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Firmenweihnachtsfeier ohne Fauxpas: Von A wie Alkohol bis W wie Witze

Wüssten Sie, wie Sie Ihrem Chef den Wunsch nach einem Tanz verwehren? Und wie vermeiden Sie es, sich mit Menschen zu duzen, die Sie gar nicht duzen wollen? Eine betriebliche Weihnachtsfeier ist voller Fallstricke. Hier lesen Sie, wie Sie die umgehen. So meistern Sie die Firmenweihnachtsfeier mit Bravour – ohne einen Etikette-Fauxpas zu begehen.

Weihnachtsfeier ohne Fauxpas

So meistern Sie die Firmenweihnachtsfeier mit Bravour – ohne einen Etikette-Fauxpas zu begehen.

Firmenweihnachtsfeier ohne Fauxpas: Von A wie Alkohol bis W wie Witze

Alkohol auf der Firmenweihnachtsfeier

Beim Konsum von Alkohol gelten zwei Regeln:

  1. Sie können, müssen den aber nicht trinken.
  2. Halten Sie Maß.

Sie mögen keinen Alkohol, vertragen ihn nicht oder was auch immer. Sie müssen den nicht trinken, nur weil andere ihn trinken. Menschen, die keinen Alkohol trinken, sehen sich häufig unangebrachten Bemerkungen ihrer Gegenüber ausgesetzt.

Meine Empfehlung: Sollte jemand Sie fragen: „Hast du ein Problem mit Alkohol?“, schulden Sie ihm keine Erklärung. Ich würde reagieren mit: „Ich nicht, Sie?“

Halten Sie Maß

Wenn Sie gern Alkohol trinken, sollten Sie sich ab dem Zeitpunkt, an dem Sie dessen Wirkung spüren, merklich zurückhalten. Die Weihnachtsfeier ist nicht der geeignete Ort, um sich ordentlich „einen zu brennen“.

Auf den Tisch klopfen

Es ist beliebt, wenn man zu einer Gruppe stößt, auf den Tisch zu klopfen, begleitet von einem „Ich klopfe mal auf den Tisch“. Auch wenn das üblich ist, ist es dennoch nicht sonderlich wertschätzend und ist kein guter Umgangston.

Meine Empfehlung: Sagen Sie „Guten Abend, zusammen“ oder „Hallo, zusammen, schön euch zu sehen“. Allen die Hand zu geben erscheint etwas übertrieben. Außerdem würden Sie damit Gespräche unterbrechen. Und die kommen manchmal ohnehin schwer genug in Gang.

Ausreden erfinden

Sie haben absolut keine Lust, an der Feier teilzunehmen, die in diesem Jahr auf der Kartbahn stattfindet oder eine andere Aktivität vorsieht, die Sie nicht mit den Kolleginnen und Kollegen teilen möchten. Wenn Sie dennoch über Ihren Schatten springen und teilnehmen, ist das gut fürs „Wir“. Wenn Sie das gar nicht über sich bringen, denken Sie vielleicht über eine Ausrede nach, die Sie Ihrem Chef servieren können. Egal, was Sie als Ausrede auftischen möchten, bedenken Sie diese Aspekte:

  1. Der Volksmund sagt: „Lügen haben kurze Beine.“ Wenn Sie bei einer Lüge erwischt werden, ist das sehr, sehr peinlich.
  2. Wenn Sie bestimmte Aktivitäten nicht mögen, müssen Sie sich jedes Jahr eine Ausrede einfallen lassen. Das ist weder sonderlich respektvoll den anderen gegenüber, noch kommen Sie damit lange als glaubwürdig über die Runden.

Meine Empfehlung: Sprechen Sie ganz offen mit Ihrem Chef, wenn Sie eine bestimmte Aktivität ganz schlimm finden und sie nicht mitmachen möchten. Ihr Vorgesetzter hat diplomatische Ehrlichkeit mehr verdient als eine gut vorbereitete Lüge.

Beginn

Die Feier startet um 19 Uhr. Viele denken: „Ach, dann bin ich die Erste.“ Seien Sie da, wenn es heißt „um 19 Uhr“. Bei „ab 19 Uhr“ dürfen Sie getrost 15 Minuten später erscheinen. Gegen 20 Uhr zu kommen zeugt von Desinteresse.

Begrüßung

Zu Beginn der Weihnachtsfeier sollten Sie auf jeden Fall Ihren Chef begrüßen beziehungsweise den Einladenden. Sich einfach reinschmuggeln und Spaß haben ist unhöflich. Unterbrechen Sie den Chef jedoch nicht, wenn er mitten in einem Gespräch ist. Grüßen Sie aus einiger Entfernung durch Nicken, Lächeln oder dezentes Winken und warten Sie einen Augenblick, bis eine kurze Pause entsteht oder er das Gespräch beendet hat. „Ich wollte eben nicht stören“, so könnten Sie die verzögerte Begrüßung erläutern. Steht Ihr Chef mit jemand anderem zusammen, begrüßen Sie ihn am besten mit Handschlag. Die anderen Personen, die bei ihm stehen, dann selbstverständlich auch.

