmen.

 

Weiter lesen 

Einer Kündigung müssen drei Abmahnungen vorausgehen? Ein Aufhebungsvertrag ist besser als eine Kündigung? In der Juli-Ausgabe von working@office klärt Rechtsanwältin Dr. Stephanie Kaufmann weitere arbeitsrechtliche Irrtümer auf.

 

 

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