Eine Rede zur Verabschiedung in den Ruhestand, Rente vorbereiten, vortragen
Die richtigen Worte für die Abschiedsrede in den Ruhestand finden © mimagephotography - Shutterstock

Die perfekte Rede zur Verabschiedung in den Ruhestand

Der Abschied aus dem Arbeitsleben ist ein einschneidendes Ereignis. Nicht zuletzt daher erfordert eine Rede zur Verabschiedung in den Ruhestand viel Fingerspitzengefühl. Zudem ist sie mit einer eingehenden und sorgfältigen Recherche verbunden. Genau hier sind Assistenzkräfte eine große Hilfe. Doch wie genau können Sie den Redenschreiber unterstützen, damit dieser souverän wirkt und die Ansprache persönlich wird?

Im folgenden Artikel lesen Sie, wie Sie eine Rede zur Verabschiedung in den Ruhestand vorbereiten können und so Ihrer Führungskraft geschickt zuarbeiten. Erfahren Sie außerdem, wie Sie selbst den Abschied in den Ruhestand gestalten können.

Ist eher eine lustige oder gefühlvolle Rede angebracht? Mit welchen Worten kann man die Stimmung elegant auflockern? Wie wird eine Verabschiedung professionell und persönlich?

 

Wertschätzung ist Trumpf: Eine stilvolle Abschiedsrede

Den Großteil seines Lebens verbringt ein Mensch bei seiner Arbeit. Somit stellt der Eintritt in den Ruhestand einen entscheidendenWendepunkt sowohl im Leben als auch in der Karriere dar. Viele Mitarbeiter machen sich Sorgen oder haben sogar Ängste vor der ungewissen Zukunft.

Denn: Mit der Beendigung eines Jobs bricht ein wichtiger Bestandteil des Alltags weg. Für meist negative Emotionen sorgt auch der Abschied von langjährigen, geschätzten Kollegen.

Andererseits birgt der neue Lebensabschnitt für den künftigen Rentner auch positive Aspekte: Der Ruheständler hat endlich mehr Zeit für das Privatleben. Private Projekte können realisiert, neue Hobbys ausprobiert und fremde Länder entdeckt werden. Völlig neue Erfahrungen warten darauf, gesammelt zu werden.

Demnach gehen mit dem Eintritt in die Pensionierung sowohl positive als auch negative Emotionen einher – ein Wechselbad der Gefühle. Einen Mitarbeiter ohne gebührende Worte gehen zu lassen, ist deshalb ein No-Go. Es ist essenziell, als Unternehmen eine respektvolle und angemessene Rede zu gestalten. Die Verabschiedung ist ein einmaliges Erlebnis, bei dem sich Vorgesetzte und Kollegen für die geleistete Arbeit erkenntlich zeigen können.

Die Rede: Den Ruheständler gebührend wertschätzen

Die Ansprache sollte so individuell wie möglich konzipiert sein, sodass der Ruheständler eine angemessene Wertschätzung erfährt. So erhält nicht nur der Geehrte einen positiven Eindruck, sondern auch die anwesenden Mitarbeiter.

Oftmals halten Kollegen, die in einem engen Kontakt zum Rentner stehen, eine kurze Rede. Sie verabschieden sich bei von ihm und wünschen ihm eine gute Zeit. Oder der Ruheständler selbst richtet das Wort an seine Kollegen und bedankt sich für die schönen Momente.

Der Vorgesetze redet bei der Verabschiedung in den Ruhestand

Jedoch ist es meistens ein Vorgesetzter, der die Leistungen des Mitarbeiters würdigt und der bei der Verabschiedung eine kleine Ansprache hält. Nicht selten ist das eine wahre Herausforderung. Vielmals stehen Vorgesetzte nicht in engem Kontakt mit dem künftigen Ruheständler.

So fehlen mitunter persönliche Geschichten oder nötige private Informationen – die Basis für eine glaubwürdige, gute Abschiedsrede. Häufig mangelt es Führungskräften zudem an Kapazitäten, um eine umfassende Informationsrecherche vorzunehmen.

An dieser Stelle sind Sekretärinnen und Sekretäre gefragt. Die Zuarbeit für die Rede ist die essenzielle Basis für einen Abschied, der lange in Erinnerung bleibt. Dabei ist es wichtig, dass Emotionen transportiert werden. Zugleich sollte die Ansprache nicht floskelhaft oder unglaubwürdig klingen.