Das Gleiche gilt für Ihren Partner, wenn er Sie begleitet. Machen Sie ihn mit den Umstehenden bekannt: „Martin, das ist mein Kollege Johannes. Johannes, das ist Martin, mein Lebensgefährte.“ Beachten Sie: Wenn Sie sich einer Runde anschließen, an einen Tisch treten und jemanden mit Handschlag begrüßen, den Sie kennen, dann müssen Sie alle anderen Anwesenden der Runde ebenfalls mit Handschlag begrüßen.

Bekanntmachen

Wenn Sie in einem großen Unternehmen arbeiten, kennen Sie nicht jeden, den Sie auf der Weihnachtsfeier treffen. Stoßen Sie also zu einer Gruppe, in der Ihnen nicht bekannte Menschen stehen, machen Sie sich unbedingt bekannt. „Hallo, ich bin Sabine Schröder, die Assistentin von Klaus Schulz aus dem Vertrieb.“ Damit Sie es einander erleichtern, ins Gespräch zu kommen, sollten Sie immer Ihren ganzen Namen sagen und was Sie im Unternehmen machen und mit wem oder für wen Sie arbeiten. So ergeben sich schnell Anknüpfungsmöglichkeiten für ein lockeres Gespräch.

Buffet

Wenn ein Buffet die Weihnachtsfeier begleitet, sollten Sie die wichtigsten Umgangsformen-Empfehlungen rund ums Buffet kennen, um sich von Ihrer professionellen Seite zu präsentieren.

Guten Appetit?

Bei einem Buffet isst jeder, was und wann er möchte. Wenn also schon Kollegen an einem Tisch sitzen und essen und Sie sich dazugesellen, sagen Sie nicht „Guten Appetit“ – denn auf diesen Wunsch haben die Sitzenden vielleicht schon mehrmals im Laufe der letzten 15 Minuten etwas erwidert. Und das dann gezwungenermaßen teilweise mit vollem Mund. Außerdem wünscht „Guten Appetit“ nur der, der das Essen zubereitet hat. Das könnte in diesem Fall also nur der Koch tun.

Meine Empfehlung: Grüßen Sie in die Runde mit einem „Guten Abend“ oder „Hallo“ und setzen sich dazu. Gegebenenfalls sollten Sie noch fragen, ob noch ein Platz frei sei, falls keine feste Tischordnung besteht. Wenn Sie die anderen am Tisch nicht kennen, sagen Sie kurz, wer Sie sind.

Zu viel auf einem Teller

Denken Sie daran: Sie können so oft „Nachschlag“ holen, wie Sie möchten. Es gibt also keinen guten Grund, sich den Teller randvoll mit Speisen zu packen. Das sähe unschön und ein wenig „gefräßig“ aus.

Speisenzusammenstellung

Auch wenn es Ihnen persönlich Freude bereitet, Fisch, Fleisch, Pasta, also mehrere Hauptgerichte zugleich auf Ihrem Teller zum Platz zu jonglieren, ist es stilvoller, die Speisenzusammenstellung mit Bedacht zu wählen. Alles durcheinander und alles zusammen auf einen Schlag auf einem Teller wirkt nicht sonderlich elegant. Entscheiden Sie sich für ein Gericht mit den passenden Beilagen. Wenn Sie die anderen Gerichte probieren möchten, legen Sie sich nur eine kleine Portion auf und holen Sie sich dann später auf einem neuen Teller das nächste Gericht, das Sie probieren möchten.

Der Teller bleibt stehen

Wenn Sie sich am Buffet Nachschlag holen möchten, stehen dort dazu saubere Teller bereit, die Sie dazu verwenden sollten. Es ist unfein, den leer gegessenen, schmutzigen Teller durchs Lokal zu tragen, um sich noch einmal aufzufüllen. Ihren benutzten Teller sollten Sie auf jeden Fall an Ihrem Platz stehen lassen. Der aufmerksame Service wird ihn wegräumen. Sollte er bei Ihrer Rückkehr vom Buffet noch immer dort stehen, stellen Sie ihn etwas zur Seite und bitten Sie den Service, den Teller mitzunehmen.

Besteck

In der Regel ist Besteck für den Vorspeisengang und für ein Hauptgericht eingedeckt. Wenn Sie also ein drittes Besteck benötigen, müssen und sollten Sie das benutzte nicht „bunkern“ und auf den Tisch legen. Denn es gilt: Besteck, das den Tisch einmal verlassen hat, berührt ihn nicht wieder. Außerdem macht es sich nicht gut, wenn Sie Ihr Messer abschlecken, um es dann auf Ihre Serviette oder den Tisch zu legen. Auch ohne Abschlecken sollten Sie davon absehen. Also: Legen Sie Ihr Besteck, Messer und Gabel, parallel nebeneinander, auf den benutzten Teller. Die Damen und Herren im Service werden beides abräumen. Nehmen Sie sich am Buffet ein neues Besteck.

Serviette

Einigen Menschen ist es nicht wichtig, eine Serviette auf dem Schoß zu haben. Allerdings: Es ist schlechter Stil, sich den Mund gar nicht oder mit der noch gefalteten Serviette abzuwischen und sie nach jeder Benutzung wieder auf den Tisch zu legen. Fettrückstände oder Krümel – geschweige denn Essensreste – auf Ihrer Serviette sehen unappetitlich aus. Deshalb: Legen Sie sich die Serviette auf den Schoß, klappen Sie die zu den Knien hin ein Drittel um. Das ist der Bereich, in dem Sie sich die Lippen abtupfen. Die Serviette liegt immer auf dem Schoß, nicht auf dem Tisch, damit Sie den anderen Anwesenden unangenehme Ansichten auf Ihre Essensreste, die sich irgendwann an der Serviette befinden, ersparen. Außerdem ist so an eng belegten Tischen immer klar, wem welche Serviette gehört.

