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Abschreibungen

Grundsätzlich zu beachten: Kosten rund ums Büro summieren sich und auch im kleinsten Beleg steckt Steuerspar-Potenzial! Einkaufs-Quittungen sollten deshalb sorgfältig aufbewahrt werden.

"Die Erstausstattung eines normalen PC-Arbeitsplatzes kostet rund 3.500 Euro und der durchschnittliche Büromaterialverbrauch im Jahr für einen Fünf-Mann-Betrieb liegt bei 1.750 Euro", erklärt Dr. Reinhard Rolf, Geschäftsführer der Staples (Deutschland) GmbH, dem deutschen Tochterunternehmen der größten Büromarktkette der Welt. "Während Großunternehmen ihr Material en Gros einkaufen und die Abschreibungen von Technik und Einrichtung mit Hilfe von Experten regeln, fehlt in kleinen Unternehmen oft die Zeit und das Know-how, den Kostenfaktor Büro gering zu halten." Besser rechnen lässt sich, wenn man einige Spar- und Steuertipps beachtet:


Verbrauchsmaterialien, Einrichtungsgegenstände oder Bürotechnik mit einem Netto-Einzelpreis von nicht mehr als 410 Euro (derzeit 475,60 Euro inklusive MwSt.), gelten als geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG). Die Anschaffungskosten können Sie komplett im Jahr des Einkaufs als Betriebsausgabe geltend machen. Als Preisgrenze (410 Euro) gilt immer der Nettopreis - auch für Käufer, die nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind.


Achtung! Die Sofort-Abschreibungsmöglichkeit für GWG gilt nur, wenn die einzelnen Anschaffungen selbständig nutzbar sind. Das heißt: Auch wenn der Monitor, die Maus und der Drucker einzeln jeweils unter der "magischen" Grenze liegen, müssen sie über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Bei Büromöbeln hängt die Einstufung davon ab, ob sie fest miteinander verbunden sind. Ist das nicht der Fall, und beträgt der Netto-Einzelpreis der Einrichtungsgegenstände nicht mehr als 410 Euro, dann zählen auch sie

zu den GWG und mindern als Betriebsausgabe im Anschaffungsjahr die Steuerlast.


Beträgt der Netto-Kaufpreis von Büroausstattung mehr als 410 Euro, so wird die "Absetzung für Abnutzung" (AfA) über mehrere Jahre verteilt. Je nach Gegenstand sind hierfür in den amtlichen AfA-Tabellen Richtwerte für die Nutzungsdauer festgesetzt. Einige Beispiele: Büromöbel - 13 Jahre, Telefonanlagen - 10 Jahre, Telefonendgeräte - 8 Jahre, Faxgeräte, Kopiergeräte -7 Jahre, Handys und Autotelefone - 5 Jahre, PCs, Laptops und deren Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner, Modem usw. - 3 Jahre (früher 4 Jahre). Die aktuellen AfA-Listen gelten für alle Anschaffungen, die ab 2001 getätigt wurden, und sind zu finden unter www.bundesfinanzministerium.de


Die Abschreibung über mehrere Jahre bedeutet, dass Sie während der in der AfA-Tabelle festgesetzten Nutzungsdauer jedes Jahr einen Teil des Kaufpreises als Betriebsausgabe geltend machen - bis der Restwert Null ist. Büromöbel und Technik zählen zu den beweglichen Wirtschaftsgütern. Hier können Sie wählen zwischen linearer und degressiver Abschreibung. Linear setzen Sie jedes Jahr den gleichen Prozentsatz des Kaufpreises an, degressiv jedes Jahr den gleichen Prozentsatz des Restwertes. Der Prozentsatz für die degressive AfA darf maximal doppelt so hoch sein wie für die lineare, insgesamt jedoch 20 Prozent des Kaufpreises nicht überschreiten. Welche Art der Abschreibung im Einzelfall günstiger ist, hängt von der Nutzungsdauer und von der Situation des Betriebes ab.


Nutzen Sie für neue, bewegliche Wirtschaftsgüter wie Büromöbel, Bürotechnik(auch GWG) oder Fahrzeuge die Ansparabschreibung. Sie ermöglicht Ihnen das Vorziehen von Abschreibungen für Investitionen, die Sie in den nächsten zwei Jahren planen. Voraussetzung: Falls Sie Ihren Gewinn durch Betriebsvermögensausgleich (bilanzierend) ermitteln, darf Ihr Vermögen am Ende des vorangegangenen Wirtschaftsjahres nicht über 204.517 Euro liegen. Wenn Sie Ihren Gewinn durch Einnahme-Überschuss-Rechnung ermitteln, gilt diese Grenze nicht. Durch die Ansparrücklage reduzieren Sie die aktuelle Steuerlast und erhöhen Ihre Liquidität - ein Vorteil auch für geplante Investitionen. Die Höhe der Rücklage bestimmen Sie selbst. Sie darf bis zu 40 Prozent der geplanten Anschaffungskosten ausmachen, maximal pro Betrieb aber 154.000 Euro nicht übersteigen.




Quelle: Staples (http://www.staples.de)

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