7 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Büro
Auch im Büro gibt es einige Ansatzpunkte für mehr Nachhaltigkeit um Ressourcen zu schonen und damit den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. © Robert Kneschke – Adobe Stock

7 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Büro

Nachhaltigkeit im Office: Mit diesen 7 Tipps gelingt ressourcenschonendes und umweltfreundliches Arbeiten.

Das Thema Umweltschutz hat längst auch die Arbeitswelt erreicht. Immer mehr Unternehmen versuchen, umweltfreundlicher zu wirtschaften, Ressourcen zu schonen und damit ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Auch im Büro gibt es einige Ansatzpunkte für mehr Nachhaltigkeit. Die folgenden 7 Tipps können auch Ihnen helfen, Ihren Arbeitsplatz noch nachhaltiger zu gestalten. 

1. Umweltfreundlicher fahren – Mobilität mal anders

Nachhaltigkeit beginnt bereits auf dem Weg ins Büro: Indem Sie und Ihre Kollegen mit Fahrrädern, Rollern oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren, können Sie Ihren ökologischen Fußabdruck allein durch den Arbeitsweg deutlich reduzieren. 

Sind die Wege zu weit oder die Anbindung mit dem Zug beziehungsweise Bus nicht gegeben, so bieten sich auch Fahrgemeinschaften unter Mitarbeitern an. So lassen sich zum einen die Co2-Emissionen herunterfahren; zum anderen profitieren Sie finanziell durch die geteilten Treibstoff-Kosten. 

Außerdem können Sie für mehr Nachhaltigkeit im Büro sorgen, indem Sie die Vorteile von Geschäftsreisen mit dem Zug hervorheben. Das eine oder andere Teammitglied wird dann sicher auf den Mietwagen oder Kurzstreckenflug verzichten und zugunsten von Umwelt und entspanntem Reisen per Zug zum Auswärtstermin fahren.

2. Bildschirm, Drucker und andere Geräte nach der Nutzung ausschalten

Einen weiteren Ansatzpunkt für mehr Nachhaltigkeit im Büro stellt der Energieverbrauch im Büroalltag dar. Es ist lobenswert, wenn Ihr Unternehmen Ökostrom bezieht. Dafür gibt es genügend Anbieter mit guten Konditionen. Der beste Strom ist allerdings gesparter Strom. Schalten Sie daher Bildschirme, Computer, Drucker, Kaffeemaschinen und sonstige Geräte einfach aus, statt sie nur in den Ruhezustand zu versetzen. 

Idee: Nehmen Sie es im Büro gemeinsam in Angriff, Ihre Gewohnheiten zu ändern und erinnern Sie sich gegenseitig an das Stromsparen beim Verlassen des Arbeitsplatzes.

Wissenswert: Es ist zwar eine Versuchung, Notebook oder Laptop einfach zuzuklappen, sodass sich der Energiesparmodus einschaltet. Je nach Baujahr und Modell verbrauchen die Geräte aber auch im Standby-Modus noch unnötige Mengen Strom. Wenden Sie also etwas Zeit für das vollständige Herunterfahren und Hochfahren vor und nach einer längeren Pause auf. 


3. Licht sparsam nutzen

Der wichtigste Tipp, bei der Büro-Beleuchtung im Arbeitsalltag Energie zu sparen, ist das Ausschalten des Lichts, sobald man einen Raum verlässt. Darüber hinaus sollten Lampen nur dann leuchten, wenn sie für die Arbeit tatsächlich nötig sind. Energiesparende Lampen in Büroräumen sind eine weitere Maßnahme, die zur Nachhaltigkeit beiträgt. 

Es gibt auch technische Lösungen, die Ihr Unternehmen dabei unterstützen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. So bieten sich in Gängen und selten betretenen Räumen Bewegungsmelder an. Um die Gebäudebeleuchtung individuell anzupassen, erkundigen Sie sich über smarte Beleuchtungstechnik. Diese lässt sich nicht nur von überall steuern: Digital kann ein Zeitplan erstellt werden, nach dem das Licht nach Feierabend ausgeht (ähnlich einer analogen Zeitschaltuhr).

Durch solche Systeme beim Office-Management kombinieren Sie Nachhaltigkeit im Büro mit Komfort. Regen Sie doch eine entsprechende Energieberatung in Ihrem Unternehmen an – eine ähnliche Lösung kann womöglich auf Heizung oder Klimaanlage angewendet werden.

4. Kaffeeküche optimieren

Die büroeigene Kaffeeküche birgt oft ungeahnte Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit. Zunächst rückt die Kaffeemaschine in den Fokus: Maschinen mit Kapseln sind aufgrund der Menge an Plastikmüll schlecht für die Umwelt. Stattdessen ist der Umstieg auf Modelle ratsam, die keinen oder kaum Müll produzieren (Siebträger, French Press, klassischer Filterkaffee). Außerdem beeinflusst ein sorgsamer Umgang mit dem Gerät die Nachhaltigkeit der Büro-Kaffeeküche. 