 

Tabelle Wünsche für den Ruhestand in anderen Sprachen

Ob deutsche Kunden oder Kunden aus dem Ausland — weiß man, wann jemand in den Ruhstand geht, verabschiedet man sich mit herzlichen Worten und Glückwünschen. Um den Ruheständler gebührend zu verabschieden, macht man dieses überlicherweise in der Landessprache.

 

Wünsche für den Ruhestand

Sprache

Ruhestand bedeutet Entschleunigung.... um das Leben in vollen Zügen zu genießen! Genießen Sie es, Sie haben es so sehr verdient.

Deutsch

Retirement means deceleration... to enjoy life to the fullest! Enjoy it, you deserve it so much.

Englisch

La retraite, c'est ralentir... pour vivre à fond ! Profitez bien, vous l'avez tellement mérité.

Französisch

La jubilación es la desaceleración.... para gozar de la vida al máximo! Disfrutadlo, os lo merecéis.

Spanisch

Il pensionamento è rallentamento..... per divertirsi al massimo! Goditelo, lo meritate cosi' tanto.

Italienisch

Eine Abschiedsrede vorbereiten: So geht's in 3 Schritten

Oftmals bittet die Führungskraft ihre Assistenz, einen ersten Entwurf oder ein Konzept für eine Rede zur Verabschiedung in den Ruhestand vorzubereiten. Somit spart sich der Redner Zeit und kann sich am Ende darauf konzentrieren, die Rede mit eigenen Worten auszuformulieren und vorzutragen.

Die Zuarbeit für die Rede lässt sich in drei grundlegende Schritte aufteilen: Die Definition des Redeziels, die Stoffsammlung und die Gliederung.

Definieren Sie das Rede-Ziel

Da die Rede zum Abschied eines Mitarbeiters authentisch wirken soll, ist es wichtig wohlgewählte Worte zu benutzen. Fragen Sie Ihren Chef, was genau er mit der Rede erreichen möchte:

Mögliche Ziele einer Abschiedsrede in den Ruhestand 

  • Will er sich in erster Linie bei dem Kollegen bedanken?
  • Möchte er bestimmte Leistungen hervorheben?
  • Stellt er sich eine humorvolle Rede vor, bei der auch Anekdoten erzählt werden?


Wenn Sie wissen, was das Ziel der Rede ist, können Sie die Inhalte fokussierter recherchieren. Bei der Verabschiedungsrede soll es sich nicht um eine Überzeugungs- oder Informationsrede handeln. Sie soll die Anwesenden, aber vor allem den zu verabschiedenden Mitarbeiter berühren und mit guten Wünschen in den Ruhestand entlassen.

Sammeln Sie Informationen

Das A und O einer gelungenen Rede ist die Vorbereitung. Das gilt sowohl für den, der die Rede hält als auch für die Person, die sie konzipiert. Versuchen Sie, sämtliche relevanten Informationen über den Ruheständler in spe zu sammeln.

Vielleicht bekommen Sie einen Einblick in die Personalakte, um die wichtigsten Rahmendaten herauszufinden. Fragen, die einen Einblick in sein Tätigkeitsfeld und seine Karriereleiter geben, sind:

Mögliche Informationen, die über den Ruheständler gesammelt werden können 

  • Wann ist er in das Unternehmen eingetreten?
  • Wie viele Jahre war der künftige Pensionär in der Firma?
  • Welche Positionen hat er bekleidet?
  • Wie sahen seine Tätigkeitsfelder jetzt kurz vor der Rente aus?


Achten Sie aber darauf, dass Sie den Abschied nicht als Anlass dafür nehmen, einen Lebenslauf des Mitarbeiters nachzuerzählen. Dies würde die Rede unnötig in die Länge ziehen und passt nicht zum Anlass. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Karriereschritte, zu denen auch die Führungskraft, für die Sie die Rede gestalten, einen Bezug aufbauen kann.

Es kommt nicht darauf an, viele Daten oder Fakten zu nennen. Viel interessanter sind persönliche Geschichten und Anekdoten. Bringen Sie in Erfahrung, mit welchen Kollegen und Vorgesetzten der Mitarbeiter in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet hat. Interviewen Sie diese.

