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Bilanzbegriffe

Fremdsprachen: Bilanzen

Bilanzbegriffe

Der Zeitraum Februar-März ist die Zeit der Veröffentlichung der Jahresergebnisse. Wir erklären hier wichtige Begriffe, die in Pressemeldungen vorkommen.

Wer Bilanz zieht, will wissen, was unterm Strich übrig bleibt. Wenn Unternehmen ihre Bilanz aufstellen, dann ist damit die Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital zu einem bestimmten Stichtag nach Ablauf des Geschäftsjahres – meist zum 31. Dezember – gemeint.

Aktiva und Passiva

Die Bilanz ist aufgeteilt in Aktiva, das sind die Vermögensgegenstände, und Passiva, das umfasst Eigenkapital und Fremdkapital. Die Aktiva werden in der Bilanz links, die Passiva auf der rechten Seite dargestellt.

Aktiva
Das Vermögen eines Unternehmens wird unterteilt in:
- Anlagevermögen: z. B. Maschinen, Gebäude, Grundstücke, Patente usw., die der Geschäftstätigkeit langfristig oder dauerhaft dienen sollen. Im Gegensatz zu nicht abnutzbaren Posten des Anlagevermögens (z. B. Grundstücke) werden abnutzbare Posten (Fahrzeuge, Maschinen …) steuerlich abgeschrieben.
und
- Umlaufvermögen: z. B. Vorräte, Forderungen, Wertpapiere, Kassenbestand usw.
Die Aktivseite zeigt die Mittelverwendung an: worin wurde investiert?

Passiva
Die Passiva eines Unternehmens beinhalten unter anderem:
- das Eigenkapital: Saldo aus Vermögen und Schulden
- Verbindlichkeiten (s. unten)
- Rückstellungen: Verbindlichkeiten, deren Höhe oder Fälligkeit am Abschlussstichtag unbekannt sind. Sie werden später den zu leistenden Ausgaben zugerechnet. Beispiel:
Ein Unternehmen sieht die Schließung eines Werkes im Jahr 2017 vor und bildet im Jahresabschluss 2016 Rückstellungen in Höhe von xx Millionen Euro, um die Kosten, die voraussichtlich bei dieser Maßnahme entstehen werden, abzufangen.
Die Passivseite zeigt die Kapital- bzw. Mittelherkunft an: Woher kommt das Kapital des Unternehmens?

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind in der Bilanz Verpflichtungen gegenüber Dritten, in der Allgemeinsprache „Schulden“ genannt. Zu den wesentlichen Verbindlichkeiten in der Bilanz zählen u.a.:
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, dem Finanzamt, der Sozialversicherung
- erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
- offene Rechnungen, noch zu erwartende Rechnungen …

Kennziffern
Zu den wichtigsten Kennziffern, jeweils für den Beobachtungszeitraum und im Vergleich zum Berichtszeitraum des Vorjahres, zählen folgende:
- Umsatzerlöse, auch Umsatz: Summe der verkauften Produkte und/oder Dienstleistungen. Dabei unterscheidet man zwischen dem wertmäßigen und dem mengenmäßigen Umsatz.
- Operatives Ergebnis: Nach Abzug des Wareneinsatzes (Rohstoffe oder Handelsware), aller Kosten (z. B. Personal, Energie, Logistik, Werbung…) und der Abschreibungen ergibt sich der Gewinn vor Steuern. Oft wird das englische Kürzel EBIT (earnings before interest and taxes) verwendet. Nach Zahlung von Steuern und Abgaben kommt der Gewinn nach Steuern zustande, sofern das Unternehmen keine sog. „roten Zahlen“ schreibt, also Verluste zu verzeichnen hat.
- Operative Marge oder EBIT-Marge: Sie drückt aus, welches operative Ergebnis durch einen Jahresumsatz erzielt worden ist.
- Free Cash Flow: Finanzielle Ressourcen, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergeben, abzüglich aller Abschreibungen und Investitionen. Der FCF stellt den aus einem Unternehmen entnahmefähigen Zahlungsmittelüberschuss und somit die Finanzkraft des Unternehmens dar.

Satz- und Wortschatz
- Der Konzern hat 2015 seine sehr guten Vorjahresergebnisse in fast allen Bereichen übertroffen und erwartet für 2016 trotz der schwachen Märkte eine günstige Entwicklung.
- Der Nettogewinn stieg auf 2,5 Milliarden Euro gegenüber 2,3 Milliarden Euro im Vorjahr.
- Mit einer operativen Marge von 12 % und einem operativen Ergebnis von 2,5 Mrd. Euro, das sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt hat, weist der Konzern eine erstklassige Bilanz auf.
- Das Unternehmen bildete Rückstellungen für außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 45 Millionen Euro.

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