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Präsentation in PowerPoint einfach und schnell spannender gestalten durch den Einsatz von Animationen © vectorfusionart - Adobe Stock

Animationen bei PowerPoint

Mit visuellen bewegten Effekten kann man eine gute Präsentation noch besser machen. Die Mehrzahl der im Programm vorhandenen Effekte sind einfach zu verwenden: Selbst weniger versierte PowerPoint-Anwender peppen ihre Folien mit Animationen schnell und einfach auf.

Eine Präsentation soll richtig und pointiert informieren, erhellend visualisieren und auch unterhalten. Ein gutes Instrument dafür sind Animationen. Dabei gilt allerdings: Die Dosis macht’s! Werden Animationen im Überfluss eingesetzt, wirken Folien schnell chaotisch und unprofessionell. Der Zuschauer verliert womöglich den roten Faden und wird abgelenkt. Wer eine ansprechende, lebendige Präsentation anstrebt, sollte Animationen sparsam und überlegt einsetzen.

Anwendung und Wirkung von Animationen

Eine Folie enthält in der Regel verschiedene Elemente: Titel, Text, Platzhalter, Bilder, Smart-Arts, Diagramme, Autoformen und mehr. Mit Hilfe einer Animation können Objekte auf Folien beispielsweise verschoben oder ein- und ausgeblendet werden. Ebenso gut lässt sich die Größe oder die Farbe eines Objekts verändern. Damit ergeben sich viele Wege, um Präsentationen kreativ zu gestalten.

Wem „normale“ Effekte nicht genügen, kann sogar auf animierte 3D-Objekte zurückgreifen, die man in PowerPoint über Einfügen, Illustrationen 3D-Modelle findet. Jedes lässt sich drehen und verändern, entweder mit Hilfe verschiedener, voreingestellter An- und Draufsichten oder auch komplett individuell. Und natürlich lassen sich auch auf diese Objekte Animationen anwenden.

Diese Animationen sind mit PowerPoint möglich

Das Angebot visueller Motive in PowerPoint ist riesig. Grundsätzlich gibt es vier Kategorien mit unterschiedlich vielen Effektoptionen. Haben Sie auf der Folie ein 3D-Modell eingesetzt und markiert, finden Sie eine fünfte Kategorie mit Namen 3D.

Animationen gibt es für folgende Ereignisse:

Eingang, Hervorhebung, Ausgang und Animationspfade. Was bewirken die Hervorhebungen? Ein kompakter Überblick:

  • Eingangseffekte werden verwendet, um Objekte auf Folien in bestimmter Art und Weise einzublenden. Dezente Formen sind Einblenden oder Verblassen. Solche wie Rad, Zoom oder Springen dagegen sind schon auffälliger.
  • Hervorhebungen beschreiben, wie Elemente beim Anzeigen dargestellt werden, schwankend oder rotierend etwa. Mit Hilfe eines Farbimpulses pulsiert ein Objekt in einer bestimmten Farbe, die Animation endet mit der Originalfarbe des Elements. In dieser Kategorie gibt es Effekte, die ausschließlich für Text gedacht sind, etwa die Schriftfarbe ändern oder Buchstaben fett hervorheben.
  • Ausgangseffekte sind das Gegenteil der Eingangsanimationen, Verschwinden und Verblassen ist eine. Beim Ausgangseffekt Drehen kreisen Elemente um einen zentralen Punkt und verschwinden dabei. Beim Springen hüpft das Objekt in die untere rechte Ecke und ist dann nicht mehr sichtbar. Diese Varianten sind eher auffällig.
  • Animationspfade legen fest, wie die Animation verläuft.
    Beispiel Linien: Die animierten Objekte bewegen sich auf einer geraden Linie in eine Richtung. Oder Schleifen: die Elemente bewegen sich auf einem Pfad in Schleifenform. Auch benutzerdefinierte, selbst gezeichnete Pfade kann man festlegen.

Alle Animationen erreichen Sie über das Register Animationen, Gruppe Animation. Zu den meisten gibt es zusätzlich Effektoptionen zur Verfeinerung. Sie erreichen diese über das Symbol Effektoptionen hinter dem Auswahlkatalog. Hier legen Sie beispielsweise fest, aus welcher Richtung ein einfliegendes Objekt kommt.

Effektvolle Tools in PowerPoint Präsentationen nutzen

PowerPoint enthält auf dem Register Animationen eine Reihe verschiedener Effekte und Befehle. Zum Beispiel finden Sie ganz links eine Vorschau zur zugewiesenen Präsentation. Es gibt natürlich noch mehr Anpassungsmöglichkeiten.

Die Gruppe Erweiterte Animation enthält einige davon. Hier sind drei Befehle daraus:

Befehl 1 Animation hinzufügen: Damit weisen Sie einen weiteren Effekt hinzu, ergänzend zum bereits bestehenden. So könnten Sie einen vorhandenen Eingangseffekt mit einem vom Typ Hervorhebung kombinieren.

Befehl 2Animation übertragen: Praktisch, wenn mehrere Objekte den gleichen Effekt haben sollen. Zuerst ein Objekt mit bestehender Animation markieren, dann den Befehl zum Übertragen anklicken. Anschließend das Objekt wählen, das den gleichen Effekt bekommen soll. Wenn mehrere Autoformen zugleich animiert werden sollen, markieren Sie die Objekte zum Beispiel mit der Umschalt-Taste und weisen die Animation zu. Noch bequemer ist es, wenn Sie die Elemente als Gruppe definieren, etwa per Rechtsklick.