Vielleicht erhalten Sie auch Kontakt zu ehemaligen Angestellten, die selbst bereits in Rente sind. Von diesen können Sie ebenfalls wertvolle Informationen erfragen. Folgende Fragen könnten Sie stellen:

Mögliche weitere Informationen für eine Abschiedsrede 

  • Was zeichnet den künftigen Ruheständler als Kollegen aus?
  • Welche besonderen Ergebnisse hat er erreicht?
  • Welche Anekdoten können Kollegen über ihn erzählen?


Es ist wichtig, eine Brücke zwischen der beruflichen Laufbahn und der Persönlichkeit des Mitarbeiters zu schlagen. So wird die Rede abwechslungsreich und besteht nicht nur aus faden Informationen über die Arbeitsstationen des Ruheständlers.

Gliedern Sie die Rede zum Abschied

Finden Sie einen Einstieg mit Pfiff. Für die Rede zum Abschied eignen sich immer Anekdoten. Diese dürfen gerne zum Schmunzeln einladen, sollten aber in keinem Fall bloßstellen.

Ein charmantes und witziges Beispiel: „Laut dem Chef sollte der Vertriebsleiter eigentlich gar nicht eingestellt werden. Bei dem Vorstellungsgespräch für die Ausbildungsstelle als Industriekaufmann erschien er nämlich in Turnschuhen. Nun, seine sportliche Ader haben wir inzwischen alle kennengelernt.“

Aber auch ein Gedicht oder ein Zitat kann ein gelungener Einstieg sein. Beispiele wären:

Beispiele Redeeinstieg der beeindruckt 

  • „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“ Konfuzius
  • „Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“ Franz Kafka
  • „Im Ruhestand muss man nicht mehr tun, was sich rentiert, sondern kann tun, was sich lohnt.“ Ernst Reinhardt


In den Rede-Kern kommen nun alle relevanten Informationen, die Ihr Chef über den künftigen Ruheständler sagen möchte. Schreiben Sie hierzu stichwortartig die Dinge auf, die Sie über ihn herausgefunden haben.

Die Abschiedsrede ist auch eine Dankesrede, sodass sich Ihre Führungskraft vor allem auf die Würdigung der Verdienste des Verabschiedeten konzentrieren sollte. Dabei ist es wichtig, die Talente und Erfolge zu betonen.

Am Schluss einer Abschiedsrede sollten auf jeden Fall der Dank für die langjährigen Leistungen und die guten Wünsche für die Zukunft ausgedrückt werden. Vielleicht haben Sie mit dem Team auch ein gemeinsames Abschiedsgeschenk vorbereitet. Am besten Sie sprechen sich mit den Kollegen ab, wer die Aufgabe übernimmt, das Präsent zu besorgen.

Eine gelungene Rede zu konzipieren: Tipps und Tricks für die Abschiedsworte

Die vorangegangen drei Schritte helfen Ihnen bei der Gestaltung der Rede und einer guten Vorbereitung. Als Assistenzkraft ist es ebenfalls sinnvoll, auf die Stärken und Schwächen des Redners zu achten. Bei Bedarf können Sie Feedback geben oder bereits durch Randnotizen vorbeugend unterstützen. Schwierigkeiten könnten beispielsweise auftreten, wenn der Redner eher monoton redet oder zu viele Bewegungen macht.

Auch abseits der Körpersprache und des Vortrags ist Raum für Feedback. Achten Sie vor allem auf den Inhalt der Rede. Generell ergibt es Sinn, bereits beim Konzept Hinweise mitzuliefern, was Sie sich wobei gedacht haben. So vermeiden Sie Missverständnisse, Floskeln oder einen phrasenhaften Vortrag.

Tipp 1: Standardfloskeln vermeiden

Zitate wirken dann besonders positiv, wenn in der Rede ein Bezug zum Verabschiedeten eingebaut wird. Floskeln, Sprüche und Glückwünsche zur neu gewonnen Ruhe bergen die Gefahr, langweilig zu wirken. Außerdem verfehlen sie die Intention, der zu verabschiedenden Person angemessene Anerkennung für die bisherige Arbeit auszudrücken.