Auch entscheidend: Die Art des Kaffees. Im Idealfall nutzen Sie im Büro nachhaltig und fair produzierten Kaffee. Dieser ist zwar teurer als herkömmliche Produkte, ist in der Herstellung aber deutlich umweltfreundlicher. Ein letzter Tipp für die Kaffeeküche ist der, immer nur die benötigte Menge des Getränks zuzubereiten. Fragen Sie vorher, wer mittrinken möchte und halten Sie den Kaffee in einer Thermoskanne möglichst lange warm. Falls doch etwas übrigbleibt: Einige Pflanzen mögen kalten Kaffee als Dünger.

5. Weniger Müll

Wer sich mit Nachhaltigkeit im Büro befasst, der stößt bald auf Tipps zum Thema Müll. Ein wichtiger Bereich ist dabei die Mittagspause: Bevor sich alle Mitarbeiter ein eigenes Take-Away in Pappe oder Plastik kaufen ist es günstiger und geselliger, wenn abwechselnd einer einkauft oder Sie gemeinsam kochen. Wenn die Küche das nicht hergibt, bereiten Sie sich einfach am Abend Ihr Mittagessen für den nächsten Tag zuhause zu und motivieren andere Kolleginnen, dasselbe zu tun. Einwegverpackungen ersetzen Sie dafür durch schicke Brotzeitdosen.

Ein weiteres typisches Alltagsproblem im Büro ist der Kühlschrank: In jedem Office mit einem Kühlgerät kommt es vor, dass sich Lebensmittel keinem Besitzer mehr zuordnen lassen, verderben und entsorgt werden müssen. Vermeiden Sie das, indem Sie ein System zur Zuordnung (zum Beispiel bunte Klebepunkte oder eigene Kühlschrank-Fächer) einführen und Kollegen bei Bedarf erinnern, an Ihre Lebensmittel zu denken. 

6. Müll richtig trennen

Auf dem Weg zum nachhaltigen Büro ist auch das Thema Mülltrennung angesagt. Machen Sie sich für eine funktionierende Mülltrennung stark, indem Sie bestehende Trennsysteme in Erinnerung rufen oder ein neues etablieren. Damit sich jeder im Büroalltag an die Trennregeln hält, ist ein intuitives Farbsystem nützlich. Es macht außerdem Sinn, Plakate mit den Regeln für die Mülltrennung im Bereich der Müllbehälter zu platzieren. 

Achtung: Pfandflaschen gilt es getrennt vom Plastikmüll zu sammeln. Langfristig ist es wünschenswert, wenn alle Kollegen auf Mehrweg-Trinkflaschen oder Karaffen am Arbeitsplatz zurückgreifen und Sie Ihr Büro plastikfrei gestalten können.


7. Papier sparen

Jahr für Jahr setzen Unternehmen Millionen Tonnen Papier ab – das geht zulasten der Wälder. Es ist daher löblich, wenn Sie Dokumente beidseitig auf Recyclingpapier drucken. Noch besser ist es, den Drucker oder Kopierer schlichtweg weniger zu nutzen. Mittlerweile gibt es viele IT-Dienste, die helfen, den Papierverbrauch in Büros effektiv zu reduzieren. Zum Beispiel die Lohnbuchhaltung online oder das digitale To-Do-Board. 

Mit virtuellen Whiteboards, Umfragetools und anderen Instrumenten lassen sich ganze Teamsitzungen und Konferenzen realitätsgetreu und komplett papierlos abbilden. Die digitalen Alternativen zur papierbasierten Organisation sparen auch Büromaterial, wie Einwegstifte.

Fazit: So stellen Sie Nachhaltigkeit im Büro sicher

Die Entscheidung für mehr Nachhaltigkeit im Büro bezieht sich vor allem auf eine sparsame Nutzung von natürlichen Ressourcen. Sei es durch energieeffiziente Computer, durch Recyclingpapier oder durch eine optimierte Kaffeeküche – auch Ihr Office kann seinen ökologischen Fußabdruck Schritt für Schritt minimieren. Digitale Alternativen ersetzen die papierbasierte Kommunikation umfassend – zudem sparen Sie so Büromaterial, wie Folien, Klammern und Co. Das gereicht dem Unternehmen zum Vorteil sowie der Umwelt und den Mitarbeitern

FAQ: Nachhaltigkeit im Büro

Was bedeutet Nachhaltigkeit im Büro?

Nachhaltigkeit heißt im Allgemeinen, dass ressourcenschonend gearbeitet wird. Beim nachhaltigen Büro geht es vor allem um den Umweltschutz, indem beispielsweise Energie, Papier und Büromaterialien gespart werden. 

Wenn Sie sich für Nachhaltigkeit im Büro engagieren möchten, sind die wichtigsten Ansatzpunkte der Stromverbrauch durch Geräte oder Licht, die Heizenergie, die Papiermenge, der Müll und die Kaffeeküche. 

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