Wohin mit der Serviette … … wenn Sie sich noch etwas vom Buffet holen möchten oder zur Toilette müssen?

Ganz einfach. Legen Sie sie locker zusammengefaltet links neben Ihren Teller. Da gehört sie auch hin, wenn das Essen komplett beendet ist, egal, ob Papier- oder Stoffserviette. Ihre Serviette gehört – in Deutschland, anders als beispielsweise in den USA – nicht auf den Stuhl, weder über die Lehne gehängt noch auf den Sitzplatz gelegt. Wir in Deutschland finden, dass das nicht sonderlich fein wirke, denn sie habe da nichts zu suchen. Es gibt aus unserer Sicht noch einen ganz praktischen Grund, die Serviette auf den Tisch zu legen: Stühle gelten bei uns nicht als sonderlich hygienisch. Wir möchten Fasern oder Krümel davon nicht auf unserer Serviette haben.

Danken für die Einladung

Denken Sie daran, sich beim Abschied bei Ihrem Chef für die Einladung zu bedanken. Auch wenn Sie die Feier organisiert oder mit organisiert haben, sollten Sie sich bedanken. Es steht Ihrem Chef ja frei, sich ebenfalls bei Ihnen für die Organisation zu bedanken. Sie sollten ihm diese höfliche Geste auf gar keinen Fall schuldig bleiben. Wenn Ihr Partner auch zur Feier eingeladen war, bedankt er sich selbstverständlich auch bei Ihrem Chef dafür, ebenfalls für den schönen Abend.

Dresscode

Je nachdem, in welchem Rahmen die Feier stattfindet, ist es nicht ganz unerheblich, dass die Kolleginnen und Kollegen sich an einen bestimmten Dresscode halten. Außerdem würde ein Hinweis auf die Kleidung vielen Sicherheit geben, wenn es darum geht: „Was ziehe ich an?“ Sollten die Organisation und/oder die Einladung in Ihren Händen liegen, helfen Sie den Kollegen mit einem Hinweis in der Einladung.

Die offiziellen Dresscodes im Überblick

  • Private Casual – legere Freizeitkleidung
  • Smart Casual – gehobene/elegante Freizeitkleidung
  • Business Casual – legere Geschäftskleidung
  • Daily Business – alltägliche/branchenübliche Geschäftskleidung
  • Smart Business – gehobene/elegante Geschäftskleidung
  • Come as you are – alltägliche bis gehobene Geschäftskleidung
  • Dunkler Anzug – Der Herr trägt einen dunklen Anzug, mit weißem Hemd, Manschettenknöpfen und eleganten Schuhen. Die Dame trägt ein elegantes Kostüm oder Kleid. Das „kleine Schwarze“ ist geeignet.
  • Smoking (auch: Black Tie) – Die Dame trägt ein langes oder elegantes kurzes Kleid, Cocktailkleid, und der Mann trägt Smoking.

 

Zu Ihrer Orientierung: Findet die Weihnachtsfeier in einem normalen Restaurant statt (Pizzeria oder Ähnliches), ist gehobene/elegante Freizeitkleidung, also „Smart Casual“, passend. Schreiben Sie nicht „Legere Freizeitkleidung“. Das würde einige Kollegen zu unangebrachter Lässigkeit motivieren. Speisen Sie in einem eleganten Restaurant, schreiben Sie mindestens als Dresscode „Business Casual“. Dann können die Herren eine Kombination tragen oder einen eleganten Rollkragenpulli zur Tuchhose – nicht zur Jeans.

Für die Damen gilt: Die Kleidung soll ebenfalls ein wenig edel aussehen, jedoch nicht zu viel Haut zeigen. Sie können eine schicke Bluse mit einer Stoffhose tragen, ein Kostüm, wenn Sie mögen, oder ein Kleid. Das „kleine Schwarze“ wirkte für diesen Anlass jedoch overdressed. Wenn Sie befürchten, dass die Kollegen für das elegante Ambiente doch lieber die Freizeitkleidung wählen könnten, dann stellen Sie es ganz klar: „Macht euch schick – gerne Anzug und kleines Schwarzes.“

Kommt, wie ihr möchtet

Solche Hinweise für die Kleidung sollten Sie nur geben, wenn es völlig egal ist, wie die Mitarbeiter erscheinen. Sie müssen bei diesem Hinweis damit rechnen, dass möglicherweise einige Mitarbeiter bei der Garderobenwahl total danebengreifen und allzu leger kommen.

Weisen Sie auf erforderliche Besonderheiten bei der Kleidung hin

Planen Sie eine Winterwanderung vor dem Essen? Eine Schlittenfahrt? Oder geht es vorher auf die Kartbahn? Machen Sie daraus keine vollständige Überraschung für die Eingeladenen. Die sollten wissen, wenn besonderes Schuhwerk oder extrawarme Kleidung erforderlich ist. Wenn Sie den Hinweis darauf vergessen, stehen die Kolleginnen vermutlich in Schuhen mit hohen Absätzen und ohne Winterjacke da.

