Firmenpapier und Firmenstempel: Tipps und Anregungen
Ein âechtesâ Firmenpapier ist viel mehr, als ein einfacher Briefbogen mit einem Logo darauf. Wir zeigen Entscheidern und denen, die mit der Aufgabe der Entwicklung eines Firmenpapiers betraut sind, alles Wissenswerte.
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Wer gestaltet einen Firmenbogen?
Ein Firmenpapier mit Briefkopf und allem, was so dazu gehört, wird in aller Regel im Sekretariat gestaltet oder zumindest entscheidungsreif vorbereitet. Das gleiche gilt fĂŒr einen personalisierten Stempel, um beispielsweise VertrĂ€ge zu signieren. Dabei verlĂ€sst sich Ihr Vorgesetzter darauf, dass Sie bei der Entwicklung der EntwĂŒrfe alle rechtlichen Belange im Blick haben.
Ganz nebenbei soll durch das neue Briefpapier natĂŒrlich auch das Image der Firma verbessert werden. Ein Firmenpapier, aber auch Stempel, Stempelkissen, Werbematerialien und mehr, sind das absolute AushĂ€ngeschild eine Firma.
Kaum etwas anderes sehen die Menschen so hĂ€ufig von Ihnen und Ihrem Unternehmen. Jedes Unternehmen verfĂŒgt ĂŒber ein eigenes Briefpapier und einen passenden Briefbogen. Gedruckt werden beispielsweise das Arbeitszeugnis, generell jedes Zeugnis, Rechnungen, Begleitschreiben zum Arbeitszeugnis und vieles mehr. Teilweise sind fĂŒr Arbeitszeugnis, Rechnungen und mehr auch eigene Briefbogen vorhanden (z.B. ein Rechnungsbogen).
Warum sollte jedes Unternehmen ein Firmenpapier haben?
Bevor Sie sich an die Arbeit machen, ein Firmenpapier zu gestalten, ist Vorarbeit gefragt. Warum ist ein Firmenpapier ĂŒberhaupt sinnvoll? Je nachdem, welche Unternehmensform Ihre Firma hat, ist ein Firmenpapier sogar zwingend vorgeschrieben. Teilweise mĂŒssen auf jeder Korrespondenz im BĂŒro verschiedene Informationen zu Ihrem Unternehmen auftauchen. Damit nicht hier und dort wichtige Bestandteile vergessen werden, ist es sinnvoll, ein Muster oder eine klare Vorlage fĂŒr Musterbriefe zu haben. Hier kommt der unternehmenseigene Briefbogen ins Spiel.
Dieser Firmenbogen besteht dabei in der Regel aus dem Kopfbogen, und der FuĂzeile. Diese Bereiche sollten auf jeden Fall als Vorlage zur VerfĂŒgung stehen und als festes Muster jedem Mitarbeiter bereitgestellt werden.
Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben gibt es auch noch andere Aspekte, die die Gestaltung eines Firmenpapiers sinnvoll machen. So gibt es zahlreiche wichtige GeschÀftsbriefe im Bereich der GeschÀftskorrespondenz, die auf jeden Fall auf Firmenpapier erstellt werden sollten. Dazu gehören:
- Rechnungen
- Arbeitszeugnis
- KĂŒndigungen
- Informationen fĂŒr Mitarbeiter
- Korrespondenz eines Arbeitgebers mit seinen Arbeitnehmern
- Lohnabrechnungen
- Angebote fĂŒr Kunden
- Jahresabschluss- oder WeihnachtsgrĂŒĂe
Die Liste lĂ€sst sich natĂŒrlich noch deutlich verlĂ€ngern. Die wichtigsten Punkte sind hier allerdings aufgefĂŒhrt.
Ein passendes GeschÀftspapier bringt dabei vor allem drei Dinge:
1. rechtliche Sicherheit fĂŒr die GeschĂ€ftskorrespondenz
2. einen guten Eindruck auf AuĂenstehende
3. einheitliches Auftreten nach AuĂen und in Richtung Mitarbeiter, wenn es um offizielle Belange geht
Was versteht man unter Firmenpapier?