Befehl 3Animationsbereich: Der spezielle Animationsbereich ist Ihr individueller Werkzeugkasten, der Sie bei der Arbeit unterstützt. Er wird am rechten Rand angezeigt. Hier bestimmen Sie zum Beispiel, wie lange der Effekt dauern soll, wann er einsetzt oder endet und vieles mehr. Eine optional einzublendende Zeitachse unterstützt Anwender, die gerne mit der Maus arbeiten.

Schritt für Schritt-Anleitung: Wirkungsvollen Text-Hingucker durch PowerPoint Animationen erzeugen

Dezent und zugleich zuschauerfreundlich ist das Abblenden von Text. Damit wird deutlich, welcher Punkt in einer Liste gerade aktuell ist beziehungsweise was bereits besprochen wurde. So simpel der Effekt erscheint, seine Wirkung verfehlt er nicht. Über den Animationsbereich bauen Sie ihn ein:

  1. Weisen Sie dem Listentext eine Animation zu, etwa Erscheinen. Per Klick erscheint jeweils der Folgetext.
  2. Blenden Sie den Animationsbereich ein. Zeigen Sie auf den kleinen schwarzen Pfeil hinter dem geschlossenen Inhaltsplatzhalter-Balken. Klicken Sie auf Effektoptionen.
  3. Die Registerkarte Effekt liegt obenauf. Drücken Sie auf den Pfeil rechts hinter „Nach der Animation“. Voreingestellt ist „Nicht abblenden“. Ändern Sie das, indem Sie in der Auswahl eine beliebige Farbe, etwa ein helles Grau, wählen.

Die restlichen Voreinstellungen belassen Sie und bestätigen alles. Das Ergebnis und eine grafische Anleitung sehen Sie in der Abbildung.

Trigger in die Animationen einbauen: So einfach klappt's!

Nehmen wir an, Sie möchten zu Bildern Erklärungen einblenden, und zwar immer dann, wenn Sie auf das jeweilige Bild klicken. Dafür bietet sich der Trigger an. Er ist ebenfalls über die erweiterten Animationen zu erreichen und startet eine zuvor festgelegte Animation. Im Beispiel haben wir eine Folie mit sechs verschiedenen Donuts, deren Namen erscheinen sollen, sobald später in der laufenden Präsentation auf die Grafik der Leckerei geklickt wird. So erreichen Sie das:

  1. Fügen Sie zuerst das Bild ein.
  2. Rechts neben dem Bild benötigen Sie Textfelder, die Einzelheiten bzw. eine Bezeichnung enthalten. Im Beispiel sind es 6 Stück – für jeden Donut links im Foto ein zugehöriges Textfeld. Weisen Sie allen Textfeldern eine Eingangsanimation zu und bestimmen Sie passende Details.
  3. Jetzt gibt es ein kleines Problem: Das Foto mit den Donuts ist ein einziges Bild. Es könnte zwar als Trigger dienen, Sie brauchen aber für jeden Kringel einen separaten Auslöser. Legen Sie daher in jede Mitte eines Donats eine unauffällige Autoform. Hier wurde mit einem dunklen Kreis gearbeitet.
  4. Markieren Sie nun das erste Textfeld. Wählen Sie in den erweiterten Animationen den Befehl Trigger. Nehmen Sie den Befehl „Beim Klicken auf“ und verbinden Sie diesen mit der entsprechenden Autoform, zum Beispiel Ellipse1. Wiederholen Sie das für die anderen Elemente mit Ellipse2, Ellipse3 usw. Das war es auch schon.

Nun geht es ans Ausprobieren! Starten Sie die Bildschirmpräsentation. Klicken Sie mit der Maus in die runde Öffnung eines beliebigen Donuts. Eine bestimmte Reihenfolge ist überflüssig, entscheidend ist nur, dass Sie beim Klicken die Autoform erwischen. Der veränderte Mauszeiger macht das deutlich. Nach dem Klick erscheint der Text.

Der Auswahlbereich: Cleveres Werkzeug aus den PowerPoint-Tiefen

Gerade beim Arbeiten mit dem Trigger muss man wissen, wie die Elemente auf der Folie bezeichnet sind. Um das herauszubekommen bringt PowerPoint in den Grundlagen ein nützliches wie verstecktes Werkzeug mit: Der Auswahlbereich. Sie finden ihn unter Start, Zeichnen, Anordnen, dann Auswahlbereich. Er erscheint am rechten Rand und listet alle Folienelemente auf. Klicken Sie auf die Bezeichnung eines Elements wird es auf der Folie markiert.

Und es kommt noch besser: Namen wie Grafik1 oder Grafik2 sind ziemlich nichtssagend. Benennen Sie die Bilder aussagekräftig um. Auch das klappt im Auswahlbereich. Damit wird das gezielte Animieren wirklich kinderleicht. Außerdem können Sie Elemente, die im Moment nicht gebraucht werden oder stören, etwa weil sie andere überlagern, fix ausblenden.

Sie sehen: Der Auswahlbereich ist ein tolles Werkzeug. Übrigens: In meinem PowerPoint ist er in die Symbolleiste für den Schnellzugriff eingebunden – so hat man ihn blitzschnell im Zugriff.


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