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Kritik geben, Feedback bekommen

Büroarbeiter verbringen die meiste Lebenszeit mit Kollegen und Chefs. Eine gute Arbeitsatmosphäre ist deshalb für viele genauso wichtig wie gute Freunde und ein stabiles Privatleben. Kommunikation in Form von Kritik und Lob sind einfache Mittel, um Probleme zu klären und für ein produktives Zusammenarbeiten so sorgen. Geben Assistenten also ihren Chefs oder Kollegen Feedback, gibt es drei Grundregeln.

Büroarbeiter verbringen die meiste Lebenszeit mit Kollegen und Chefs. Eine gute Arbeitsatmosphäre ist deshalb für viele genauso wichtig wie gute Freunde und ein stabiles Privatleben.

Kommunikation in Form von Kritik und Lob sind einfache Mittel, um Probleme zu klären und für ein produktives Zusammenarbeiten so sorgen. Geben Assistenten also ihren Chefs oder Kollegen Feedback, gibt es drei Grundregeln.



1. Vorwarnung

Jeder sollte vorher fragen, ob der Andere gerade Feedback hören möchte. Ist es negativ, hatte der Kritisierte ein paar entscheidende Sekunden zur mentalen Vorbereitung. Vor allem zeugt die Frage von Respekt. Das hilft, mit der Kritik umzugehen.

2. Zuckerbrot
Geben Sie nach der Kritik zudem ein positives Feedback. Dann kann das Gegenüber das zuvor Gesagte besser annehmen.

3. Ich bin ich
Anstelle von Anschuldigungen besser Beobachtungen in Ich-Form von sich geben. Beispiel: Der Absender sollte nicht sagen: "Sie dominieren und manipulieren jedes Gespräch", sondern "Ich habe den Eindruck, dass nach Ihrer Äußerung die gemeinsame Kommunikation ins Stocken geriet". Das ist sachlich, aber plastisch und kommt deutlicher an.


Was viele nicht wissen: Wer miteinander redet, hat Gelegenheit, Stress abzubauen, bevor er sich zu einem größeren Problem wandelt. Deswegen lästern Menschen so gerne über Kleinigkeiten. Aber sie vergessen, dass es viel mehr bringt, mit dem Betreffenden direkt zu sprechen. Dann ist Mut gefragt, weil man nicht weiß, wie das Gegenüber reagiert.


Kurse

Mit Kollegen und Vorgesetzten direkt und offen zu sprechen, kann jedoch jeder lernen. Der Bedarf an entsprechenden Trainings ist groß. E-Learning-Kurse wie "Umgang mit schwierigen Menschen" oder "Richtig kritisieren" sind der Renner. Denn sie sind auf verschiedene Verhaltenstypen zugeschnitten: Auf das Zusammenarbeiten mit aggressiven, negativen, egoistischen oder manipulativen Menschen sowie mit Aufschiebern und sogenannten "Mikromanagern". Letztere möchten alles bis ins kleinste Detail kontrollieren. Manche Assistenten nutzen diese kurzen Online-Simulationen sogar direkt vor Meetings. Sie trainieren dann, wie sie Streitpunkte mit den unterschiedlichen Typen ansprechen.


Zwei Regeln, um mit Kritik besser umgehen zu können

In manchen Bürosituationen kann es Kritik hageln. Dieses Feedback anzunehmen will ebenfalls gelernt sein. Erste Regel, auch wenn es noch so schwer fällt: Nicht sofort reagieren. Einfach nichts antworten und sacken lassen. Das Gesagte bekommt man schnell in den falschen Hals. Deshalb die zweite Regel: Nachfragen. Und das in einem ruhigen Ton. Beides hilft. Und eins ist sicher: Damit fühlt sich der Andere gehört und es trägt zu einer respektvollen, produktiven Arbeitsatmosphäre bei.


Wenn es wiederum darum geht, als eher stiller Typ seine Stärken besser zu zeigen, gibt es weitere Tipps: Versuchen Sie, öfters von sich zu erzählen, Ihren Beitrag offen zu leisten und Ihre Meinung zu sagen. Chefs übersehen Introvertierte oftmals. Das ist ein Fehler, denn mit ihrer stillen und zuverlässigen Arbeit sind sie oft die Stützpfeiler der Abteilung und müssten die gleiche Aufmerksamkeit bekommen wie Platzhirsche.


Wenn Abstimmungsprobleme auftauchen, Meetings floppen oder Zahlen nicht stimmen, kann es an der Rolle der Führungskraft liegen. Die Gründe sind oft vielfältig.


Ein paar Tipps für Ihren Chef

Auch Führungskräfte sollten sich weiterbilden. Mit Kursen wie "Durchsetzungsstark kommunizieren" und "Wettbewerbsfähigkeit durch Kollaborationen erhöhen" bis „Besprechungen effektiv und produktiv gestalten“. Diese Skillsoft-Trainings rattern keine Punkte herunter, die man schnell wieder vergisst. Stattdessen sind sie als Simulationen aufgebaut, die den Lerner in realistische, animierte Situationen versetzen. Aufbau und Design erinnern dabei eher an sehr seriöse Computerspiele. Denn ungeschicktes Verhalten verändern Menschen nur, wenn sie es ohne Angst üben können. Die Simulation als Trockenübung bietet sich deshalb an.


Verinnerlichen Vorgesetzte die guten, neuen Ideen aus den Kursen, funktionieren Kritikgespräche besser. Denn sie reflektieren vorher, ob der Mitarbeiter überhaupt die Chance hatte, alles richtig zu machen. Denn Angestellte brauchen klare Anweisungen. Die sollten sie allerdings auch einfordern. Die Folgen klarer interner Kommunikation sind letztlich durchweg positiv. Weil gute Stimmung motiviert. Zudem können Bürokaufleute mit ihrem konstruktiven Feedback leichter auf den Chef zugehen.


Kerstin Stengel

Kerstin Stengel ist Marketingleiterin bei Skillsoft, einem weltweit agierenden Marktführer für digitale Weiterbildung. Die Düsseldorferin befasst sich seit Jahren mit allen Trends im Weiterbildungsmarkt im industriell-globalen Umfeld.  Weitere Infos unter www.skillsoft.de.

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