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Stadtflughafen in London: Britischer Geheimtipp für clevere Flieger

Geschäftlich nach London? Das heißt nicht zwingend Heathrow oder Gatwick – Millionen Geschäftsreisende haben inzwischen den London City Airport für sich entdeckt. Der Flughafen der kurzen Wege liegt direkt an der City und hat einen ganz eigenen Charme.

Wegen seiner kompakten Größe geht die Abwicklung beim An- oder Abflug am London City Airport zügig.

Stadtflughafen in London: Britischer Geheimtipp für clevere Flieger

Vor ziemlich genau 30 Jahren ist der LCY, so die internationale Flughafenkennung, im ehemaligen Hafenviertel auf dem Gelände des Royal Albert Dock in den Londoner Docklands entstanden. Heute ist es Geschäftszentrum und exklusive Wohnlage, ein attraktiver Mix aus moderner Architektur, Yachthafen, alten Lagerhäusern und anderen historischen Ensembles. Allein durch seine Lage hat der London City Airport einen besonderen Charakter: Der Anflug mitten zwischen zwei Hafenbecken, mit Blick auf die Skyline, ist ein Erlebnis für sich.

Auf der Landebahn des Stadtflughafens landen hauptsächlich kleinere Jets und Turboprop-Maschinen, was viel mehr Flieger-Flair vermittelt als die hochgerüsteten Riesenvögel. Planespotter, das sind Fotografen, die gezielt Aufnahmen von startenden und landenden Flugzeugen machen, kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Sicher mögen auch Fluggäste diesen Flair, 4,6 Millionen waren es 2016, Tendenz steigend. Der Stadtflughafen wird ausgebaut, bis 2023 sollen dort jährlich sechs Millionen Passagiere abgefertigt werden können. Mehr als die Hälfte der Fluggäste sind heute schon Geschäftsreisende.

London City Airport: Alles schnell erreicht

Für viele Geschäftsreisende ist der LCY eine Art Business-Hub, die Drehscheibe verschiedener Business Trips. Das hat gleich mehrere Gründe. Wegen seiner kompakten Größe dürfen die Passagiere in der Regel mit einer relativ schnellen Abwicklung beim An- oder Abflug rechnen; an den anderen Airports der Stadt dauert das oft deutlich länger. Dennoch ist der LCY nicht nur mit britischen Zielen wie etwa Manchester, Wales und Schottland verbunden, sondern mit vielen europäischen Metropolen, insgesamt gibt es 45 Destinationen. Aus Deutschland wird der City-Airport regelmäßig von Berlin, Düsseldorf und Frankfurt angeflogen, teils mehrmals täglich. Hier ist auch der Sitz des Club World London City-Service von Carlson Wagonlit mit einer eigenen Business Class mit 32 Sitzen nach New York JFK. Vor Ort sind rund zehn Fluggesellschaften aktiv, beispielsweise zählen British Airways, Lufthansa und Flybe zu den starken Partner-Airlines.

Der LCY ist ein Airport der kurzen Wege, in so ziemlich jeder Hinsicht. Die City trägt er nicht nur im Namen, der Flughafen dockt buchstäblich an sie an – anders als Heathrow, Gatwick und Stansted, wo schon die Anfahrt, wie bei so vielen internationalen Flughäfen, eine kleine Reise für sich darstellt. Der London City Airport liegt im London Borough of Newham, gerade mal zehn Kilometer östlich der City von London – und ist damit von allen Flughäfen Londons der Innenstadt am nächsten.