Duzen

Gerade auf betrieblichen Feiern werden in Feierlaune oft Duzbruderschaften geschlossen. Das kann ernst gemeint sein, muss es aber nicht. Wenn Ihnen das Duzen am Folgetag unangenehm ist und Sie Zweifel haben, ob das alles mit rechten Dingen zugegangen war, sprechen Sie Ihren neuen Duzfreund direkt darauf an: „Herr Müller, es ist mir unangenehm, aber ich habe Sie bei unserer Weihnachtsfeier in Feierlaune einfach geduzt. Bitte entschuldigen Sie.“

„Herr Kramner, auf unserer Weihnachtsfeier war so eine ausgelassene Stimmung, und davon habe ich mich überrumpeln lassen. Bitte entschuldigen Sie, dass ich Sie einfach geduzt habe.“ Wenn Ihr Chef oder Ihr Kollege das gar nicht schlimm findet und beim Du bleiben möchte, haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  1. Nur weil Ihr Chef sich mit Ihnen duzen möchte, müssen Sie seinem Wunsch nicht entsprechen. Sagen Sie, wenn Sie ihn weiter siezen möchten „Ich finde das sehr nett von Ihnen und freue mich darüber. Ich fühle mich mit dem Sie wohler.“ Meine Empfehlung: Wenn Sie beim Du bleiben, lassen Sie sich nicht auf halbe Sachen ein. Wenn Ihr Chef zum Beispiel wünscht, dass Sie ihn vor Kunden siezen, werden Sie beide einen verkrampften Eindruck machen. Entweder ganz oder gar nicht!
  2. Schlagen Sie ihm die Anrede mit Vornamen und Sie vor, wenn Ihnen das klassische Du zu persönlich erscheint.
  3. Sie nehmen das Angebot an und bleiben beim Du.

Essen

Mitarbeiter sind in der Regel neugierig zu erfahren, welches Essen sie auf der Weihnachtsfeier erwartet. Geben Sie dazu auf jeden Fall einen Hinweis in Ihrer Einladung. Bitten Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen um die Angabe von Allergien oder die Wünsche für vegetarisches oder veganes Essen. Damit ersparen Sie sich und allen anderen später Verzögerungen und Peinlichkeiten. Genauso gilt: Wenn Sie nicht die Einladende sind und nicht nach Allergien oder Unverträglichkeiten gefragt werden, teilen Sie diese ungefragt mit. Damit erleichtern Sie allen den reibungslosen Ablauf während der Weihnachtsfeier.

Essensauswahl

Bei Weihnachtsfeiern im kleinen Kreis kommt es vor, dass das Essen nicht vorbestellt ist und sich jeder vor Ort selbst das aussuchen darf, was er möchte. Doch die vermeintlich freie Auswahl ist nicht ganz so frei. Denn der Einladende gibt den Rahmen vor. Wenn der Vorgesetzte/der Einladende Ihnen nicht anbietet, dass Sie sich getrost für das große Menü entscheiden können, dann sollten Sie es nicht tun. Es sei denn, er bestellt sich das Menü, dann können Sie nachziehen.

Es gilt: Ihre Bestellung sollte nicht teurer sein als die des Einladenden, es sei denn, er ermuntert Sie ausdrücklich dazu. Das Gleiche gilt zum Beispiel für den Aperitif. Wenn der Boss einen Prosecco bestellt, können Sie kein Glas Champagner bestellen. Dann muss es eben Prosecco oder etwas ähnlich Preiswertes sein.

Mein Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Chef vorab darüber, ob ihm diese Verantwortung bewusst ist. Sonst bestellt er unwissend nur eine Kleinigkeit und wundert sich anschließend, dass andere sich zurückhalten und die gute Stimmung nicht so recht aufkommen mag.

Gastgeberin

Haben Sie als Sekretärin die Feier organisiert, fungieren Sie zusammen mit Ihrem Chef als Gastgeberin und Gastgeber. Sie begrüßen die eintreffenden Gäste per Handschlag. Auch wenn es bei großen Feiern nicht möglich sein wird, wirklich jedem die Hand zur Begrüßung zu geben, halten Sie sich dennoch bei Ankunft der Gäste im Eingangsbereich auf.

Gastgeberverantwortung

Sie sind sich nicht sicher, ob Ihr Chef sich seiner Gastgeberverantwortung bewusst ist? Dann weisen Sie ihn vorher darauf hin, dass er für alle die Richtschnur ist. Nicht jedem Vorgesetzten ist es bewusst, dass alle auf sein Signal achten. So kann eine Feier knauserig wirken, obwohl es gar nicht so gemeint ist.

So machen Sie Ihren Chef diplomatisch auf seine Verantwortung aufmerksam: „Herr Klausen, mir ist aufgefallen, dass einige Mitarbeiter sich bei der letzten Weihnachtsfeier etwas unsicher fühlten. Sie wussten nicht, was sie bestellen durften. Sowohl beim Essen als auch bei den Getränken gab es Unsicherheiten. Ich fände es sehr gut, wenn Sie sie darin unterstützen würden. Sagen Sie doch ruhig, was sie sich zu trinken bestellen können und was nicht. Oder sprechen Sie Empfehlungen beim Essen aus. Wenn Sie zum Beispiel einen teuren Wein und ein teures Essen empfehlen, dann weiß man, dass man sich ruhig etwas Teureres bestellen darf. Wenn Sie Reibekuchen oder Kartoffelsalat empfehlen, wissen alle, dass sie sich zurückhalten sollen. Auch für mich wäre das eine große Hilfe.“

Nicht jedem Mitarbeiter ist klar, dass der Chef die Richtschnur ist. Es ist jedoch nicht Ihre Aufgabe, den Kollegen Benehmen beizubringen und diese dahingehend zu „instruieren“.