Doch was ist ein Firmenpapier eigentlich konkret? Handelt es sich um ein Briefpapier mit Firmenlogo? Damit macht man es sich aber viel zu einfach. Denn fĂŒr die richtige Gestaltung eines Firmenpapiers gibt es eine Vielzahl von Dingen, die es zu beachten gilt. Angefangen von rechtlichen Anforderungen an ein Firmenpapier bis hin zu solchen Dingen, die auf Ihren Briefpapier einfach Sinn machen.
Die erste Frage dabei ist die, ob Sie sich fĂŒr ein Firmenpapier fĂŒr alle Belange entscheiden möchten. Alternativ können Sie Briefpapier fĂŒr unterschiedliche Themengebiete als Vordrucke anlegen. Die Gestaltung mehrerer Muster und Musterbriefe ist insofern immer sinnvoll, weil unterschiedliche Arten von Briefen auch verschiedene Voraussetzungen erfĂŒllen mĂŒssen. So muss beispielsweise ein Rechnungspapier mehr Angaben und Informationen enthalten, als ein normales GeschĂ€ftspapier fĂŒr die einfache Korrespondenz mit dem Kunden.
Darauf gilt es schon vor der Gestaltung der Optik zu achten
Die erste Frage, bevor es ganz konkret an die Gestaltung des GeschĂ€ftspapiers gehen kann, ist die nach dem Papier selbst. Welches Papier wollen Sie in Zukunft fĂŒr Ihre Korrespondenz im BĂŒro verwenden? Es gibt zahlreiche verschiedene Druckerpapiersorten. Diese kommen mit unterschiedlicher OpazitĂ€t daher. Der Grad, wie weiĂ ein Papier letztlich ist, macht sich bemerkbar darin, wie weiĂ ein Blatt im Licht erscheint. Je weiĂer Papier wirkt, desto edler kommt es in der Optik auch daher. So wird der Eindruck, den Ihre Anschreiben machen, schon auf den ersten Blick weiter verbessert.
Bei Papier mit einem WeiĂgrad von 55 â 140 spricht man von PresseweiĂ. Diese Papierarten sind verhĂ€ltnismĂ€Ăig grau in der Optik und kommen mit einem sehr hohen Anteil Altpapier daher. PresseweiĂ ist hier ein passender Begriff, weil vor allem Zeitungen und Presseerzeugnisse auf solchen BlĂ€ttern gedruckt werden. Papier mit dem WeiĂgrad 146 â 150 wird als Universalpapier bezeichnet. FĂŒr den privaten Gebrauch zu Hause beispielsweise ist diese Art von Druckpapier absolut geeignet. Papier mit diesem WeiĂgrad wird aber auch fĂŒr manche BĂŒcher und fĂŒr Verpackungsmaterial verwendet.
Am hĂ€ufigsten im Businessbereich zu finden sind Papiersorten mit einer OpazitĂ€t zwischen 160 â 167. Hier spricht man von Businesspapier. Wer einen besonders guten Eindruck auf seine GeschĂ€ftspartner machen möchte, entscheidet sich fĂŒr die hochwertigste Variante. Dies ist das Premiumpapier, welches einen WeiĂgrad zwischen 168 bis 171 besitzt. Dieses Papier kommt zum einen besonders weiĂ und damit auf den ersten Blick sehr rein daher. AuĂerdem wirkt es oftmals auch etwas dicker. Zu guter Letzt erstrahlen Farben auf solchem Papier noch einmal deutlich heller und satter, als auf graueren Papierarten. Generell gilt diese Papiersorte als sehr hochwertig, was der AuĂendarstellung Ihres Unternehmens zutrĂ€glich ist.
