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Erkennen, was wirkt: Zusammenhänge verstehen – Erfolge erzielen

„Irgendetwas läuft hier nicht rund. Doch Bewährtes hilft nicht weiter!“; „Wir strengen uns hier an, doch der angestrebte Erfolg bleibt aus“; „Ich hab da so ein Gefühl… um was geht es hier eigentlich wirklich?“

Wenn Sie das oder Ähnliches kennen und einmal anders auf komplexe Situationen schauen möchten, können Sie mit einer Systemaufstellung Klarheit gewinnen.

Die systemische Arbeit ist die Methode der Stunde: Sie gilt als psychosoziale Innovation und ist die im Moment sich weltweit am stärksten verbreitende Arbeitstechnik. Ihr Anfang liegt in der systemischen Familientherapie und sie steht für ein neues Bewusstsein, das komplexe Zusammenhänge sowohl mental als auch emotional erfasst und physisch, das heißt körperlich und räumlich, abbildet.
Während das mechanistische Weltbild linear-kausale und zeitliche Abfolgen betrachtet, ist beim systemischen Ansatz der Blick auf Zusammenhänge und Wechselwirkungen gerichtet. Betrachtet werden weniger Ursachen als vielmehr Wirkungen und Kontextbedingungen.

Wie Systeme funktionieren
Unternehmensleitung, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Aktionäre und Mitbewerber bilden gemeinsam ein Netzwerk, ein Ganzes. Dieses Ganze funktioniert als lebendiges System, dessen Dynamik zwar beeinflussbar, jedoch nicht linear steuerbar ist. In Systemen gibt es keine einfachen Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge im Gegensatz zum Beispiel zur Mechanik. Jede Handlung wirkt sich auf vielfältige Art und Weise auf das Gesamtsystem aus. So lässt sich die Eigendynamik von Systemen erklären, die manchmal zu Ergebnissen führt entgegen dem Willen der Unternehmensführung.

Nachhaltigkeit
Wenn die Funktionsprinzipien lebendiger Systeme mit bedacht werden, können sie für die Ziele der Organisation genutzt werden. Es gilt, die Gesamtheit von Prozessen, Konstellationen und Phänomenen zu begreifen und ihre vielfältigen Interdependenzen und Fernwirkungen zu erfassen. Der systemische Ansatz hilft, in Organisationen nachhaltige Lern- und Erneuerungsprozesse zu initiieren, um Unternehmen langfristig überlebensfähiger und erfolgreicher zu machen.

Neue Lösungsansätze
Dem systemischen Beratungsansatz und der system-theoretischen Wissenschaft liegt die Haltung zu Grunde, dass nur ein Klient selbst beurteilen kann, was für seine Anliegen eine gute Lösung sein wird und er bereits selbst über alle Fähigkeiten verfügt, um das Problem zu lösen. Der systemische Blick ermöglicht, komplexe Zusammenhänge, die menschliches Leben und Zusammenleben kennzeichnen, zu beschreiben und in seinen vielschichtigen Wechselwirkungen zu begreifen. Dadurch entstehen viele neue Informationen, die vorher nicht sichtbar waren und neue Ansätze für Lösungen ermöglichen. Der Berater übernimmt dabei die Verantwortung für den Beratungsprozess, der Klient für die Inhalte und die Arbeit an der Lösung.

Mechanistisches Weltbild  Systemisches Weltbild
Objektivität, eine Wahrheit  Wirklichkeitskonstruktion,
Mehrbrillenprinzip, Thesen
Richtig - FalschKontextabhängigkeit, Nützlichkeit
Rollen:
Macher, Führende und Geführte, Controller
Rollen:
Impulsgeber, Gärtner, Befähiger, Coach
Methoden:
Anordnung, Lernen durch Versuch und Irrtum        
Methoden:
Zuhören, Fragen, Reflexion, Lernen des Lernens
Widersprüche unterdrückenWidersprüche integrieren
StrukturgestaltungProzessgestaltung
Personenbezogene Interventionen Systembezogene Intervention



Systemaufstellungen haben Ihren Ursprung in der systemischen Familientherapie. Unter der Bezeichnung Familienaufstellung hat sich die Methode inzwischen über die ganze Welt verbreitet. Beim Familienstellen wird ein Bezug zum inneren Wissen einer Familie aufgenommen, wobei in diesem wissenden Feld die im System tatsächlich wirkenden Kräfte sichtbar werden und dadurch eine gute Lösung ermöglichen.

