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Büroklassiker und ihre Geschichten

Der Markenname tesa als Begriff für transparenten Klebefilm hat es sogar bis in den Duden geschafft. Dass es eine Sekretärin war, die der nützlichen Erfindung ihren Namen gab, wissen die Wenigsten. Und es gibt noch so einige Geschichten über Büroklassiker.

Die Assistentin Elsa Tesmer hätte es sich bestimmt nie träumen lassen, dass ihr Name einmal Pate stehen würde für eines der erfolgreichsten Büroprodukte überhaupt: Der Markenname TESA für den einst von der Beiersdorf AG erfundenen transparenten Klebefilm setzt sich zusammen aus den End- und Anfangsbuchstaben ihres Vor- und Nachnamens. In den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts wird die geniale Erfindung auf den Markt gebracht – unter dem sperrigen Titel „Beiersdorf-Kautschuk-Klebefilm". Doch zunächst erzielt das Produkt nur wenige Umsätze. Erst der findige Kaufmann Hugo Kirchberg benennt das Produkt in Beiersdorf Klebefilm um, später nach der Sekretärin Elsa Tesmer in tesa-Klebefilm. Unter dem neuen Namen und mit aktuellen Werbeslogans wird das Produkt zu einem der erfolgreichsten Büroartikel aller Zeiten. Übrigens: Heute wissen Forscher, dass sich die gewitzte Erfindung nicht nur als Klebemittel, sondern auch als Speichermedium eignet. Aus dieser Entdeckung resultiert die sogenannte Holospot-Technologie, mit der sich spezielle digitale Hologramme generieren lassen. Leider: Ausgezahlt hat sich die Erfindung für die Namensgeberin nie ... 


Biro, Birome und Bic

Nach seinem Erfinder benannt wird – zumindest in anderen Ländern – auch ein anderes Office-Evergreen: Der Kugelschreiber. Der Ungar László Jószef Biró erfand in einer fast 20-jährigen Entwicklungsphase die Grundform des heutigen Kugelschreibers mit Mine und rollendem Kügelchen in der Minenspitze. Und so heißt der Kugelschreiber in Großbritannien biro, in Argentinien heißt er birome. Hier wird der Tag des Erfinders übrigens in jedem Jahr am Geburstag des Kugelschreiber-Innovators gefeiert (29. September). Ein französisches Synonym für das Schreibgerät ist bic – nach dem gleichnamigen französischen Baron, der Einweg-Kugelschreiber unter dem Markennamen BIC hervorbrachte.


Weg mit den Fehlern

Nicht viele Markennamen schaffen es in den Duden. Neben dem Tesafilm hat es auch die Korrekturflüssigkeit Tipp-Ex in das Nachschlagewerk geschafft. Mutter dieser einfachen, aber genialen Erfindung ist ebenfalls eine Sekretärin. Die US-Amerikanerin Bette Nesmith Graham, übrigens die Mutter des The-Monkeys-Bandmitgliedes Michael Nesmith, arbeitete in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts als Sekretärin bei einer Bank in Dallas. Zur gleichen Zeit wurde in mehr und mehr Betrieben bereits mit elektrischen Schreibmaschinen gearbeitet. Der leichte Anschlag führte in der Anfangszeit zu vielen Tippfehlern. Die Hobbymalerin hatte die Idee, die schnell verursachten Tippfehler durch einen Lack zu übertünchen. Sie mischte Farbe an, die mit einem Pinsel auf die zu korrigierende Stelle aufgetragen werden konnte. Die Flüssigkeit, die unter dem Namen Liquid Paper, also flüssiges Papier, vermarktet wurde, mischte sie anfangs zu Hause an. Später wurde die Liquid Paper Corporation für rund 48 Millionen Dollar an Gillette verkauft. Auch eine Möglichkeit, im Büro Karriere zu machen …


Wie ein Knoten im Taschentuch …

Eigentlich wollte Spencer Silver einen Superkleber entwickeln, aber das Ergebnis ließ sich auf allen möglichen Flächen ganz leicht wieder ablösen. Sein Kollege Art Fry brachte ihn auf die entscheidende Idee: Als begeisterter Sänger im Kirchenchor ärgerte er sich über die immer wieder aus dem Gesangbuch fallenden Merkzettel. Im Labor besorgte er sich Proben des schwach klebenden Klebstoffs, schnitt kleine Zettel zurecht und trug etwas von der Masse auf. Die neuen Gedankenstützen hafteten und ließen sich dennoch leicht ablösen – die Post-it-Haftnotiz war geboren. Das Original der Firma 3M war ursprünglich kanariengelb und hatte eine Größe von 76 x 76 Millimeter. Heute gibt es die Zettel in allen erdenklichen Farben und Formen. Die US-Zeitschrift Fortune erklärte die Haftnotiz zu einer der wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts.

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