Auch die Grammatur des Papiers spielt im GeschĂ€ftsleben eine Rolle. Als Grammatur bezeichnet man das Gewicht in Gramm auf einen Quadratmeter. Damit ist also das Gewicht des Papiers gemeint. Je gewichtiger ein Blatt daherkommt, desto hochwertiger kommt es zumindest optisch daher. Standard Druckpapier liegt bei 80 g/Quadratmeter. Ab 150 g/Quadratmeter spricht man von Pappe. FĂŒr Papiersorten, die weit ĂŒber 80 g/Quadatmeter liegen, brauchen Sie besondere Drucker, damit die DruckqualitĂ€t nicht leidet.
Das Firmenlogo als AushĂ€ngeschild des UnternehmensÂ
Neben der OpazitÀt des GeschÀftspapiers gibt es hier noch einen weiteren wichtigen Faktor: Das Firmenlogo selbst. Wer bisher noch keines entwickelt hat, sollte das vor der Gestaltung eines GeschÀftspapiers auf jeden Fall tun. Dabei ist auch wichtig, dass das Firmenlogo zum Unternehmen passt und eine Botschaft vermittelt. Manchmal besteht ein Firmenlogo aus einer Buchstabenkombination, die den Namen des Unternehmens wiederspiegelt.
Andere Firmenlogos sind Bilder oder Grafiken, die potenziellen GeschĂ€ftspartnern auf den ersten Blick zeigen, um welche Art von Unternehmen es geht. Wichtig ist, dass das Firmenlogo Alleinstellungsmerkmale hat. Wenn man Ihr Firmenlogo mit dem eines anderen Unternehmens verwechseln könnte, bringt es Ihnen in Sachen AuĂendarstellung relativ wenig. Noch schlimmer wĂ€re, wenn Ihr Firmenlogo dem eines direkten Konkurrenten sehr stark Ă€hnelt. In diesem Fall sollten Sie das Firmenlogo ĂŒberarbeiten und es auf seine AuĂenwirkung hin ĂŒberprĂŒfen.
Was sollte auf einem GeschÀftspapier enthalten sein?
Ein GeschĂ€ftspapier muss auf der einen Seite eine Reihe von Pflichtangaben enthalten. Auf der anderen Seite gibt es die DIN 5008, die festlegt, wie ein Firmenpapier optisch aussehen sollte. Das ist zwar keine rechtsverbindliche Optik â aber eine solche, die im allgemeinen GeschĂ€ftsleben als verbindlich akzeptiert wird.
Was von Rechtswegen in einem GeschĂ€ftsbrief stehen muss, hĂ€ngt immer von der Art des Briefes ab. Der klassische GeschĂ€ftsbrief muss eine Reihe von gesetzlichen Vorgaben einhalten, die fĂŒr alle Arten von geschĂ€ftlichen Schreiben gelten.
Der klassische GeschÀftsbrief
Welche gesetzliche Grundlage gilt, richtet sich nach der Unternehmensart Ihrer Firma. Hier können verschiedene Rechtsgrundlagen greifen. Es wird zwischen Einzelunternehmen und Gesellschaften des BĂŒrgerlichen Rechts unterschieden. Als dritte Kategorie folgen Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind.
FĂŒr alle Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, gelten die folgenden Mindestinhalte fĂŒr einen GeschĂ€ftsbrief bzw. fĂŒr den Kopfbogen und die FuĂzeile:
- Der vollstĂ€ndige Firmenname mit Rechtsform Zusatz (z. B. AG oder GmbH) muss exakt so, wie im Registereintrag aufgefĂŒhrt sein
- Der Ort der Niederlassung des Unternehmens
- Das zustĂ€ndige Registergericht muss aufgefĂŒhrt werden
- DarĂŒber hinaus muss die Registernummer, unter der das Unternehmen aufgefĂŒhrt ist, eingetragen werden
- Im Fall einer AG oder einer GmbH mĂŒssen daneben auch noch weitere Eintragungen erfolgen. Dies sind die Nachnamen der Vorstandsmitglieder, des Vorstandsvorsitzenden, der Gesellschafter und eventuell des Aufsichtsratsvorsitzenden, der Beiratsvorsitzenden und Verwaltungsratsvorsitzenden. Diese können auch in der FuĂzeile auftauchen.
