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Digitalisierung vom Schreibtisch aus

Der Trend zur Digitalisierung stellt längst nicht mehr nur Unternehmensbereiche wie Produktion oder Vertrieb auf den Kopf, sondern auch Prozesse, die auf den ersten Blick kaum Einsparpotenzial bieten.

Digitalisierung vom Schreibtisch aus

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der HTWK Leipzig und der Beschaffungsplattform Mercateo. Dabei nahmen der Wissenschaftler Prof. Holger Müller von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und Elisabetta Bollini von der Mercateo AG die Abläufe beim „indirekten Einkauf“ unter die Lupe. Sie untersuchten, wie viel Zeit es ein Unternehmen kostet, Materialien zu beschaffen, die laufend in der Verwaltung, im Betrieb oder in der Instandhaltung benötigt werden, jenseits der für die Produktion relevanten Güter. Die Ergebnisse wurden nach drei Kategorien aufgeschlüsselt: nicht-einheitliche, einheitliche und digitalisierte Beschaffungsvorgänge. Die Studie wurde im Zeitraum von Dezember 2016 bis Januar 2017 durchgeführt. Insgesamt 110 Verantwortliche für Beschaffung und Einkauf in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen nahmen an der Online- Befragung teil.

Ein wesentliches Ergebnis ist laut den Autoren:

Die Beschaffung von indirektem Bedarf kann in einem Unternehmen zu einem erheblichen Kostenfaktor werden, wenn diese Einkaufsprozesse nur unzureichend professionalisiert und vor allem nicht digitalisiert sind. Für einen durchschnittlichen Mittelständler mit rund 7100 Bestellungen pro Jahr bedeute das etwa, dass er mithilfe von digitalisierten Prozessen die Bestellkosten von knapp 820.000 Euro um 40 Prozent auf 480.000 Euro reduzieren könne. Dabei wurden die einzelnen Bereiche einer Bestellung, von der Bedarfsanforderung über die Lieferantenauswahl, die Bestellung und den Wareneingang bis hin zur buchhalterischen Abwicklung definiert und auf ihren konkreten Zeitaufwand hin überprüft. Ein zwar einheitlicher, jedoch weiterhin manueller Prozess führe zu keinen Einsparungen, heißt es in der Studie. Erst ein digitalisierter Prozess senke die Kosten von 115 Euro (manuell) auf 67 Euro (digital). Professor Holger Müller von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig sieht die Studie als wichtige Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung.


Quelle: Studie „Indirekter Einkauf im Fokus: Zwischen Einsparpotenzial und Zukunftschancen“, Mercateo, 2017

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