Erreichbar ist der LYC für Schrittesammler sogar zu Fuß, für alle anderen stehen am Flughafen zwei Parkterrains, Mietwagenfirmen und viele Optionen im Public-Transport-System offen. Zum einen verfügt der LYC über einen Bahnhof der Docklands Light Railway (DLR), gleich gegenüber vom Terminalgebäude. Die Züge verkehren im Zehn-Minuten-Takt, zur Hauptverkehrszeit sogar alle acht Minuten. Ins neue Geschäftsviertel Canary Wharf sind es gerade mal sieben Minuten, zur Station Bank mitten im traditionellen Geschäftsviertel City of London braucht man 22 Minuten. Die DLR verbindet den LYC nicht nur im Osten mit Woolwich Arsenal und mit Bank im Westen über Canning Town, sondern knüpft auch unkompliziert an verschiedene Metrolinien an.

Schnell noch einen Abstecher zum Buckingham Palace oder Piccadilly Circus, solche Business-Extras sind zeitlich oft drin. Zur guten Infrastruktur zählt auch die Erreichbarkeit per Bus und Taxi. Eine Fahrt in der Black Cab ins benachbarte Geschäftsviertel Canary Wharf dürfte je nach Verkehrslage rund 15 Euro kosten. Ein Katzensprung also in die Gegenden Londons, wo Geschäfte gemacht werden.

Stadtflughafen in London: Hotels in großer Zahl

Das Viertel Canary Wharf ist in den vergangen gut 20 Jahren ebenfalls auf dem ehemaligen Hafengebiet Docklands gewachsen. Mittlerweile stehen hier moderne Bürotürme und sorgen für eine markante Skyline. Rund 80.000 Menschen arbeiten hier, mehr als eine halbe Million Menschen kommen jede Woche zum Einkaufen. Es gibt zeitgemäße und stylische Restaurants, die sich speziell auf Geschäftsleute eingestellt haben, und auch Jamie-Oliver-Fans werden hier fündig, wie BCD Travel berichtet.

In „The City“ wiederum spürt man in jeder Häuserecke noch die Tradition. Der historische Kern Londons gilt als der wohl größte Finanzplatz der Welt, in den Straßen der „Square Mile“ geht alles einen Takt schneller. Wem die Coffee-togo- Kultur nicht behagt, der findet hier jede Menge Restaurants für den Business Lunch, beispielsweise in der viktorianischen Markthalle Leadenhall Market.

Südlich der Themse ist vom LCY aus die Southbank erreichbar. Die Gegend zwischen Tower Bridge und Westminster Bridge ist als Kunstmeile bekannt. Rund um das Londoner Rathaus sind in den vergangenen Jahren ebenfalls viele Bürogebäude entstanden. Zum Lunch empfiehlt der Geschäftsreisemanagement-Dienstleister BCD Travel einen Besuch des Borough Markets, die Markthallen eines der ältesten Lebensmittelmärkte Londons.

Und wo trifft man sich zum Meeting, wo lässt sich komfortabel übernachten? Das Hotel und MICE-Angebot in London gilt als eindrucksvoll, mehr als 2 000 Unterkünfte warten auf Gäste. Wer auch hier die LCY-Vorteile der kurzen Wege auskosten mag, wird gleich in der unmittelbaren Nachbarschaft fündig. Hier bietet beispielsweise das Ibis Budget London City Airport seinen Service. Weitere Adressen sind das Hilton Hotel London Canary Wharf auf den Docklands, das Canary Riverside Plaza, das Hampton by Hilton London Docklands, ein Ibis Budget oder ein Novotel London Excel.

Nicht viel weiter finden sich traditionelle Adressen für das gut gefüllte Reisebudget, wie das Fünf-Sterne-Haus Lanesborough am Hyde Park, das 2016 zu Londons Business Hotel Nummer eins gewählt wurde. Im Knightsbridge Hotel eignen sich Bibliothek und Salon auch für den kleinen, informellen Austausch zwischen Geschäftspartnern. The Bryston Hotel, The Ned oder das Premier Inn London Blackfriars (Fleet Street) Hotel zählen ebenfalls zu den häufig genannten Business-Adressen.

