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Das VPN verschlüsselt die übertragenen Datenpakete und ändert die IP-Adresse © Danny144 - Pixabay

Ein sicheres Home Office! VPN für PC kann helfen

Für sichere Arbeit im Home Office ist das VPN eine der wichtigsten Maßnahmen, die einer Vielzahl an Personen aber unbekannt ist.

Abgesehen von der Sicherheit bietet das VPN Anonymität im Netz und die Vermeidung von Geoblockaden – vorteilhafter kann eine Sicherheitsmaßnahme kaum sein. Weitere Maßnahmen für ein sicheres Home Office sind Antiviren-Programme, Firewalls und Notfallpläne für den Ernstfall.

VPN: Virtuelles privates Netzwerk für daheim und unterwegs

Ein VPN für PC (z. B. Surfshark, OpenVPN) ist ein Virtuelles Privates Netzwerk, bei dem eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut wird. Diese verschlüsselte Verbindung schützt vor Blicken Fremder; ob Staat oder Einzelpersonen, spielt dabei keine Rolle. Der Großteil der VPNs macht für die Verschlüsselung der Daten von IPsec Gebrauch. IPsec dient der Erweiterung des bestehenden Internet-Protokolls um Verschlüsselungs- und Authentifizierungsmechanismen.  Für Anwender ist der Vorgang in der Praxis ein denkbar einfacher, wobei sie das VPN Schritt für Schritt wie folgt einrichten:

  • Registrierung bei einem Anbieter zum gewünschten Tarif
  • Download der Anwendung für den PC (auch für andere Endgeräte verfügbar)
  • gewünschten Standort in bevorzugtem Land wählen
  • VPN-Verbindung starten und anonym surfen

Die Nutzung eines VPNs ist eine flexible Lösung für mehr Sicherheit im Büro vor Ort und im Homeoffice jedes Angestellten. Sie ist ein essenzieller Bestandteil der Digitalisierung im Büro.

Der Zugang zur VPN-Verbindung ist über alle internetfähigen Endgeräte möglich – vom PC über den Laptop bis hin zum Smartphone, Tablet und weiteren Endgeräten.

Der Arbeitgeber und jeder Mitarbeiter profitiert davon, dass sich der Client zur Installation der Anwendungen bei den meisten Anbietern für eine unbegrenzte Geräteanzahl downloaden und einrichten lässt. Arbeiten wird somit nicht nur im Unternehmensnetzwerk sicher, sondern auch im Zuhause eines jeden Angestellten.

Mit den VPN-Anbietern ist das aber so eine Sache… Wer wenig zahlt, der bekommt nur einen bedingten Schutz. Die Verschlüsselung lässt sich leicht dechiffrieren und nachverfolgen. Bei kostenpflichtigen Anbietern ist der Schutz der persönlichen Daten sicherer. Die eigene IP-Adresse wird verborgen und regelmäßig geändert, sodass ein Nachverfolgen schwer bis nicht möglich ist.

Verglichen werden VPN-Netzwerke aufgrund ihrer Eigenschaften häufig mit Tunneln, woher die Alternativbezeichnung als VPN-Tunnel rührt. Am Eingang des Tunnels steht das Endgerät des Nutzers, am Ende des Tunnels die Internetnutzung über den VPN-Anbieter. Außenstehende können nur die Tunnelwand sehen, jedoch nicht den Datenverkehr durch den Tunnel hindurch. Dies gewährleistet Sicherheit in der Internetnutzung.

Wovor schützt das VPN?

Sie waren Anfang der 2000er bis ungefähr 2007 eine reelle Gefahr und sind es zum Teil immer noch: die sogenannten „Wardriver“. Es handelt sich um Hacker, die von Ort zu Ort fahren und ungesicherte Netzwerke, wie z. B. in Kaffees und Bahnhöfen, nutzen, um über die geringeren Sicherheitsstandards an die Daten der Personen zu gelangen, die zur selben Zeit über das Netzwerk im Internet sind.

Bei ungeschützten Netzwerken besteht bis heute eine erhöhte Gefahr für Datendiebstahl und erfolgreiche Hackerangriffe. Durch die Nutzung einer VPN-Verbindung in einem ungesicherten Netzwerk wird einfachen Hackerangriffen, wie Wardriver sie durchführen, vorgebeugt.

Aber das Risiko durch Wardriver geht noch weiter. Denn versierte Hacker greifen sogar über gesicherte Netzwerke Daten ab. Nicht selten wurden Personen von ihren Nachbarn gehackt. Ein VPN Tool optimiert die Sicherheit auch bei gesicherten Netzwerken.

Zusätzlicher Mehrwert: wegfallende Geoblockaden

Haben Sie schon mal die Erfahrung gemacht, dass Sie auf einzelne Dienste im Internet wie Netflix keinen Zugriff hatten, sobald Sie das Land wechselten? Dann sind sie mit den Geoblockaden vertraut.

Was in einem Staat zugelassen ist, muss nicht auch in anderen Staaten zugelassen sein. Der VPN-Anbieter gewährt die Auswahl verschiedener Standorte der Server, wodurch ein in Deutschland stationierter Nutzer das Angebot des World Wide Webs so nutzen kann, als wäre er in den USA, der Türkei oder an einem anderen beim Anbieter verfügbaren Serverstandort stationiert.

Insbesondere beim Streaming-Angebot sind die wegfallenden Geoblockaden ein zusätzlicher Mehrwert.


Antivirus als bekanntes Basic

Für viele Personen ist die Möglichkeit eines VPN-Netzwerkes neu. Weniger neu ist dafür der Antivirus als wesentlichster Part bei der Sicherheit fürs Home Office.

