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Das Land, wo die Tulpen blühen

Sie sind freundlich, legen wenig Wert auf akademische Titel und "prakken" ihr Essen im Restaurant. Wer dann noch weiß, wie man Matjes stilsicher verspeist, hat gute Karten. Um als Geschäftspartner bei Niederländern angenehm aufzufallen, hier einige hilfreiche Tipps.

Unser Nachbarland erfreut sich wachsender Beliebtheit. Fast ein Drittel aller ausländischen Urlaubsgäste in den Niederlanden kommen aus Deutschland. Diese Reiseetikette-Tipps von hotels.com helfen auch bei geschäftlichen Kontakten weiter.


Geographisches und Sprache


  • Ganz wichtig: Die Niederlande sind nicht gleich Holland – genau so wenig wie Deutschland gleich Bayern ist. Auch wenn "Holland" umgangssprachlich leichter von den Lippen geht, sollte man im Gespräch mit einem Einheimischen immer die "Niederlande" verwenden, wenn man das Land meint. Einen Limburger als Holländer zu bezeichnen, ist schlichtweg falsch. Holland ist lediglich eine Region im Westen des Landes. Zum Königreich der Niederlande gehören ebenso zehn weitere Provinzen.

  • Auch wenn viele Niederländer Deutsch verstehen, gilt es nicht davon auszugehen, dass jeder Niederländer der deutschen Sprache mächtig ist. Um es sich nicht schon bei der ersten Kontaktaufnahme zu verscherzen, sollte man nicht jeden Niederländer gleich auf Deutsch ansprechen. Das wäre extrem unhöflich und arrogant. Die freundliche Frage, ob das Gegenüber auch die deutsche oder englische Sprache spricht, kann wahre Wunder bewirken.

Land und Leute


  • Niederländer sind sehr offen und man kommt leicht mit ihnen ins Gespräch. Als Einstieg in den Small Talk eignet sich zum Beispiel das Wetter hervorragend. Beliebte Themen für die Konversation sind außerdem aktuelle Ereignisse, Kunst, Sport, Musik, Philosophie und Museen.

  • Vermeiden sollte man hingegen alle Gesprächsthemen, die höchstens mal bei einem vertraulichen Glas Bier auf den Tisch gebracht werden. Themen wie Beruf, Einkommen, Finanzen und Familienangelegenheiten sollte man unterlassen, wenn man einen Niederländer als Freund gewinnen möchte. Ebenso sollte das Land niemals als "kleine Nation" oder "Zwergstaat" bezeichnen werden. Das hören Niederländer gar nicht gern.

  • Niederländer legen im Gegensatz zu den Deutschen nicht allzu großen Wert auf akademische Titel. Der übermäßige Titelgebrauch erweckt eher den Eindruck, man kann nicht viel und hat die Nennung des Titels nötig, um sich dahinter zu verstecken. Der Einzige, der in den Niederlanden als "doctor" bezeichnet wird, ist der Arzt.


Essen und Trinken


  • Die Küche besteht eher aus gutbürgerlichen und deftigen Gerichten. Das inoffizielle Nationalgericht "Stamppot" ist eine gestampfte Mischung aus Kartoffeln und unterschiedlichen Gemüsen. In den Küstenregionen kommen Fischgerichte dazu. "Hollandse Nieuwe", Matjes mit oder ohne Zwiebeln, sind typisch für das Land und werden meist eindrucksvoll verzehrt: Als echter Kenner der Niederlande packt man den Fisch am Schwanz, legt den Kopf in den Nacken und isst das Tier kopfüber.

  • Wenn man bei Einheimischen zum Abendessen eingeladen ist, sollte man sich nicht wundern, wenn die Tischnachbarn ihr Essen mit der Gabel schön klein drücken und in Speisebrei verwandeln. Das sogenannte prakken ist in vielen Teilen der Niederlande üblich. Man kann sogar in einigen Restaurants beobachten, wie leidenschaftlich dort geprakkt wird.

  • Der Begeisterung über das Essen verleiht man mit den Worten "Wat was dat lekker!" ("Das war hervorragend!") Ausdruck. Niederländer überzeugen ausländische Gäste gern davon, dass ihre Küche besser ist als ihr Ruf und sind hocherfreut über derartige Komplimente.

Kleidung und Stil


  • Besondere Anlässe oder Geschäftstermine verlangen auch in den liberalen Niederlanden nach entsprechender Kleidung. Generell mögen es die Einheimischen aber eher leger. Das gilt auch bei Opern- und Theateraufführungen, denn Niederländer unterstreichen in der Regel keinen besonderen gesellschaftlichen Status. Designerkleidung kann man gerne tragen – nur nicht zur Schau. Mit sichtbaren Labels bei Uhren, Schuhen oder Taschen sollte man vorsichtig sein. Markenprestige passt nicht zum niederländischen Understatement.

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