Niedrigere Auflagen des Gesetzgebers gelten fĂŒr Kleinunternehmer, Einzelunternehmer und Gesellschaften des BĂŒrgerlichen Rechts.
Hier mĂŒssen in einem GeschĂ€ftsbrief die folgenden Dinge enthalten sein:
- Vor- und Familienname des Unternehmers
- Eine ladungsfÀhige Anschrift
Damit sind die gesetzlichen Anforderungen bereits erfĂŒllt. Der Firmenname sollte auf jeden Fall auch auf einem GeschĂ€ftsbrief stehen â es ist bei diesem Unternehmenskreis jedoch keine Pflicht.
Diese Punkte sind bei der Gestaltung eines GeschĂ€ftspapiers extrem wichtig, denn eine Nichteinhaltung kann zur Abmahnung und ggfls. Zu einem negativen Urteil gegen das eigene Unternehmen fĂŒhren.
Unterart Rechnungspapier
Wenn Sie ein Firmenpapier entwickeln, ist es sinnvoll, fĂŒr verschiedene Situationen unterschiedliche Dokumente und Vordrucke zu erstellen. Ein Zeugnis auf einem Firmenpapier muss keinerlei rechtliche Anforderungen erfĂŒllen. Bei einem klassischen GeschĂ€ftsbrief haben wir gerade bereits die rechtlichen Anforderungen gesehen. Wer jedoch eine Rechnung stellen möchte, muss noch mehr beachten. Dabei ist es nicht damit getan, einen Rechnungsbogen auszufĂŒllen und dann auf einem Quittungsblog eine Quittung auszustellen. Ein rechtskrĂ€ftiges Rechnungspapier muss eine ganze Menge Angaben enthalten.
- Der Name und die Anschrift des Unternehmens oder des Unternehmers, von dem die Leistung erbracht werden, muss zur GĂ€nze aufgefĂŒhrt werden
- Der Name und die Anschrift des LeistungsempfĂ€ngers mĂŒssen ebenfalls aufgefĂŒhrt sein. Wenn Sie Ihre Leistungen fĂŒr ein Unternehmen erbracht haben, dann muss auch die korrekte und vollstĂ€ndige Firmenbezeichnung im Adressfeld auftauchen.
- Die Steuernummer und die Umsatzsteueridentifikationsnummer mĂŒssen auftauchen
- Das Rechnungsdatum
- Eine fortlaufende Rechnungsnummer ist verpflichtend einzutragen
- Der Zeitpunkt der Lieferung oder Leistung muss definiert werden
- Die Art und Menge der gelieferten Waren oder die Art der erfolgten Dienstleistungen muss aufgefĂŒhrt sein
- Es muss eine AufschlĂŒsselung der Kosten nach Nettopreis, Steuersatz und Gesamtkosten erfolgen
- Wird eine Leistung im Rahmen der Kleinunternehmerregelung erbracht, muss das mit der Nennung der entsprechenden Rechtsgrundlage aufgefĂŒhrt werden
- Gibt es eine im Voraus vereinbarte Preisminderung, ist diese ebenfalls zu dokumentieren
- Ein Zahlungsziel ist nicht verpflichtend anzugeben â ohne ein solches wird die Rechnung sofort nach Erhalt fĂ€llig. Die Angabe ist aber im GeschĂ€ftsverkehr ĂŒblich
Enthalten Ihre Rechnungen nicht alle Pflichtbestandteile, entfaltet die Rechnung keine Rechtskraft. Das bedeutet, dass Ihr GeschÀftspartner nicht verpflichtet ist, die Rechnung zu begleichen und Ihr Unternehmen bzw. Ihre Buchhaltung keine Möglichkeit hat, die Rechnung durch Mahnbescheid beitreiben zu lassen.
