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Fremdsprachen: Franchising

Franchising ist heute ein weit verbreitetes System. Grund genug, Ihnen hier die wichtigsten Fachbegriffe zu erläutern in Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch.

Franchising ist ein Konzessionsvertrag, bei dem ein Franchisegeber einem Franchisenehmer eine Geschäftsidee unter bestimmten Bedingungen verkauft oder vermietet.



 



Herkunft des Begriffs

Entgegen häufiger Annahmen leitet sich der Begriff „Franchising“ aus dem französischen Wort „franchise“ ab, was etwa die Befreiung von Gebühren bedeutet. Das Konzept stammt aus dem Mittelalter und entsprach damals der Gewährung von Privilegien.


Die Geschäftsidee

Es gibt verschiedene Franchisekategorien:


  • Herstellung von Erzeugnissen: Produkte werden nach den Vorgaben des Franchisegebers gefertigt und unter dessen Warenzeichen oder Marke verkauft (z. B. Coca-Cola).

  • Vertrieb: Waren werden nach den Vorgaben des Franchisegebers verkauft (z. B. Yves Rocher).

  • Dienstleistungen: Serviceleistungen werden nach den Vorgaben des Franchisegebers angeboten und verkauft (z. B. Accor, Hilton).


Status des Franchisenehmers

Im Gegensatz zum Konzessionsnehmer bleibt der Franchisenehmer unabhängig, er ist nicht Angestellter des Franchisegebers, sondern dessen Kooperationspartner. Er ist rechtmäßig Händler im eigenen Namen und auf eigene Rechnung.


Vorteile

Der Franchisegeber benötigt kein oder nur wenig Kapital für die Verbreitung seines bewährten Ge-schäftskonzepts. Er trägt also ein geringes Risiko und erhält schnell Zugang zu „seinem“ spezifischen Markt.

Der Franchisenehmer nutzt ein erprobtes Konzept, dessen Organisation, Know-how und Kundenzielgruppe. Er riskiert somit nicht, dass er mit seiner Geschäftsgründungsidee scheitert. Er profitiert vom Be-kanntheitsgrad, Ruf und von der Betreuung durch Franchisegeber, was ihm hilft, auch schwierigere Phasen erfolgreich zu bestehen.


Nachteile

Der Franchisegeber tut gut daran, seine Kooperationspartner mit Bedacht auszuwählen, denn schließlich geht es nicht nur um wirtschaftliche Aspekte, sondern auch um seinen Ruf. Seine Einnahmen aus dem Franchising beschränken sich in der Regel auf die Eintrittsgebühr und laufende Franchisegebühren, manchmal kommen noch Zuschläge für Warenbezüge aus Lieferverträgen hinzu.


An den Franchisenehmer werden hohe unternehmerische und soziale Anforderungen gestellt. Nach Beendigung des Vertrags bestehen noch viele Bindungen. Der Franchisenehmer ist zwar als selbstständiger Unternehmer tätig, aber in hohem Maße von den Entscheidungen des Franchisegebers abhängig. Seine eigene Kreativität kann er nicht voll entfalten, da er damit möglicherweise dem Geschäftskonzept entgegen wirkt.


Auf dem Vormarsch

Das in den USA 1955 mit dem Fastfood-Anbieter McDonald’s entwickelte Konzept des Franchising hat auch in Europa schnell zahlreiche Nachahmer gefunden. Inzwischen verzeichnet es Jahr für Jahr erhebliche Zuwächse. Hier ein paar Zahlen (bezogen auf Deutschland, Quelle: Deutscher Franchise-Verband 2011):


  • Zwischen 2000 und 2010 hat sich der Umsatz von 22 auf 55 Milliarden Euro um etwa 150 Prozent erhöht.

  • Bei der Branchenverteilung macht der Bereich der Dienstleistungen mit 46 Prozent den Löwenanteil aus.

Satz- und Wortschatz


  • In Deutschland sind inzwischen knapp über 500 000 Menschen in Franchiseunternehmen beschäftigt.

  • In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Franchisegeberunternehmen um nahezu 35 Prozent gewachsen.

  • Einer der wesentlichen Vorteile für beide Vertragspartner liegt darin, dass das Franchising eine optimale Aufgabenteilung sicherstellt.

  • Franchisesysteme bieten auch Existenzgründern über 50 eine gute Chance für einen beruflichen Neustart.



Autor(en): Giselle Chaumien-Wetterauer

Quelle: working@office Ausgabe Nr.: 05/2012

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