Mit dieser Technik lassen sich neben Familiensystemen mit ihrer Dynamik und ihrem Beziehungsgefüge auch betriebliche Systeme abbilden. Ihre Anwendung bei beruflichen Fragestellungen ist als Organisationsaufstellung seit über fünfzehn Jahren bekannt. Die Wirkung wurde mehrfach in wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen.

Einsatzmöglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Konfliktsituationen, persönlichen Klärungsprozessen, Vertriebs- und Marketingfragen, Personalentscheidungen bis zu Strategie- und Zielfindungsprozessen. In einer Zeit, in der betriebliche Prozesse, insbesondere auch Entscheidungsprozesse, immer schneller verlaufen, bieten sich Aufstellungen als Königsweg an, um rasch Erkenntnisse über komplexe Systeme zu gewinnen.

Die Aufstellung

Das Thema, das aufgestellt werden soll, wird in seiner systemischen Einbindung betrachtet. Dabei werden Teamstrukturen, Märkte, Projekte u.a. als komplexe Systeme mit einer Vielfalt von Wechselwirkungen verstanden. Im ersten Schritt werden die relevanten Systemelemente festgelegt: Personen, Abteilungen, aber auch Werte, Ziele, Projekte oder Produkte.

Für jedes wichtige Systemelement wird aus dem Teilnehmerkreis ein Vertreter ausgewählt. Dieser wird vom Fragesteller intuitiv im Raum positioniert und ausgerichtet, sprich: aufgestellt. Position und Blickrichtung der im Raum stehenden Personen sowie deren Rückmeldung über ihr Befinden zeigen schnell und unmittelbar wesentliche, oft nicht beachtete Zusammenhänge. Aus diesen Informationen werden die nächsten Schritte abgeleitet mit dem Ziel, Harmonie und Synergie im System zu erhöhen. Auch lassen sich Handlungsalternativen in ihrer Wirkung auf das Ganze testen.

Durch Aufstellungen lassen sich in kurzer Zeit wesentliche Informationen über eine Situation oder ein System gewinnen. Aufstellungen führen oft zu völlig neuen Ideen oder Sichtweisen. Verborgene Ursachen von Störungen, Konflikten, Absatzproblemen usw. können sichtbar gemacht und bearbeitet werden. Die Methode ergänzt die sachlich-logische Problembearbeitung durch eine sehr präzise intuitive Wahrnehmung und hohe Kreativität.

Weiterbildung

Systemische Arbeit kann man lernen und die Arbeitsweise ist inzwischen nutzbar für viele berufliche Bereiche vom Unternehmen über Bildungseinrichtungen und Universitäten bis hin zu psychosozialen Arbeitsfeldern. Es gibt systemische Psychotherapie, systemische Beratung, Supervision und Coaching. In Deutschland gibt es inzwischen einige vom Dachverband der Systemischen Gesellschaft zertifizierte Ausbildungen.

Der nächste Kurs mit Systemaufstellungen findet vom Montag, 18. bis Mittwoch, 20. April 2016 im Kloster Oberzell am Stadtrand von Würzburg statt.

Team Benedikt

Das TEAM BENEDIKT bietet unter der Leitung von Hubertus Spieler das Curriculum Systeme gut aufstellen sowie den Kurs Organisationsaufstellung: Mensch und System an. Das Curriculum verbindet die Konzepte der systemischen Arbeit und Salutogenese (Wie Gesundheit entsteht). Es richtet sich an Menschen, die sich für tiefere Zusammenhänge interessieren und die sich die systemische Haltung zu eigen machen möchten, um in ihren Organisationen Komplexität zu meistern, Sicherheit zu vermitteln, Klarheit zu schaffen und nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Im Kurs Organisationsaufstellung können die Teilnehmer berufliche oder persönliche Anliegen aufstellen und reflektieren, um Win-Win-Situationen zum Wohle aller Beteiligten zu finden. Der Wechsel von Aufstellungs- und Meditationseinheiten unterstützt die Wirkung der Aufstellungsarbeit auf besondere Weise.

Weiterführende Literaturhinweise

Franz Ruppert: Trauma, Angst & Liebe, Thomas Schäfer: Was die Seele krank macht…, Berthold Ulsamer: Ohne Wurzeln keine Flügel, Gunthard Weber: Praxis der Organisationsaufstellungen

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