Die DIN 5008
Die DIN 5008 ist die gÀngigste Form, wie ein GeschÀftsbrief aufgebaut sein sollte. So sieht die Anordnung in einem GeschÀftsbrief nach der DIN 5008 aus:
- Kopfzeile: Firmenlogo und Firmenslogan
- Briefkopf (linksbĂŒndig): Eigene Adresse
- Adressfeld (linksbĂŒndig): Postaussagen wie âwenn verzogen an Absender zurĂŒckâ und Adresse des EmpfĂ€ngers
- RechtsbĂŒndig können daneben weitere Informationen wie der Ansprechpartner im eigenen Haus und die Kontaktdaten des Ansprechpartners aufgefĂŒhrt werden. Hier gehört auch die Rechnungsnummer im Fall einer Rechnung hin sowie die Steuernummer etc.
- Datum nach DIN 5008
- Betreffzeile
- Anrede
- Eigentliches Schreiben
- GruĂformel
- Unterschrift
- Anlagen
- FuĂzeile: Firmenanschrift, Kontaktdaten wie E-Mail, Website, allgemeine Telefonnummer etc., Rechtsform, Sitz der Gesellschaft, Kontoverbindung, Registergericht und Handelsregisternummer (falls im Register eingetragen), notwendige Personennennungen bei entsprechender Unternehmensform
Damit die Adressangaben nach DIN 5008 in das Adressfeld des Fenster eines Briefumschlages passt, darf es nicht mehr als 9 Zeilen umfassen. Es sollte 45 mm von der oberen Kante und 20 mm vom linken Seitenrand entfernt liegen. Insgesamt sollte die GröĂe von 40 x 85 mm nicht ĂŒberschritten werden. Sonst könnte es nicht mehr zur GĂ€nze im Fenster des Briefumschlags zu sehen sein.
Wie lĂ€sst sich Firmenpapier in die BĂŒroorganisation integrieren?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein verbindliches Firmenpapier in die BĂŒroorganisation zu integrieren. Variante Eins ist die reine Nutzung als Papiervorlage. In diesem Fall drucken Sie selbst ĂŒber eine Druckerei. Alternativ entwerfen Sie Ihr Firmenpapier im Internet und lassen es ĂŒber einen Online-Anbieter drucken. Sie erhalten anschlieĂend Ihre Briefbögen per Post zugeschickt. Diese sind im Anschluss verbindlich fĂŒr alle Mitarbeiter zu verwenden.
In diesem Fall mĂŒssen Sie darauf achten, dass alle Drucker entsprechend eingestellt sind. Nur so können beispielsweise die Adressdaten ins Adressfeld gedruckt werden. Die Informationen, die gesetzlich verbindlich in einem GeschĂ€ftsbrief aufzutauchen haben, stehen ĂŒbrigens alle auf der Vorderseite. Auf der RĂŒckseite und auf folgenden Seiten können Kopf- und FuĂzeile mit integriert werden, das ist allerdings nicht vorgeschrieben. Mit einem passenden Inkjetdrucker ist das besonders einfach, die Vorgaben in den Druckereinstellungen korrekt zu hinterlegen.
Alternativ zur Papiervorlage haben Sie auch die Möglichkeit, Ihr Firmenpapier als Druckvorlage zu erstellen. Hier muss dann in jedem Fall der Nutzung das Adressfeld befĂŒllt werden, der Betreff eingesetzt werden und der eigentliche Text geschrieben werden. Bei einer Rechnung mĂŒssen einige andere variable Informationen, wie beispielsweise die fortlaufende Rechnungsnummer etc. eingetragen werden. In den meisten Unternehmen wird eher die zweite Variante gewĂ€hlt, da sich hier die Verarbeitung am Computer einfacher gestaltet. DarĂŒber hinaus mĂŒssen die Drucker nicht zusĂ€tzlich konfiguriert werden.