Bei den Antiviren-Programmen tun sich jedoch zwei grundlegende Probleme auf: Erstens werden sie von Einzelpersonen vernachlässigt, weil die Wahrscheinlichkeit eines Hackerangriffs als gering angesehen wird. Zweitens stößt die herkömmliche – vor allem die kostenlose – Software immer mehr an ihre Grenzen im Kampf gegen Cyberkriminalität.

Zur geringen Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Hackerangriffs zu werden: Tatsächlich ist bei Einzelpersonen daheim und Freiberuflern im eigenen Home Office die Wahrscheinlichkeit am geringsten, Opfer eines Hackerangriffs zu werden. Bei derart vielen Millionen und Milliarden an Anwendern ist sie kaum vorstellbar.

Aber sie ist da… Regelrecht gefährlich wird es, wenn Mitarbeiter von Unternehmen das eigene Home Office ohne Antivirus nutzen. Denn Unternehmen sind ein gern gesehenes Ziel von Hackern. Sie bieten eine attraktive Angriffsfläche aufgrund der vielen Kundendaten und der potenziell brisanten Unternehmensinterna. Eine geringe Angriffswahrscheinlichkeit darf folglich unter keinen Umständen bei einer Personengruppe als Rechtfertigung für einen fehlenden Antivirenschutzangeführt werden.

Nun zu den Grenzen der herkömmlichen Antiviren-Programme: Die Hacker haben sich mit der technologischen Weiterentwicklung ebenfalls verbessert, was zum Leidwesen der Nutzer ist.

Eine Abhilfe schaffen glücklicherweise Antivirenprogramme, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren. Der Vorzug eines Einsatzes solch moderner Software besteht in dem sukzessiven Lernvorgang. Das selbstlernende System eignet sich Kenntnisse über die aktuellen Muster von Schädlingen an, um diese wirkungsvoller zu bekämpfen. Es bleibt gewissermaßen dauerhaft aktuell.

Diesen Vorzug haben traditionelle Antivirenprogramme nicht. Die Sicherheit im Home Office könnte kaum größer sein als im Falle des Einsatzes von Antivirenprogrammen mit KI.

Konfiguration der Firewall durchführen

Eine Firewall ist im Router standardmäßig integriert. Sie kann über den PC oder ein anderes Endgerät individuell eingestellt werden, um den Anforderungen an die Sicherheit bei der eigenen Nutzung gerecht zu werden. Die Firewall dient dem Durchlassen oder Blockieren von Datenpaketen im Datenaustausch. Bei eigens durchgeführten Einstellungen kann eine höhere Kontrolle des Datenverkehrs im Heimnetzwerk erreicht werden. Außer dem Router fürs Internet haben die Betriebssysteme eigene Firewalls. Die Firewall von Windows befindet sich unter dem Punkt „System und Sicherheit“.

Sinnvoll ist es, bei der Nutzung eines Endgeräts durch mehrere Personen die Zugänge ins Internet für einzelne Profile komplett oder teilweise zu beschränken. Zudem können einige Website-Typen unter den Einstellungen gesperrt werden. In Anbetracht der Tatsache, dass einige Arten von Websites verstärkte Risiken für Hackerangriffe bereithalten, sind die Sperr- und Beschränkungsfunktionen für einzelne oder sämtliche Profile auf den Endgeräten sinnvoll.

Im Ernstfall: Notfallplan parat haben

In unserem Artikel über einen Notfallplan bei Cyberattacken haben wir Ihnen mitunter die beiden wichtigsten Maßnahmen vorgestellt, falls es zu einem Hackerangriff kommt: IT-Notruf und Erste-Hilfe-Maßnahmen. Durch schnelles Handeln und Koordination der Erste-Hilfe-Maßnahmen kann das Schlimmste unter Umständen noch abgewendet werden. Für Mitarbeiter von Unternehmen ist der Anruf bei der Sicherheitsabteilung wichtig. Zudem sollte die richtige Kommunikation im Büro bei Notfällen abgesprochen werden. Freiberufler finden offizielle Anlaufstellen oder Dienstleister, die im Falle eines Notfalls gegen Bezahlung helfen.

Fazit zur Nutzung von VPN

Speziell in diesen Zeiten, in denen das Coronavirus im Arbeitsalltag vieles verändert, wird das remote Arbeiten wichtiger. Der Arbeitsplatz verlagert sich zusehends aus dem Büro an der Seite des Chefs nach Hause bzw. an andere frei wählbare Orte. Damit einher gehen höhere Anforderungen an die Sicherheit.

Folgende 6 in diesem Artikel kennengelernte und darüber hinausgehende Punkte machen das remote Arbeiten maximal sicher und sind von Unternehmen zu beherzigen:

  1. Abhaltung von Schulungen für Mitarbeiter über die ordnungsgemäße Nutzung der Sicherheitsstrukturen
  2. Nutzung eines VPNs
  3. Nutzung moderner Antivirus-Software
  4. Verwendung sicherer Cloud-Dienste
  5. Durchführung und bestenfalls Automatisierung von Updates
  6. Erstellung eines Notfall-Plans

Mit diesen Hinweisen, die rudimentär und bereits ohne umfassende IT-Kenntnisse umsetzbar sind, werden Rechner fürs remote Arbeiten sicher aufbereitet. Trotz aller sinnvoller Software ist die persönliche Achtsamkeit der Mitarbeiter ein wesentlicher Punkt, um präventiv gegen Gefahren einzuschreiten. Daher darf die Bedeutung der Ausrichtung von Schulungen durch Unternehmen oder der Besuch externer Schulungen als Zusatzmaßnahme nicht unterschätzt werden.

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