Getränke

Es gibt rund um das Thema „Getränke“ einige Umgangsformen-Empfehlungen zu beachten. Hier sind die für Ihre Weihnachtsfeier relevanten auf einen Blick, wenn Sie Fettnäpfchen umgehen wollen:

  • Bestellen Sie kein Getränk, das teurer ist als das, welches der Einladende bestellt.
  • Wenn der Service fragt, ob Sie einen Aperitif haben möchten, warten Sie auf den Zuspruch/die Ermunterung Ihres Chefs.
  • Wenn Ihr Chef nicht reagiert, fragen Sie ihn, ob er einen Aperitif wünscht: „Herr Meier, nehmen Sie einen Aperitif?“ Wenn er verneint und Ihnen keinen anbietet, dann verneinen Sie ebenfalls. Wenn er Sie nicht dazu einlädt, sollten Sie sich keinen Aperitif bestellen.
  • Bestellt der Einladende sich ein Bier, dürfen sich Sie natürlich trotzdem ein Glas Wein bestellen – im unteren Preissegment.
  • Überlegen Sie sich, wie es wirkt, wenn Sie sich zum Sternemenü eine Cola bestellen. Stilvoller wäre es, bei Wasser zu bleiben, wenn Sie keinen Wein trinken möchten.

 

Guten Appetit?

Was fürs Buffet gilt, gilt auch für ein „normales“ Essen: Wünschen Sie niemandem „Guten Appetit“. Das ist dem Koch vorbehalten. Also sollten Sie nur dann „Guten Appetit“ sagen, wenn Sie die Kollegen zu sich nach Hause eingeladen haben. Ansonsten beginnen Sie mit dem Essen, wenn alle ihr Gericht haben und der Einladende zu essen anfängt. Wenn Ihr Chef ein deutliches Signal setzen möchte, kann er einmal in die Runde nicken und dann mit dem Essen beginnen. Falls der Chef nicht am Tisch sitzt, warten alle mit dem Essen, bis alle etwas haben. Erst dann darf „zugeschlagen“ werden. Das gilt bei jedem Gang. Bei einem Buffet isst jeder, wenn er am Tisch sitzt, und wartet nicht auf die Übrigen.

Handy

Dass Sie Ihr Handy bei sich tragen, ist normal. Dass Sie während der Feier Nachrichten schreiben, Facebook oder E-Mails checken, allerdings nicht. Viele beschäftigen sich im Laufe eines Abends heimlich unter dem Tisch oder manchmal sogar ganz offensichtlich mit dem Handy. Das ist ausnehmend unhöflich. Verzichten Sie darauf.

Kleidung

Die betriebliche Weihnachtsfeier ist nicht der geeignete Anlass, um den Kollegen endlich mal zu zeigen, dass Sie privat ganz anders sind oder wie sexy Ihre sonstige Kleidung ist. Ja, Sie können und dürfen figurbetonte Kleidung tragen. Nur zu sexy und offenherzig sollten Sie nicht erscheinen. Das ist unangebracht und könnte Ihre Autorität, wenn Sie dann wieder im Job sind, beeinträchtigen. Beim Make-up und den Accessoires darf es für den Abend etwas auffälliger sein: Der rote Lippenstift oder das auffällige Augen-Make-up ist erlaubt.

Mahlzeit

Ein „Mahlzeit“ ist nie der richtige Essensgruß. Wenn dies aus Firmenkantinen auch scheinbar nicht wegzudenken ist, gehört es doch nicht zu einem höflichen Miteinander. Beim Abendessen hat es schon gar nichts verloren. Wenn jemand Ihnen „Mahlzeit“ wünscht, stoßen Sie ihn nicht vor den Kopf und korrigieren ihn, sondern sagen einfach: „Danke, Ihnen auch.“

Partner mitbringen und bekannt machen

Zur Feier sind auch die Partner eingeladen? Dann denken Sie unbedingt daran, Ihren Partner zuerst mit Ihrem Chef und dann mit einigen Kollegen bekanntzumachen. Und so funktioniert’s: „Herr Meier, ich würde Sie gern mit meinem Freund/ Mann/Liebsten bekannt machen. Das ist Bernd Schröder. Bernd, das ist mein Chef, Holger Meier.“ Dann geben sich die Herren die Hand.

Zusatzwissen: „Richtiges“ Bekanntmachen

Es heißt „bekannt machen“ nicht „vorstellen“. „Ich möchte Ihnen gern meinen Lebensgefährten/Mann vorstellen“ ist falsch. Damit würde nur Ihr Chef erfahren, wie Ihr Partner heißt. Und Ihrem Partner würden Sie nicht sagen, wie der Chef heißt. Vorstellen ist immer einseitig, wenn zum Beispiel ein „Normalo“ dem Bundespräsidenten vorgestellt wird. Also: „Herr Meier, jetzt lernen Sie endlich auch einmal meinen Mann kennen, Martin Jäger. Martin, das ist mein Chef Bernd Meier.“ Hat Ihr Chef seine Partnerin ebenfalls mitgebracht, warten Sie, ob er Sie mit ihr bekannt machen möchte. Wenn nicht, ergreifen Sie die Initiative. Ansonsten könnte es sehr peinlich werden, wenn keiner irgendetwas sagt. „Ich bin Silke Schmitt, die Assistentin von Bernd Meier. Guten Abend.“ Sagen Sie nicht „die Assistentin Ihres Mannes“, denn noch wissen Sie nicht, ob das die Gattin ist.