Das Erstellen eines einfachen Kopfbogen ist dabei ebenso einfach, wie das Drucken zahlreicher Briefe und anderer Dokumente auf Firmenpapier. Auch die Rechnungserstellung wird so vereinfacht â zumal, wenn das Versenden von Dokumenten via E-Mail zur Firmenpolitik gehört. Statt Kopien fĂŒr die Ablage in den eigenen Akten anzufertigen, kann hier auch einfach ein doppelter Ausdruck erfolgen.
Weshalb ist ein Firmenstempel wichtig?
Neben der Frage nach dem richtigen Briefpapier fĂŒr GeschĂ€ftsbriefe und Rechnungen, stellt sich auch bei vielen Unternehmen immer wieder die Frage nach der Wichtigkeit von Firmenstempeln. TatsĂ€chlich gibt es Situationen, in denen ein Firmenstempel sehr sinnvoll ist.
Rechtliche HintergrĂŒnde
Es herrscht allgemein die Meinung, dass ein Firmenstempel rechtlich verbindlich wĂ€re. Das ist nicht der Fall. Es gibt keinerlei Vorschriften darĂŒber, wie ein Firmenstempel auszusehen hat oder ob ein solcher zum Einsatz kommen muss. Dennoch ist ein Firmenstempel eine wunderbare Möglichkeit, fĂŒr mehr Rechtssicherheit zu sorgen. Denn beispielsweise auf einem Mietvertrag, einem Lieferantenvertrag, einem Arbeitsvertrag, einer KĂŒndigung usw. mĂŒssen alle wichtigen Unternehmensinformationen enthalten sein. Sind diese schon auf dem Firmenstempel zusammengefasst, kann hier kein Fehler mehr passieren.
Das Thema GlaubwĂŒrdigkeit und AuĂenwirkung
DarĂŒber hinaus hat ein Firmenstempel eine Menge mit dem Thema GlaubwĂŒrdigkeit zu tun. Zum einen wirkt ein Firmenstempel immer erst einmal seriös. In den meisten FĂ€llen wird ein Firmenstempel bei VertragsabschlĂŒssen mit Unternehmen verbindlich gefordert. So zum Beispiel bei der Anmietung von GeschĂ€ftsrĂ€umen, bei LieferantenvertrĂ€gen usw.
Ein Firmenstempel zusammen mit einer Unterschrift eines Mitarbeiters, suggeriert Entscheidungsbefugnis. Es gab bereits einige Urteile dazu. Mitarbeiter ohne Entscheidungsbefugnis hatten dennoch einen rechtsgĂŒltigen Vertrag abgeschlossen. HierfĂŒr mussten sie das Papier lediglich mit Firmenstempel und Unterschrift versehen.
Was muss auf einem Firmenstempel stehen?
Wichtig sind zum Stempeln immer erst einmal die Basisdaten Ihres Unternehmens:
- Firmenname, Rechtsform des Unternehmens sowie die Adresse und eine allgemeine Telefonnummer
- Inhaber bzw. Unternehmer
- E-Mail-Adresse und Website
- Faxnummer
Zwei Dinge sind nicht auf jedem Firmenstempel zu finden. Dies macht aber immer dann Sinn, wenn Sie einen groĂen Kundenstamm haben, der regelmĂ€Ăig Rechnungen zu begleichen hat. Diese mĂŒssen Sie mit folgenden Daten stempeln:
- Bankverbindung
- Steuernummer
Gibt es einen digitalen Firmenstempel?
Inzwischen gibt es auch Möglichkeiten, einen digitalen Firmenstempel aufzubringen. Da Firmenstempel, wie erwĂ€hnt, keinen Rechtsgrundlagen unterliegen, ist es nur logisch, dass hier auch die digitale Variante möglich ist. Wer den Wunsch hat, beispielsweise eine PDF-Rechnung digital zu stempeln, kann dies in einem PDF-Dokument mit verschiedenen Vorlagen tun. Doch auch die Gestaltung eines eigenen digitalen Firmenstempels fĂŒr PDF-Dokumente ist mit der richtigen Software kein Problem.