Tipp 2: Mischung aus Humor und Emotionalität

Die Abschiedsrede ist häufig die letzte Gelegenheit, einem Kollegen vor der Rente eine Botschaft mit auf den Weg zu geben und mit einer Rede lange in Erinnerung zu bleiben. Eine Verabschiedung sollte demnach individuell sein und mit den nötigen Emotionen gehalten werden. Rührseligkeiten oder Unwahres haben in der Rede zur Pensionierung jedoch keinen Platz.

Tipp 3: Persönliche Ansprache

Raten Sie Ihrem Vorgesetzten, den verabschiedeten Kollegen mit seinem Namen anzusprechen. Dies schafft eine Verbundenheit. Gerade wenn es sich um einen Namen handelt, der schwierig auszusprechen ist, sind Sie gefragt. Informieren Sie sich über die korrekte Betonung bzw. Aussprache, sodass Ihre Führungskraft keinen Fauxpas begeht.

Tipp 4: In der Kürze liegt die Würze

Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel Informationsmaterial heraussuchen. Sonst könnte es passieren, dass die Rede zur Pensionierung am Ende zu umfassend wird. 15 Minuten ist meistens ein guter Zeitrahmen, in dem das Publikum aufmerksam bleibt. Gleichzeitig ist noch genügend Zeit für eine würdige Verabschiedung.

Tipp 5: Bildmaterial nutzen

Oftmals entstehen auf Betriebsfeiern oder Ausflügen tolle Fotoaufnahmen, die einzigartige Momente unter der Belegschaft festhalten. So kann eine Verabschiedung mit schönen Eindrücken untermalt werden. Fragen Sie Ihren Vorgesetzten oder Ihre Kollegen nach Material und Ideen für eine unterhaltsame Inszenierung.

Aber Achtung: Die Person darf in keinem Fall bloßgestellt werden. Zudem ist darauf zu achten, nicht zu viele Fotos zu verwenden. Dies bekommt schnell den Charakter einer Diashow.

Tipp 6: Bestimmte Ausdrücke vermeiden

Achten Sie bei Ihrem Konzept darauf, bestimmte Floskeln und Redensarten gerade nicht zu verwenden.

  • „ausscheiden“ – Ist kein angemessenes Wort für einen Abschied. Eher: Das Unternehmen „verlassen“.
  • Wir möchten Ihnen danken – Der Klassiker der Umständlichkeit. Besser: Wir danken Ihnen.
  • Vertrauensvolle Zusammenarbeit – Egal, ob man eine Gratulation zum Jubiläum verschickt oder einen Weihnachtsbrief formuliert: Zusammenarbeit und vertrauensvoll scheinen zusammenzugehören. Dadurch, dass man es immer wieder liest, wird es zur Floskel. Hier darf es gerne kreativer werden. Zusammenarbeit kann nicht nur vertrauensvoll gewesen sein, vielleicht hat sie auch Freude bereitet.

Letztlich ist es immer ratsam, eigene Worte zu verwenden. Wer sich die Mühe gemacht hat, eine Aussage in eigene Worte zu kleiden, hat sich damit intensiv beschäftigt. Das kostet Zeit – und zeugt von Wertschätzung.

Fazit: Abschied mit weinendem und lachendem Auge

Der Abschied in den Ruhestand und der Eintritt in die Jahre der Rente sind ein einschneidendes Ereignis für alle Betroffenen. Deshalb ist es wichtig, bei der Rede zur Verabschiedung auf einen angemessenen Ton zu achten. Interessante und humorvolle Anekdoten geben der Ansprache einen individuellen Ton und lockern die oftmals gedrückte Stimmung auf. Die meistens relativ kurze Redezeit sollte effizient genutzt werden – ohne ausschweifende Angaben zu verschiedenen Karrierepunkten.

In einer Abschiedsrede geht es darum, den Mitarbeiter mit einem guten Gefühl zu entlassen. Als Assistenzkraft ist es demnach wichtig, dem Redner zuzuarbeiten und die Führungskraft bei der Gestaltung der Rede zu unterstützen. Hierfür ist die Konzipierung einer Gliederung essenziell. Zudem ist es wichtig, genügend Informationen über den Ruheständler zu sammeln und mit anderen Kollegen zu reden. So lässt sich eine individuelle und auf den Mitarbeiter zugeschnittene Rede gestalten.

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