Strecken Sie der Dame die Hand entgegen. Sie wird sie dann vermutlich nehmen und hoffentlich ihren Namen sagen. Wenn sie nicht sagt, wie sie heißt, fragen Sie sie. „Sind Sie so lieb mit zu sagen, wie Sie heißen?“ Ansonsten wissen Sie nicht, wie Sie sie ansprechen sollen, und die Peinlichkeit bleibt bestehen.

Präsente

Bei Weihnachtsfeiern gibt es zum Abschluss schon mal ein kleines Präsent. Wenn Sie an der Auswahl beteiligt sind, achten Sie darauf, dass das Give-away für möglichst viele geeignet ist. Pralinen (ohne alkoholische Füllung) oder ein gutes Olivenöl passen nahezu immer.

Bedanken Sie sich für das Präsent

Wenn Sie ein Geschenk erhalten, nehmen Sie es an. Auch wenn es Ihren Geschmack nicht ganz trifft. Es ist absolut unhöflich, ein Geschenk mit einem „Das werfe ich zu Hause ohnehin nur weg“ abzulehnen. Selbst wenn es stimmt.

Pünktlichkeit

Seien Sie höflich und zollen Sie dem Einladenden Respekt, indem Sie pünktlich erscheinen. Am besten kommen Sie fünf Minuten vor der Zeit.

Wenn Kollegen sich verspäten

Es ist für 19 Uhr eingeladen worden, und um 19:15 Uhr sind immer noch nicht alle da. Lassen Sie die Pünktlichen nicht dafür büßen, dass andere es nicht zur vereinbarten Uhrzeit geschafft haben. Beginnen Sie mit dem Essen. Bei einem Menü müssen die Zuspätkommer dann auf die Gänge verzichten, die sie verpasst haben. Wenn sie die nachholen dürften, würde das den gesamten Ablauf für alle anderen durcheinanderbringen. Der zu späte Kollege steigt da ein, wo alle anderen sind, wenn er eintrifft. Wird ein Buffet angeboten, ist die Abwicklung sowieso einfacher. Sie starten pünktlich, und die Zuspätkommer können essen, was sie möchten.

Achtung: Wenn es Sie ärgert, dass Ihre Kollegen zu spät kommen, rügen Sie sie nicht. Das steht Ihnen nicht zu. Es ist deren eigene Verantwortung.

Reklamationen

Es kann natürlich passieren, dass Ihnen im Laufe des Abends etwas missfällt. Der Wein ist zu warm, der Service zu langsam, das Essen kalt. Halten Sie sich mit Beschwerden zurück. Sie sind eingeladen; da gehört es sich nicht, über den Abend und das, was damit verbunden ist, zu meckern – und schon gar nicht beim Einladenden. Wird beispielsweise der Wein zu warm serviert, bitten Sie den Service dezent und leise, den Wein noch kalt zu legen beziehungsweise Ihnen ein Glas aus einer anderen kälteren Flasche zu bringen. Das Essen ist kalt? Das Rinderfilet zu durch? Bitten Sie hier dezent um Nachwärmen oder Ersatz. Keinesfalls sollten Sie sich mit Ihren Tischnachbarn lautstark über diese Mängel unterhalten.

Ergreifen Sie die Initiative, wenn’s nicht läuft

Sollten Sie feststellen, dass Grundsätzliches falschläuft, der Service beispielsweise die gesamte Gesellschaft vernachlässigt und Ihr Chef nichts unternimmt, Kollegen unzufrieden mit ihrem Essen sind, ergreifen Sie die Initiative.

Mein Tipp: Wenn Sie die Organisatorin sind, verlassen Sie den Tisch, sprechen Sie mit einem Verantwortlichen und äußern Sie Ihre Wünsche. Hat jemand anders die Veranstaltung organisiert, sprechen Sie mit ihm oder ihr und bitten Sie um Klärung.

So reagieren Sie diplomatisch auf Fragen vom Chef

Sollte Ihr Chef Sie konkret fragen, wie das Essen war, überlegen Sie, ob Sie jede Kleinigkeit, die Ihnen nicht gefallen hat, erwähnen sollten. Ein „Es war alles sehr lecker“ wird Ihren Chef sicher freuen zu hören. Dass das Rinderfilet zu durchgebraten war, dafür kann er ja nichts – dieses Detail können Sie ihm ersparen. Wenn es Ihnen gar nicht geschmeckt hat, sieht man das wahrscheinlich an den Resten auf Ihrem Teller. Ein „Es war einfach nicht mein Fall“ ist Ausdruck Ihrer Enttäuschung genug, und Sie verletzen den Einladenden nicht damit.

