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Konstruktive Kritik: Unterstützen Sie Ihren Chef mit konstruktivem Feedback

Auch Ihr Chef braucht Feedback. Sonst wundert er sich womöglich, warum manches nicht so funktioniert wie gewünscht. Wer könnte ihm besser mit konstruktiver Kritik helfen als Sie? Assistenz-Expertin Claudia Marbach erklärt Ihnen ganz genau, wie Sie das besonders geschickt anstellen ...

Ein wertschätzendes Feedback geschieht grundsätzlich auf Augenhöhe, vertrauensvoll, respektvoll, einfühlend und konstruktiv.

Konstruktive Kritik: Unterstützen Sie Ihren Chef mit konstruktivem Feedback

Denken Sie daran: Ihr Chef braucht Feedback. Wie sonst soll er merken, dass etwas nicht richtig läuft? Denn wie alle anderen Menschen ist auch er mitunter betriebsblind. Dafür wundert er sich dann, wieso manches nicht so funktioniert wie gewünscht. Er braucht von Zeit zu Zeit einen Spiegel. Und wer könnte ihm den besser vorhalten als Sie, wo Sie ihn doch durch die tägliche Zusammenarbeit so gut kennen?

 

Ist Kritik überhaupt angebracht?

Bevor Sie Kritik äußern, sollten Sie sichergehen, dass Sie die richtige Sache kritisieren. Beobachten Sie daher genau:

  • Was genau an seinem Verhalten stört Sie?
  • Gehen Sie ins Detail! Warum stört es Sie?
  • Stört es außer Ihnen auch andere Personen?
  • Welche Folgen hat sein Verhalten für Sie oder andere?

 

Mit diesen konkreten Fragen rücken Sie dem eigentlichen Problem näher – und damit auch der jeweils passenden Kritik.

 

Bleiben Sie positiv und üben Sie konstruktive Kritik

Bleiben Sie bei Ihrer Kritik unbedingt konstruktiv und auf der Sachebene. Vorschnelle Bemerkungen klingen leicht wie ein Vorwurf. Sie wollen Ihren Chef nicht verletzen, Sie wollen ihm helfen. Mit Sarkasmus, Ironie und abfälligen Bemerkungen werden Sie eher das Gegenteil erreichen. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre Kritik frühzeitig anbringen, bevor sich bei Ihnen negative Emotionen aufgestaut haben. Weitere wertvolle Tipps für Assistentinnen finden Sie hier ...

 

Motivieren Sie mit Ihrer Kritik

Ein wertschätzendes Feedback geschieht grundsätzlich

  • auf Augenhöhe,
  • vertrauensvoll,
  • respektvoll,
  • einfühlend,
  • konstruktiv.

 

 

Stellen Sie sich vor Ihrem Feedback diese 2 wichtigen Fragen

  • Steht mir die Kritik zu?

Praxisbeispiel: Angenommen, Ihr Chef ist Bartträger, und Sie mögen keine Bärte. Die Kritik an seinem Bart steht Ihnen nicht zu. Hat Ihr Chef aber regelmäßig Essensreste in seinem Bart, verletzt das die Umgangsformen und das rücksichtsvolle Miteinander. In diesem Fall dürfen Sie ihn darauf aufmerksam machen.

  • Hat die Kritik Aussicht auf Erfolg?

Praxisbeispiel: Stellen Sie sich vor, Ihr Chef spricht sehr langsam, und das nervt Sie. Feedback darauf brauchen Sie nicht zu geben. Denn jemand, der sehr langsam spricht, wird dies nicht einfach verändern können oder wollen, nur weil Sie genervt sind. Und: Genervt zu sein ist kein Grund, jemanden zu kritisieren. Generell gilt: Wenn Sie feststellen, dass Ihnen die Kritik nicht zusteht oder es keine Aussicht auf Verbesserung gibt, dann sollten Sie sich das Feedback schenken. Sonst bekommt Ihre Rückmeldung einen Anstrich von „Ich muss mir jetzt mal Luft machen“ – das wirft kein gutes Licht auf Sie und ist auch keine Hilfe für Ihren Chef.

 

Zeigen Sie mit Ihrem Feedback Ihre Wertschätzung

Grundsätzlich sollten Sie in Ihrem Feedback Bewertungen vermeiden und stattdessen immer auf eine wertschätzende Formulierung achten:

BewertendWertschätzend
Da hatten Sie ja eine tolle Idee. Ich bin von der Idee noch nicht überzeugt.
Das haben Sie falsch gemacht. Wir hatten wohl etwas anderes erwartet.

 

Lassen Sie Ihren Chef auch wissen, wenn etwas gut läuft

Gewöhnen Sie Ihren Chef an regelmäßiges Feedback – und zwar nicht nur dann, wenn etwas nicht so gut gelaufen ist. Auch ein kleines Lob ist ein Feedback und entspannt die Arbeitsatmosphäre. Denn wer freut sich nicht über ein ehrlich gemeintes „Das haben Sie klasse gemacht“? Einfach mal so zwischendurch, mit einem Lächeln ausgesprochen, ist das wie ein kleines Geschenk: überraschend, wertschätzend und gut für das weitere Miteinander.

 

Ihre Checkliste für Ihr nächstes Feedback

Hier können Sie sich die Checkliste auch herunterladen (Word).

Was ist Ihr Ziel?

Was genau möchten Sie mit Ihrem Feedback erreichen?

Wer sollte was besser tun – und wie – oder unterlassen?

Ist das Ziel realistisch?

Achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt.

Ist Ihr Chef bereit, Kritik entgegenzunehmen?

Passt die Situation (ruhige Atmosphäre, unter vier Augen, kein Zeitdruck ...)?

Bleiben Sie ungestört?

Bleiben Sie bei sich.

Sprechen Sie von Ihren persönlichen Eindrücken.

Vermeiden Sie Beschuldigungen.

Werden Sie konkret, statt pauschale Vorwürfe zu formulieren.

Schildern Sie sachlich und ruhig Ihre Wünsche oder Anregungen zur Verhaltensänderung.

Bleiben Sie dran.

Achten Sie darauf, ob das Feedback die gewünschte Wirkung hatte.

Haken Sie nach. Loben Sie, wenn es besser läuft!

Suchen Sie erneut das Gespräch, falls es keine Verbesserung gegeben hat.

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