Lounges für Geschäftsreisende

Wer sich in zurückgezogener Atmosphäre mit Geschäftspartnern treffen oder einfach in Ruhe arbeiten oder entspannen möchte, ist vielleicht gleich in der Business Lounge richtig: handgefertigtes Mobiliar, Flachbildschirme, Ladestationen, WiFi, durchgängige Küche mit einer Auswahl an Getränken, Snacks und Erfrischungen. Meetingräume können angemietet werden. Für Vielreisende besonders praktisch: Es gibt die angenehme Möglichkeit zu duschen. 35 Britische Pfund kostet die Reservierung pro Person in der Business Lounge, was in etwa 40 Euro entspricht (Stand: Anfang Oktober).

Die Lounge ist nur fünf Minuten vom Terminal im Business Aviation Terminal untergebracht, im sogenannten Jet Centre, wo die Privatjet-Vermietung ist, das einzige Jet Centre mitten in London. Ein Shuttle-Service bringt den Geschäftsreisenden bequem hin und zurück zum Airport-Terminal. Auch eine Sache kurzer Wege: Der Flughafenbetreiber empfiehlt sicherheitshalber, mindestens 30 Minuten für Check-In, das Passieren der Sicherheitskontrolle und Boarding einzuplanen. Gepäck sollte vorab eingecheckt werden. Wer sich ganz aufs Business konzentrieren will, kann den VIP-Service der Premium Lounge nutzen. Für 95 Pfund, also rund 110 Euro, genießt der Besucher eine Rundum-Betreuung von der Bordsteinkante bis zur Gangway oder umgekehrt.

Shoppen mit Airport-Flair

Wer gern noch etwas das britische Flair am Business-Hub genießen möchte, schlendert vielleicht durch die vielen Shops oder trifft sich vor dem Abflug mit Kollegen in einem der Restaurants. Zum Beispiel im neu eröffneten Brick Lane Brews, wo es im zeitgemäßen East-London- Ambiente lokal gebrautes Bier und auch im Stadtviertel produzierten Kaffee, Beigels & Co. gibt. Ebenfalls neu in der Abflughalle ist das Ladurée, nicht nur in Paris eine feine Patisserie-Adresse, und hier wie dort berühmt für seine pastellfarbenen Macarons. Im Bereich Aelia Duty Free bietet mittlerweile auch die britische Luxusmarke Jo Malone eine erlesene Geschenkauswahl. Die Würzpaste von Marmite wird gern aus London mitgebracht. Allerdings zählt sie Medienberichten auch zu den am häufigsten beschlagnahmten Lebensmitteln bei der Gepäckkontrolle des LCY. Alles was mehr als 100 Milliliter ist, gehört auch hier in das aufgegebene Gepäck.

Sicherheit und Modernisierung

Der London City Airport will als erster Flughafen Großbritanniens zur Kontrolle des Luftverkehrs einen digitalen Tower einrichten. Der Tower soll mit 360-Grad-HD-Kameras und Sensoren für den Rundumblick ausgerüstet werden, durchaus auch ein Sicherheitsaspekt. Ab 2019 soll der neue Tower operieren können.

Auch das Terminal wird derzeit ausgebaut und modernisiert. Der neue Flugsteig Western Pier ist schon fast fertig. Künftig gibt es 84 Prozent mehr Fläche in dem Trakt: eine offene Raumaufteilung mit moderner Innenarchitektur, mit Plätzen zum Arbeiten und Ruhezonen, der neuen Beauty Lounge Aero Spa, einem „Pret a Manger“ für den kleinen und großen Hunger und 600 zusätzlichen Sitzen in der Abflughalle, was auch den möglichen Andrang an den Gates entspannt. Schließlich hat sich gerade bei Geschäftsreisenden längst rumgesprochen, wie praktisch der Touchdown (engl. für Landung) für ihre eng getaktete Agenda hier ist. Nicht von ungefähr steigen die Passagierzahlen am LCY kontinuierlich seit Jahren – also ein Flughafen im Aufwind.

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