Mein Tipp: Wenn Sie vermeiden möchten – und das sollten Sie –, dass Ihr Chef ein objektiv betrachtet schlechtes Lokal wieder bucht, müssen Sie bei der Vorbereitung der nächsten Weihnachtsfeier etwas deutlicher, aber nicht undiplomatischer kommunizieren. „Es war ja im Restaurant xx nicht alles so hundertprozentig, wie wir uns das vorgestellt hatten. Ich hätte einen alternativen Vorschlag für dieses Jahr. Möchten Sie den hören?“

Sitzplatz wechseln

Wenn das Essen vorbei ist, spricht überhaupt nichts dagegen, dass Sie den Sitzplatz wechseln. Tauschen Sie ruhig mal mit dem Kollegen die Plätze, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Das ist eine gute Gelegenheit, Kontakte zu intensivieren.

Small Talk

Ihnen ist nicht nach Reden? Small Talk fällt Ihnen ohnehin schwer? Niemand hat behauptet, dass Small Talk einfach sei. Doch wenn Sie eingeladen und Teil einer Veranstaltung sind, gehört es zum guten Ton, sich zu beteiligen. „Boah, ist das öde hier“, das sollte man Ihnen nicht ansehen. Deshalb: Seien und bleiben Sie während der Weihnachtsfeier freundlich und aufgeschlossen Ihren Mitmenschen gegenüber. Üben Sie sich im Small Talk.

Tipps für den Small Talk

Und wenn der nicht in Gang kommen will, man kann immer über die Pläne für das Weihnachtsfest reden, aktuelle Kinofilme, das anstehende Silvesterfest und die damit vielleicht verbundenen Reisen. Damit der Small Talk in Gang kommt und bleibt, gehen Sie auf das ein, was Ihr Gegenüber sagt: „Ach, ihr fliegt in die Sonne, wie schön! Wo geht’s denn hin?“ Seien Sie interessiert, lernen Sie die Kollegen von einer vielleicht ganz neuen Seite kennen und erfahren Sie mehr über sie. Wenn die so gar nicht reden wollen oder sich nicht trauen, können Sie immer noch etwas von sich, Ihrem letzten Urlaub oder Kinobesuch erzählen. Geben Sie sich selbst die Chance für ein nettes Gespräch und einen gelungenen Abend.

Spaß haben

Es gibt immer mal wieder Weihnachtsfeiern, die nicht so recht in Schwung kommen wollen. Da sieht man lange Mienen und gelangweiltes Umherschauen. Kaum jemand scheint sich so recht Mühe zu geben, dass es ein gelungener Abend wird. Doch jeder am Tisch hat die Verantwortung, zur allgemeinen guten Stimmung etwas beizutragen. Gelangweiltes Umherschauen ist unhöflich und unverschämt.

Tanzen

Ausgefallene, zu sexy Kleidung ist für die Weihnachtsfeier tabu. Das Gleiche gilt für Ihren Tanzstil. Wenn Sie wild und hemmungslos auf der Tanzfläche abrocken, dürfen Sie sich später nicht wundern, wenn die Kollegen am nächsten Tag hinter Ihrem Rücken über Sie reden. Enges Tanzen mit einem Kollegen sollte nicht zu Ihrem Standardrepertoire auf der Weihnachtsfeier gehören. Davor schützt in der Regel mäßiger Alkoholkonsum.

Was tun, wenn Sie nicht tanzen möchten?

Tanzen ist keine Pflicht. Wenn Ihnen nicht nach Tanzen zumute ist, dann müssen Sie das nicht tun. Allerdings: Als Einzige genervt in der Ecke zu sitzen und sich das Spektakel anzusehen, macht weder Ihnen noch den Kollegen Freude. Vielleicht raffen Sie sich auf und haben dann doch noch einen schönen Abend.

Können Sie Tänze mit Kollegen ablehnen? Ein Kollege, den Sie nicht leiden können oder gar eklig finden, fordert Sie zum Tanzen auf? Sie dürfen ablehnen: „Das ist nett, ich mag gerade nicht. Danke.“ Sie können trotzdem zehn Minuten später mit der „Sahneschnitte“ tanzen. Etwas heikler ist es, wenn Sie erst Ihrem Chef einen Korb gegeben haben und dann mit der „Sahneschnitte“ tanzen. Das sollten Sie sich gut überlegen.

Teilnahmepflicht

So etwas wie eine Teilnahmepflicht gibt es nicht, außer Sie haben die Feier organisiert oder die findet während der Arbeitszeit statt. Aber vielleicht gibt es eine Teilnahmeverpflichtung? Im Idealfall freuen Sie sich auf die firmeninterne Weihnachtsfeier. Warum auch nicht? Wenn Sie nur ungern dabei sind, aus welchen Gründen auch immer, fragen Sie sich, wie es wirkt, wenn Sie nicht teilnehmen. Gemeinsame Feiern sind auch dazu da, das Wir-Gefühl zu stärken. Mitarbeitende sollen sich besser kennen lernen und mal außerhalb des Unternehmens über Privates reden und Freude haben. Seien Sie dabei. Es würde „sich nicht gehören“, eine Ausrede zu suchen, um zu Hause zu bleiben.

Anders sieht es aus, wenn Sie einen triftigen Grund haben: einen Trauerfall, eine schon lange anstehende Familienfeier, einen wichtigen privaten Termin oder eine Krankheit.

Meine Empfehlung: Wenn Sie im Laufe des Abends keinen Gefallen an der Feier gefunden haben, sollten Sie nach dem Essen noch etwa eine halbe Stunde bleiben. Sofort nach dem Essen die Veranstaltung zu verlassen, wäre sehr unhöflich. Und egal, wann Sie gehen, Sie sollten sich verabschieden. Einfach nach dem Besuch der Toilette nicht mehr aufzutauchen, ist unhöflich. Die anderen wundern sich zumindest oder machen sich gar Sorgen um Sie. Also: Winken Sie kurz in die Runde und verabschieden Sie sich offiziell!

Unterhaltungsprogramm

Gerade Weihnachtsfeiern sind hier ein wahres Fest an Fettnäpfchen. Es werden kleine Sketche einstudiert, der Weihnachtsmann geht herum und fragt die Geschäftsleitung, ob sie brav war, und zitiert Anekdoten. Spiele werden aus-, Gedichte vorgetragen. Das kann alles stilvoll und unterhaltsam sein. Aber oft wird die Grenze überschritten. Der Weihnachtsmann macht vielleicht peinliche Witze, Kollegen werden gegen ihren Willen zur Teilnahme an Spielen genötigt, und vieles Unangenehme mehr ist denkbar.

Wenn Sie an der Vorbereitung beteiligt sind: Schaffen Sie einen angemessenen Rahmen! Vor allem, wenn nicht nur Kollegen, sondern auch Kunden eingeladen sind. Auf der Feier selbst achten Sie darauf, dass Kollegen nicht zu etwas gedrängt werden, was ihnen nicht behagt.

Beispiel: Wenn Ihrer Meinung nach der Weihnachtsmann über die Stränge schlägt und sich unangemessen verhält, sprechen Sie ihn bei der ersten sich bietenden Gelegenheit an. Sagen Sie ihm deutlich, was Sie nicht wünschen.

Verabschiedung

Sie sollten sich auf jeden Fall von Ihrem Chef verabschieden. Sich hinauszustehlen, wenn er gerade zur Toilette ist, wäre sehr unhöflich. Falls er intensiv in ein Gespräch vertieft ist, wenn Sie gehen möchten, stören Sie so wenig wie möglich. Das bedeutet, dass Sie ihm durch Blickkontakt signalisieren, dass Sie sich zu verabschieden gedenken. Wenn Ihr Chef dann möchte, wird er Ihnen die Hand reichen.

Verabschiedungen wie „Tschüssi“, „Bis denne“ oder „Ciao“ sind unangebracht. Besser: „Vielen Dank für die Einladung“ oder „Vielen Dank für den schönen Abend“. Bei den Kolleginnen und Kollegen müssen Sie sich nicht einzeln verabschieden. Ein Gruß in die Runde ist ausreichend. Und: Klopfen Sie zur Verabschiedung nicht auf den Tisch.

Wann ist es Zeit zu gehen? Grundsätzlich gilt die Regel: Wird ein Essen serviert, gehen Sie nicht sofort danach weg. Das erweckt den Eindruck, dass Sie nur mal kurz vorbeischauen wollten, um zu speisen.

Meine Empfehlung: Gehen Sie nicht als Erste, aber auch nicht als Letzte. Bleiben Sie bis etwa eine halbe Stunde nach dem Dessert oder dem Kaffee, wenn Sie gern nach Hause möchten. Wenn Sie mehr „Sitzfleisch“ haben, können Sie natürlich noch länger bleiben. Sollte der nächste Tag ein Arbeitstag sein, bedenken Sie, dass „Ich war noch so lange auf der Weihnachtsfeier“ keine Begründung für späteres Erscheinen oder schlechtere Leistungen ist.

Anmerkung: Wenn Sie die Organisatorin des Abends sind, gelten andere Regelungen. Dann müssen Sie meist bis zum Schluss ausharren, um eventuelle organisatorische Leistungen wie Abrechnungen und dergleichen ordnungsgemäß zu erfüllen.

Weinauswahl

Die Weine sind nicht vorbestellt, und Sie dürfen selbst wählen? Wenn Ihre Weinkompetenz sich in Grenzen hält, fragen Sie den Service nach einem Glas Wein, statt direkt für sich und die Kollegen eine Flasche zu bestellen. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht für den teuersten auf der Karte entscheiden. Das wäre unhöflich. Oder: Sie fragen, ob der Wein offen ausgeschenkt wird und ob Sie probieren dürfen.

Mein Tipp: Ganz gleich, ob Sie Weiß- oder Rotwein trinken: Fassen Sie das Glas immer am Stil an.

Witze und Privates

Auch wenn Sie vielleicht sonst nicht dazu neigen, kann es doch passieren, dass sich Ihre Zunge nach zwei Glas Wein löst. Vermeiden Sie, so viel Alkohol zu trinken, dass Ihnen die Witze, die Sie an diesem Abend erzählt haben, später peinlich sind. Auch wenn Sie zu viel Privates während der Weihnachtsfeier preisgeben, könnte Ihnen das am Folgetag unangenehm sein.

Also: Trinken Sie nicht zu viel Alkohol und achten Sie darauf, was Sie sagen. Wenn Sie mögen, holen Sie eine Kollegin ins Boot: Sie soll Sie „anstupsen“, wenn sie merkt, dass sich Ihre Zunge zu sehr gelockert hat. Und wenn Sie doch einmal über die Stränge schlagen, verabschieden Sie sich am besten schnell.

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